Psychoanalyse, zeitgemäss oder veraltet?
- 162 Seiten
- 6 Lesestunden






Das Buch ist ein einmaliges Dokument. Ein international bekannter Psychiater und Psychoanalytiker hat sein umfassendes theoretisches und praktisches Wissen um die entscheidende Dimension erweitern müssen - um das eigene Erleben und Durchleben einer unvorstellbaren qualvollen Depression. Erfahren im Umfang mit eigenen Gefühlen und Phantasien, muß er erkennen, daß Wahnvorstellungen sich nicht analysieren und auf diese Weise auflösen lassen. Nach seiner Gesundung bleiben ihm seine wahnhaften Schuldkomplexe, seine Verfolgungsideen und seelischen Verfremdungen aber völlig präsent; er hat nichts vergessenn. Auf Bitten seines Arztes entschließt er sich, sein Wissen weiterzugebenn. Die tagtägliche Zuwendung vertrauter Menschen hat ihn mit davor bewahrt, völlig in seinen Qualen unterzugehen. Organischer Auslöser seiner Depression scheint eine Viruserkrankung gewesen zu sein. Ein Medikament, vor dem er in seinen Lehrbüchern immer gewarnt hat, einn Antidepressivum hilft ihm bei der Überwindung der schweren seelischen Krise. Als Psychoanalytiker müssen wir diesem schonungslos ehrlichen, hochdiffernzierten Bericht entnehmen, daß Psychosen zwar sehr viel mit der seelischen Verarbeitung früher Erlebnisse und Traumata zu tun haben, aber auch auf somatischen Grundlagen und Auslösern beruhen
»Kuipers Neurosenlehre geht nicht nur den Psychiater und Psychotherapeuten an, sondern jeden Arzt, der überhaupt sein Interesse vom lokalen Befund auf die Person des Kranken erweitern möchte. Mehr noch, Kuiper kann sich einem nicht ärztlichen Publikum verständlich machen, ohne dabei etwas von der Differenziertheit des psychoanalytischen Denkens über seelische Prozesse preiszugeben. Das ist einer der vielen Vorzüge dieser Neurosenlehre.« A. Mitscherlich »Der niederländische Psychiater Piet C. Kuiper versucht in diesem Buch den Lesern einen verständlichen Einblick in die Welt der psychoanalytischen Neurosenlehre zu geben. Der Versuch ist gelungen, denn es hebt sich wohltuend ab von den wissenschaftlichen Werken zu diesem Thema, die den Laien aufgrund der vielen fachlichen Begriffe und Hintergründe vom Verstehen ausschließen. Wer einen verständlichen Einblick in das komplexe Thema erhalten will, liegt mit dieser Lektüre genau richtig.« Arthur Thömmes
Verslag vanm een depressie
De internationaal bekende hoogleraar psychiatrie vertelt over de periode van ca. 4 jaar waarin hij leed aan een depressie met waandenkbeelden.