Die Kolumnen von Bestsellerautorin Elena Ferrante ( Die Neapolitanische Saga ) aus The Guardian Seit 2018 schreibt Elena Ferrante eine wöchentliche Kolumne für das Wochenendmagazin der britischen Zeitung The Guardian . Dabei setzt sich die Autorin der Neapolitanischen Saga in persönlichen Miniaturen mit einem breiten Spektrum verschiedener Themen auseinander – unter anderem mit der Kindheit, dem Altern, mit Geschlechterdiskursen und mit ganz Alltäglichem. Sie erzählt von ihrer ersten großen Liebe und warum sie eine Abneigung gegen Ausrufezeichen hat. Eva Mattes, die deutsche Stimme von Elena Ferrante, liest die Texte der Bestsellerautorin. Ungekürzte Lesung mit Eva Mattes 3 CDs, 3h 19min
Karin Krieger Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)





Dreimal ruft sie an, sie klingt überdreht und verstört, und eigentlich sollte sie im Zug nach Rom sitzen, unterwegs zu Delia, ihrer Tochter. Wenig später wird ihre halbnackte Leiche an Land gespült. Zur Beerdigung kehrt Delia nach Neapel zurück, in die erstickende, chaotische Heimatstadt, in ihre verhasste Vergangenheit. Und sie bleibt, denn sie muss die Wahrheit wissen: Warum starb ihre Mutter? Und welche Rolle spielt Caserta, ein ehemaliger Freund ihres gewalttätigen Vaters, der plötzlich wieder auftaucht? Er jedenfalls scheint der Letzte zu sein, der die Mutter lebend gesehen hat. Zunehmend verzweifelt läuft Delia durch die Gassen der Stadt und entwirrt Erinnerungen, die sie lange unterdrückt hatte. Noch ahnt sie nicht, wie schutzlos sie sein wird, gegen das schreckliche Geheimnis ihrer eigenen Kindheit … Lästige Liebe ist ein psychologisches Meisterwerk von schwindelerregender Genauigkeit: eine Mutter-Tochtergeschichte über Liebe und Hass und den unlösbaren Knoten aus Lügen, Eifersucht und Gewalt, der die beiden – schicksalhaft – aneinander bindet.
Die Geschichte eines neuen Namens: Jugendjahre
- 623 Seiten
- 22 Lesestunden
Lila und Elena sind sechzehn Jahre alt, und sie sind verzweifelt. Lila hat noch am Tage ihrer Hochzeit erfahren, dass ihr Mann sie hintergeht – er macht Geschäfte mit den allseits verhassten Solara-Brüdern, den lokalen Camorristi. Für Lila, arm geboren und durch die Ehe schlagartig zu Geld und Ansehen gekommen, brechen leidvolle Zeiten an. Elena hingegen verliebt sich Hals über Kopf in einen jungen Studenten, doch der scheint nur mit ihren Gefühlen zu spielen. Sie ist eine regelrechte Vorzeigeschülerin geworden, muss aber feststellen, dass das, was sie sich mühsam erarbeitet hat, in ihrer neapolitanischen Welt kaum etwas gilt. Trotz all dieser Widrigkeiten beharren Lila und Elena immer weiter darauf, ihr Leben selbst zu bestimmen, auch wenn der Preis, den sie dafür zahlen müssen, bisweilen brutal ist. Woran die beiden jungen Frauen sich festhalten, ist ihre Freundschaft. Aber können sie einander wirklich vertrauen? Elena Ferrante hat einen Weltbestseller geschrieben. Ein Gipfelwerk der zeitgenössischen Literatur. Und einen Roman, den man erschüttert und begeistert liest!
Meine geniale Freundin
Kindheit und frühe Jugend
Lila und Elena könnten unterschiedlicher kaum sein, sind jedoch unzertrennlich und beste Freundinnen seit ihrer Kindheit. Ihre Freundschaft hält über sechs Jahrzehnte, bis Lila plötzlich verschwindet und Elena zurückblickt, um das Rätsel zu lösen. Im Neapel der fünfziger Jahre wachsen sie in einem armen, lebhaften Viertel auf, wo das Leben von Konflikten und leidenschaftlichen Auseinandersetzungen geprägt ist. Lila, die unkonventionelle und mutige Tochter eines Schusters, und Elena, die schüchterne Tochter eines Pförtners, konkurrieren darum, besser zu sein. Als Lilas Vater sie zwingt, in der Schusterei zu arbeiten, bleibt Elena mit dem Verdacht zurück, eine Chance verpasst zu haben, die Lila zustehen würde. Ihre Wege trennen sich: Elena studiert und wird Schriftstellerin, während Lila in Neapel bleibt. Dennoch bleibt ihre Verbindung stark, sie teilen erste Liebesaffären, Ehen, Mutterschaft und politische Erfahrungen, während sie sich in einer von Männern dominierten Welt behaupten. Ihre Nähe ist komplex, geprägt von Zuneigung, Rivalität und Missgunst – ein Gefühl, das tiefer geht als Liebe. Ist dies das Geheimnis von Lilas Verschwinden? Die Autorin präsentiert ein literarisches Meisterwerk, das die kraftvolle und zugleich zerstörerische Natur von Freundschaft eindrucksvoll beleuchtet.