O japonském spisovateli Haruki Murakamim se občas soudí, že se beze zbytku zhlédl v západní literatuře a následně píše „nejaponské“ texty. Pokud ovšem podrobíme rozboru příběhy, které se odehrávají v jeho literárních dílech, musíme podobné soudy odmítnout jako neopodstatněné. Tato publikace provádí čtenáře v chronologickém sledu barvitým světem Murakamiho románových příběhů a krůček po krůčku před ním odkrývá další, zastřešující příběh, sahající od počátků a inspiračních zdrojů autorovy tvorby až po moment, kdy se Murakamimu daří poprvé úspěšně vyrovnat se svým velkým tématem – temnými stíny moderní japonské historie.
Tomáš Jurkovič Bücher







1Q84 1-2
- 1021 Seiten
- 36 Lesestunden
1984. Aomame hat zwei verschieden große Ohren. Beim Rendezvous mit einem reichen Ölhändler zückt sie eine Nadel und ersticht ihn – ein Auftragsmord, um altes Unrecht zu sühnen. Tengo ist Hobby-Schriftsteller. Er soll einen Roman der exzentrischen 17-jährigen Fukaeri überarbeiten, damit sie einen Literaturpreis bekommt. Der Text ist äußerst originell, aber schlecht geschrieben – ein riskanter Auftrag. Aomame wundert sich, warum die Nachrichten ihren Mord nicht melden. Ist sie in eine Parallelwelt geraten? Um diese Sphäre vom gewöhnlichen Leben im Jahr 1984 zu unterscheiden, gibt Aomame der neuen, unheimlichen Welt den Namen 1Q84.
Slavné postavy národních dějin bývají obvykle představovány jako výlupky všech ctností a dávány za příklad dalším generacím. Ale co když jsou takové oficiální verze až příliš krásné, než aby byly i pravdivé, ptá se Tanizaki v Tajné historii pána z Musaši a odpovídá překvapujícím způsobem. Kudy vede hranice mezi hrdinstvím a perverzí? Jedním z…
Tokyo, ferne Gegenwart. Es herrscht Datenkrieg. Das System, die Organisation der- gar nicht so guten- ewig Guten, entwickelt immer ausgeklügeltere Verschlüsselungstechniken, die von der Fabrik, einer Art Datenmafia, immer wieder geknackt werden. Ein genialer greiser Wissenschaftler, der Professor, entwirft dem System jedoch ein absolut sicheres Kodierverfahren: Einer Gruppe professioneller Datenwäscher, allesamt Mitarbeiter des Systems, isoliert er die Persönlichkeitsstruktur, den "Psychokern", und implantiert ihn einigen Versuchspersonen als jederzeit per Kodesignal aufzurufende Black Box ins Gehirn. Ver- und Entschlüsselungen können nur im Unterbewusstsein stattfinden, jeder unerwünschte Zugriff auf Daten wird verhindert. Doch nur der 35jährige coole Held und Ich-Erzähler überlebt die Prozedur und findet sich zwischen allen Fronten. Auf seinen parallelen Reisen durch das mehr oder weniger reale Tokyo und die phantastische Stadt in seinem Kopf, erlebt der hirnmanipulierte Yuppie wundersame Abenteuer.
Der 15-jährige Kafka Tamura reißt von zu Hause aus und flüchtet vor einer düsteren Prophezeiung seines Vaters auf die Insel Shikoku. Seine abenteuerliche Reise führt ihn in eine fremde Stadt, wo er der faszinierenden Bibliotheksleiterin Saeki begegnet und ihr verfällt. Er macht die Bekanntschaft mit einem geheimnisvollen alten Mann, der mit Katzen sprechen kann, und gleitet ab in eine fremde, seltsame Welt. Was ist Traum, was ist Wirklichkeit? Wo endet diese Reise voller rätselhafter Begegnungen und labyrinthischer Wege?
Naokos Lächeln ist der weise, oft wunderbar sentimentale und meisterhafte Roman (New York Times), der mit seiner Millionenauflage Haruki Murakami zum erfolgreichsten Autor der japanischen Nachkriegsliteratur machte. Der Beatles-Ohrwurm Ńorwegian Wood ist für den siebenunddreißigjährigen Toru Watanabe ein melancholischer Song der Erinnerung: an den Aufruhr der Gefühle in einer schmerzvollen und schicksalhaften Jugend, die er zu bewahren und zu verstehen versucht. Naokos Lächeln erzählt lebendig und leidenschaftlich von einer Liebe mit Komplikationen in den unruhigen sechziger Jahren: Toru, der einsame, ernste Student der Theaterwissenschaft, begeistert von Literatur, Musik und wortlosen Sonntagsspaziergängen auf Tokios Straßen, erfährt früh, dass der Verlust von Menschen zum Leben und zum Drama des Erwachsenwerdens dazugehört. Der Jugendfreund Kizuki begeht Selbstmord, die geheimnisvoll anziehende Naoko verirrt sich in ihrer eigenen unerreichbaren Welt, und Toru Watanabe muss sich zwischen ihr und der vor Lebenslust vibrierenden Midori entscheiden.
