Der Prozeß gegen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann 1961 in Jerusalem war neben den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen eine der bedeutendsten Gerichtsverhandlungen gegen NS-Verbrecher. Mit der Vollstreckung des Todesurteils gegen Eichmann begann eine Diskussion über die Sinnhaftigkeit der juristischen Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen. Hannah Arendt erlebte den Prozeß und nutzte die Unterlagen, um ihr Resümee über den Holocaust und Eichmanns Rolle in der Judenverfolgung zu ziehen. Eichmann steht prototypisch für viele Nazi-Gefolgsleute, die, ohne ideologische Verblendung, stets nur Befehle ausführten. Reue fehlt ihm, da er sie als etwas für „kleine Kinder“ abtut. Diese Abwesenheit von Reue steht im Widerspruch zu der notwendigen Selbsterkenntnis für eine sinnvolle Aufarbeitung. Hinter Eichmanns vermeintlicher Normalität verbirgt sich tausendfacher Schrecken, der auch heute in scheinbar normalen Bürgern zu finden ist. Arendts Buch bietet eine umfassende Zusammenfassung des Holocaust, von den ersten Vertreibungen bis zur Endlösung, und thematisiert die „Banalität des Bösen“. Es fordert dazu auf, die einzelnen Täter zu betrachten und erinnert daran, dass normale Menschen zu Greueltaten fähig sind. Dieses Werk bleibt als Warnung und Mahnmal von bleibendem Wert.
Amos Elon Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)
Amos Elon war ein angesehener israelischer Journalist und Autor, weithin bekannt für seine aufschlussreichen Analysen der israelischen Gesellschaft und Politik. Seine Werke befassten sich oft mit den Komplexitäten und Herausforderungen des Nahen Ostens. Elons Schriften boten wertvolle Einblicke in die historischen und kulturellen Aspekte der Region. Er wurde für seinen kritischen, aber ausgewogenen Ansatz gelobt.






Das glanzvolle Porträt der jüdisch-deutschen Epoche »Brillant, tief, leidenschaftlich und doch besonnen … ein mitreißendes und wunderbar kenntnisreiches Porträt der jüdischen Geschichte in Deutschland.« New York Times »Die Welt besteht aus Geschichten«, meint Amos Elon und lässt eine Epoche zum Leben erwachen. Die deutsche Kultur war nie fruchtbarer als in den knapp zwei Jahrhunderten der jüdisch-deutschen Epoche zwischen 1743 und 1933. Diese Zeit steht für einen kulturellen und wissenschaftlichen Glanz, der durch die Shoa plötzlich und unwiederbringlich zerstört wurde. Die jüdische Geschichte in Deutschland wird als spannendes und bewegendes Drama gestaltet, in dem viele bedeutende Personen wie Heinrich Heine, Rahel Varnhagen, Martin Buber, Walther Rathenau, Franz Kafka, Kurt Tucholsky u. v. a. mehr auftreten. Eine große, schwungvolle Erzählung, die mit atmosphärischen Reportagen, Kurzporträts, Dialogen und zeitgenössischen Debatten die Namen mit Leben erfüllt.
Twice in this century, Germany sparked wars of unprecedented terror and destruction, with the defense of the “Prussian” realm perceived as the villain. Today, few grasp the precise meaning of “Prussia,” either geographically or nationally, yet its connotation evokes images of aggression and militarism. The territory once known as Prussia now constitutes a significant part of Eastern Europe, a region first claimed by the Teutonic Order's Christian knights. For centuries, its landscape has been marred by conflict and division. In the aftermath of World War II, nearly two million German refugees fled as Russian forces advanced, marking one of the largest civilian displacements of the war. With the Berlin Wall a relic and the Soviet Union disintegrating, this region remains in disarray. Modern travelers can finally explore and reflect on what Prussia was and has become. Writers James Charles Roy and Amos Elon, known for their curiosity, delve into this landscape, blending contemporary observations with poignant stories from the German and Prussian past. Their narrative is enriched by interviews and memories, evoking a profound sense of loss and nostalgia for lives filled with both turmoil and joy. The result is a deeper understanding of the fractured lands of today’s Eastern Europe.
Auf kenntnisreiche und fesselnde Weise beschreibt Amos Elon den Aufstieg des Frankfurter Juden und Gründers des einflußreichen Rothschild-Clans Meyer Amschel Rothschild. Im 18. Jahrhundert brachte es Rothschild, der als Altwaren- und Münzhändler begann, zu Macht und ungeheurem Reichtum, bestimmte über Krieg und Frieden, blieb aber sein Leben lang der Enge des Frankfurter Ghettos verhaftet.
Amos Elon ist einer der ganz großen Israelischen Journalisten -und seine Reportagen in israelischen und US-amerikanischen Zeitungen leuchten den Nahost-Konflikt seit nunmehr 30 Jahren mit Genauigkeit und unerbittlicher Gerechtigkeit aus. Seine Stationen heißen Krieg und Intifada, Terror und Siedlerfanatismus - und Amos Elons Anliegen heißt Verständigung.
Der Zionismus und seine europäischen Wurzeln
Dokumentation einer Arbeitstagung in der Evangelischen Akademie Arnoldshain, November 1986
- 120 Seiten
- 5 Lesestunden






