In diesem Werk erörtert die Autorin Geschlechterfragen aus der Perspektive der Entwicklungspsychoanalyse. Jessica Benjamin, Psychoanalytikerin und Feministin, plädiert für das, was sie Geschlechterheterodoxie nennt - eine Sicht auf die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen den Geschlechtern - und beleuchtet dabei Aspekte von Liebe, Sexualität, Aggression und Pornografie.
Nicht Narzissmus oder Verdrängung vergiften das Leben in Gesellschaften, sondern der Geist des Gegensatzes, der Individuen und Gemeinschaften vor ein Entweder-Oder stellt: Freiheit oder Fürsorge, Abgrenzung oder Abhängigkeit, Verzicht auf Autonomie oder Bedürfnis nach Liebe. Diese starren Gegensätze, die als „Fesseln der Liebe“ bezeichnet werden, betreffen nicht nur Gegner, sondern auch Komplizen eines gemeinsamen Dilemmas, das die Identifikation zwischen Mann und Frau sowie zwischen Unterwerfenden und Unterworfenen verbietet. Jessica Benjamin erklärt, warum diese Fesseln oft freiwillig und masochistisch angezogen werden und warum Menschen Unterwerfungsverhältnisse akzeptieren und vertiefen, obwohl es ihnen schadet. Sie sucht nach flexiblen Modellen und offenen Begriffen sowie nach einer psychoanalytischen Entwicklungstheorie, die nicht das Ideal des Gegensatzes, sondern das des Austauschs betont. Benjamin, eine New Yorker Psychoanalytikerin, lehrt an der New York University und der Graduate Faculty der New School for Social Research. Sie studierte Ende der 60er Jahre unter anderem bei Theodor W. Adorno in Frankfurt am Main.
"This wonderful book does nothing less than to create the next stage of feminist thought." ―Catharine R. Stimpson"De Lauretis provides a way of thinking about feminism that accepts rather than tries to resolve differences, that refuses fixed definitional categories and insists instead on the contradictory and changing meaning of gendered identities." ―The Women's Review of Books"This is not a new collection but it is still one of the best." ―Exceptional Human ExperienceThe essays in this collection represent very recent developments in feminist research and writing in the areas of history, scientific discourse, literary criticism, and cultural theory.The contributors Teresa de Lauretis, Linda Gordon, Carroll Smith-Rosenberg, Ruth Bleier, Evelyn Fox Keller, Jessica Benjamin, Nancy K. Miller, Tania Modleski, Sondra O'Neale, Sheila Radford-Hill, Cherrie Moraga, Biddy Martin, Chandra Talpade Mohanty, and Mary Russo.