Wilde Schafsjagd
Roman
Was als wilde, sich überschlagende Jagd endet, beginnt ganz einfach: mit einem Brief, in dem das Foto eines Schafes steckt. Er ist adressiert an einen müden Endzwanziger, der als Mitinhaber einer Tokyoter Werbeagentur in einem Nebel aus Zigaretten und Alkohol lebt: Nur ein Abenteuer kann einen Ausweg aus seiner Langeweile bieten – die ›Wilde Schafsjagd‹ beginnt. Haruki Murakamis meisterhafter Bestseller um ein Schaf mit übernatürlichen Kräften, ein Teilzeit-Callgirl mit den schönsten Ohren der Welt und einen Kriegsverbrecher mit einem Gehirntumor ist ein fantastischer Detektivroman, inspiriert von den düsteren Werken Raymond Chandlers – nur dass dieser Fall unlösbar ist. »Ein Mythenerzähler für dieses Jahrtausend« NEW YORK TIMES BOOK REVIEW
Von Beruf Schriftsteller
- 240 Seiten
- 9 Lesestunden
Ein einmaliger Blick in die Werkstatt und das Herz Murakamis! Haruki Murakami verkörpert den Typus des zurückgezogenen Schriftstellers wie wenige andere. In diesen sehr persönlichen Texten bricht er das Schweigen und schildert seinen Werdegang als Autor. Er erzählt von seinen Schulerfahrungen, was er von Literaturpreisen hält und welche Bedeutung seine Auslandsaufenthalte für ihn und sein Schreiben hatten. Besonders aufschlussreich sind die Texte, in denen er sich mit Fragen rund um die alltägliche Arbeit eines Schriftstellers beschäftigt. So erfährt man, welches die wichtigste Übung für einen angehenden Schriftsteller ist – nämlich viel lesen –, wie viele Seiten Murakami am Tag schreibt und wie wichtig physische Fitness für seine Arbeit ist. Woraus schöpft er die Ideen für seine Romane? Was hat man unter einem »festen Beobachtungsposten« zu verstehen, und wer verbirgt sich dahinter? Indem er sich so intensiv mit seinem Schreiben auseinandersetzt, ordnet er für den Leser sein Werk ein, zeigt, wer ihn beeinflusst hat und wessen Ansichten über das Schreiben er teilt. Dabei verliert Haruki Murakami vor allem eines nie aus den Augen: seine Leser.
Gefährliche Geliebte
- 217 Seiten
- 8 Lesestunden
Der Traum von absoluter Perfektion beschäftigt selbst erfahrene Autoren regelmäßig. In einem Erzählband schilderte Haruki Murakami bereits, wie er eines Morgens das „100%ige Mädchen“ sah. Diese Figur, die nun wieder auftaucht, heißt Shimamoto und wird sich als gefährliche Geliebte erweisen. Zunächst ist sie ein zwölfjähriges Mädchen mit einem steifen linken Bein, eine Folge von Kinderlähmung, die Murakami so beschreibt, dass Gehfehler erotisch erscheinen. Shimamoto ist die erste Liebe des Ich-Erzählers Hajime. Gemeinsam erleben sie die Herausforderungen des Schulwegs und genießen Musik von Nat King Cole und Bing Crosby. Ein denkwürdiger Moment ihrer Kindheit ist, als sie für zehn Sekunden Hajimes Hand hält, was als tiefe Sehnsucht bleibt, selbst nachdem sie sich aus den Augen verloren haben. Jahre später, kurz vor Hajimes Midlife-Crisis, treffen sie sich wieder. Er ist mittlerweile ein glücklicher Familienvater und Betreiber zweier Jazz-Bars, während Shimamoto an seinem Fundament rüttelt. Sie bleibt ein Rätsel, das sich in ihrem vielsagenden Lächeln zeigt. Murakami erzählt meisterhaft von verpassten Gelegenheiten, leidenschaftlicher Sehnsucht und der weniger anstrengenden Durchschnittsrealität, stets subtil und fesselnd.
Die Ermordung des Commendatore
- 480 Seiten
- 17 Lesestunden
Nach der Trennung von seiner Frau reist ein junger, erfolgreicher Maler ziellos durch Japan. Schließlich zieht er sich in ein abgelegenes Haus zurück. Eines Tages erhält er ein äußerst lukratives Angebot. Er soll das Porträt eines reichen Mannes anfertigen. Nach einigem Zögern nimmt er an, und Wataru Menshiki sitzt ihm fortan Modell. Doch der junge Maler findet nicht zu seiner alten Fertigkeit zurück. Wer ist dieser Mann, dessen Bildnis er keine Tiefe verleihen kann? Durch einen Zufall entdeckt er auf dem Dachboden ein meisterhaftes Gemälde. Es trägt den Titel »Die Ermordung des Commendatore«. Er ist wie besessen von dem Bild, mit dessen Auffinden zunehmend merkwürdige Dinge um ihn herum geschehen. Soll er sich Menshiki anvertrauen? Als er es tut, erkennt er, dass der Mann einen ungeahnten Einfluss auf sein Leben hat.
Královská hra 1.
- 180 Seiten
- 7 Lesestunden
Někdo, kdo si říká Král, začne přes mobily posílat tajemné SMS-ky žákům jedné třídy. Posílá jim úkoly, které musejí splnit. Kdo je nesplní – zemře. Zpočátku je to čistě legrace, ale jen do chvíle, kdy přijde první smrt. Pak už je to souboj s časem. Odhalí se dřív totožnost Krále, nebo umřou další lidé?
Für Leser und Läufer: Murakamis persönlichstes Buch! Zwei Leidenschaften bestimmen Haruki Murakamis Leben: Schreiben und Laufen. Eines verbindet beide Tätigkeiten – ihre Intensität. Für Haruki Murakami bedeutet das Laufen ein zweites Leben, in dem er sich Kraft, Inspiration, vor allem aber die Zähigkeit zum Schreiben holt. Der Einfall und Entschluss, Romanautor zu werden, kam ihm beim Sport. Das Sitzen am Schreibtisch gleicht er durch Laufen aus. Nach langsamen ersten Schritten hat er sich in den vergangenen dreißig Jahren professionalisiert: Längst sind zu den jährlichen Marathons auch Triathlon und Ultralanglauf von 100 Kilometern hinzugekommen. Für seinen Grabstein wünscht er sich die Inschrift: „Haruki Murakami 1949-20**, Schriftsteller (und Läufer) – Zumindest ist er nie gegangen.“ Ausstattung: zahl. farb. Farbfotografien
Afterdark
Roman
Zwischen Mitternacht und Morgengrauen – eine magische Reise durch das nächtliche Tokyo Geschichten zwischen Mitternacht und Morgengrauen: Murakami begleitet seine Helden eine Nacht lang und zeichnet ein eindrucksvolles, geheimnisvoll schillerndes Großstadtporträt: Die 19-jährige Mari, ihre schöne, aber unglückliche Schwester Eri, der unscheinbare Posaunist, die Prostituierte aus einem Love Hotel und ein gewissenloser Freier streifen durch das nächtliche Tokyo. Sie alle sind umgeben von Geheimnissen, die gelüftet werden wollen, noch ehe der Tag anbricht.
Großvater sagte immer: »Bücher besitzen eine besondere Macht. Wenn du sie liest, wirst du immer einen Freund zur Seite haben.« Ein kleiner Buchladen in Japan, hohe Holzregale mit seltenen Erstausgaben, eine Tasse Tee, zubereitet nach traditioneller Zeremonie: Das ist das Reich von Rintaro und seinem Großvater. Als der alte Herr stirbt, ist der stille Schüler auf sich allein gestellt. Was soll er mit dem Laden anfangen, der schon lange keinen Gewinn mehr abwirft? Was mit sich selbst, mit seinem Leben ohne den Großvater und dessen Ruhe und Lebensweisheit? Rintaro versteckt sich vor der Welt, verkriecht sich zwischen den fast vergessenen Buchschätzen. Auch seine Klassenkameradin Sayo, die sich Sorgen macht, vermag es nicht, ihn aus seinem Schneckenhaus herauszulocken. Bis eines Tages eine Katze im Buchladen auftaucht – eine sprechende Katze, die Rintaro eindringlich um Hilfe bittet: Die Bücher sind in Gefahr – und nur ein wahrer Buchliebhaber wie er, der die Liebe zum gedruckten Wort von seinem Großvater verinnerlicht hat, kann sie retten … Eine zauberhafte Hommage an die Macht der Literatur und der Fantasie – für alle, die Der kleine Prinz und Momo geliebt haben und für die Bücher einfach das Schönste auf der Welt sind. »Dieses charmante Juwel aus Japan wird das Herz jedes Buchliebhabers erobern.« Library Journal
„Nach dem Beben“: Fünf Tage und Nächte verbringt die Frau eines Verkäufers für Hifi-Geräte vor dem Fernseher mit den Katastrophenbildern vom Erdbeben – dann verlässt sie ihren Mann, der sich mit einem mysteriösen Päckchen auf eine Reise begibt. Eine Wahrsagerin sieht tief in die hasserfüllte Seele einer Ärztin, die einem Mann aus Kobe, der ihre Hoffnungen zerstört hat, den Tod wünscht. Die vierjährige Sara begegnet in ihren Alpträumen dem Erdbebenmann, der sie in die Kiste sperren will. Und der Bankangestellte Katagiri hat in seiner Wohnung Besuch von einem Riesenfrosch, der Tokyo vor der Zerstörung durch einen Wurm retten will.
Frauen, die verschwinden, eine fiktive Bossa-Nova-Platte von Charlie Parker, ein sprechender Affe und ein Mann, der sich fragt, wie er wurde, was er ist: Die Rätsel um die Menschen, Dinge, Wesen und Momente, die uns für immer prägen, beschäftigen die Ich-Erzähler der acht Geschichten in ›Erste Person Singular‹. Es sind klassische Murakami-Erzähler, die uns in eine Welt aus nostalgischen Jugenderinnerungen, vergangenen Liebschaften, philosophischen Betrachtungen, Literatur, Musik und Baseball entführen. Melancholisch, bestechend intelligent und tragikomisch im allerbesten Wortsinn sind diese Geschichten, die wie beiläufig mit der Grenze zwischen Fiktion und Realität spielen und immer wieder den Verdacht nahelegen, dass Autor und Ich-Erzähler mehr als nur ein paar Gemeinsamkeiten haben.
Eine junge Kellnerin wird zwanzig. Doch ihren Geburtstag verbringt sie nicht mit ihren Freunden; sie arbeitet. Ihr Chef, der Geschäftsführer des Restaurants, übergibt ihr eine wichtige Aufgabe. Sie muss pünktlich um zwanzig Uhr dem Inhaber des Lokals das Abendessen in dessen Suite bringen. Noch nie haben sie oder ihre Kollegen den Besitzer gesehen. Pünktlich um zwanzig Uhr steht sie vor der Suite. Es öffnet ihr ein zierlicher älterer Mann, der sie, anders als ihr Chef es ankündigte, in die Suite und um ihre Gesellschaft bittet. Auch ist der Herr, denn er ist eindeutig ein Herr, von ausgesuchter Höflichkeit. Die junge Frau ist verunsichert und verwundert über ihn. Trotzdem erzählt sie ihm irgendwann, dass sie Geburtstag hat. Woraufhin ihr der Mann ein Geschenk machen will. Er lässt sie wissen, dass sie einen Wunsch äußern dürfe, sich diesen aber sehr genau überlegen solle, denn sie könne ihn, einmal ausgesprochen, nicht mehr zurücknehmen. Und er eröffnet ihr, dass er ihren Wunsch tatsächlich erfüllen könne, ganz gleich, was es sei. Mit Illustrationen von Kat Menschik.
Schlaf
Erzählung
»Es ist der siebzehnte Tag ohne Schlaf.« So beginnt Haruki Murakamis Erzählung von einer Frau, die nachts kein Auge mehr zumacht. Aber es fühlt sich anders an als die quälende Schlaflosigkeit, die sie als Studentin erlebt hat: Jetzt ist sie auf zauberhafte Weise nicht mehr müde. »Ich kann einfach nicht schlafen. Noch nicht einmal ein Nickerchen.« Spätabends, wenn ihr Mann und ihr Sohn im Bett liegen, beginnt sie ein zweites Leben, und die Nächte sind bei Weitem aufregender als ihre gleichförmigen Tage – aber auch gefährlicher. Die Illustratorin Kat Menschik hat den Zauber von Murakamis Erzählung in traumgleiche Bilder gebracht. Auch deshalb ist dieser durchgehend in Duotone (Nachtblau/Silber) gedruckte Band ein guter Grund, nachts wach zu bleiben.
»Hunger hatten wir, so viel stand fest. Allerdings keinen gewöhnlichen, nein – uns kam es so vor, als hätten wir ein kosmisches Vakuum verschluckt.« Zwei Freunde marschieren mit Messern bewaffnet los, um in der nächsten Bäckerei ihren Hunger zu stillen. Doch sie haben die Rechnung ohne den Bäcker gemacht. Der untermalt das Croissantballett mit Wagnerklängen und schlägt ein ungewöhnliches Tauschgeschäft vor. Das verlangt nach einem zweiten Bäckereiüberfall … Murakamis legendäre ›Bäckereiüberfälle‹ sind ein Musterstück surrealistisch-existentialistischer Erzählkunst, in dem der Weltbestsellerautor seinem unnachahmlichen Humor freien Lauf lässt. Nachdem Murakamis Erzählung ›Schlaf‹ weltweit mit Kat Menschiks Zeichnungen erschien, traf Murakami seine Illustratorin in Berlin und wünschte sich, dass sie weitere seiner Geschichten bebildert. Das Ergebnis sind ›Die Bäckereiüberfälle‹ – wie man sie noch niemals gesehen hat.












