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José María Arguedas

    18. Jänner 1911 – 2. Dezember 1969

    José María Arguedas war ein peruanischer Autor, dessen Romane und Kurzgeschichten ihn als eine der bedeutendsten literarischen Stimmen Perus etabliert haben. Sein Werk taucht tief in die peruanische Kultur und Gesellschaft ein und erforscht das komplexe Zusammenspiel zwischen traditionellem indigenem Leben und Moderne. Arguedas' einzigartige Fähigkeit, den Geist des peruanischen Volkes durch eine reiche Sprache und kraftvolle Erzählungen einzufangen, macht ihn zu einer unverzichtbaren Lektüre für jeden, der das Herz Perus verstehen möchte. Sein Schreiben schwingt mit Authentizität und Leidenschaft mit und bietet Einblicke in die peruanische Seele, die ebenso ergreifend wie erhellend sind.

    José María Arguedas
    Hlboké rieky
    José María Arguedas y su pensamiento sobre la literatura
    I fiumi profondi
    Der Fuchs von oben und der Fuchs von unten
    Die tiefen Flüsse
    Diamanten und Feuersteine
    • Chimbote an der peruanischen Pazifikküste. Rasend hat sich die Stadt in den 60er Jahren vom Dorf zum Zentrum der Fischmehlindustrie entwickelt: ein Moloch aus Hafenkneipen, Bordellen und Slums, in denen ausgebeutete indigene Arbeiter aus den Bergen hausen. Das Großstadtleben und die gefährdete Natur beschreibt Arguedas in Bildern des Zerfalls: Möwen und Hunde streiten um Abfälle eines leergefischten Meers, im flackernden Stimmengewirr spricht jeder für sich allein. Krisenerfahrung und Zerfall greifen auch auf den Roman selbst über, Tagebuchnotizen des Autors unterbrechen die Handlung. In ihnen versucht Arguedas festzuhalten, was er liebt und was zu verschwinden droht: die Natur der Anden, deren Schönheit er funkelnde Miniaturen widmet, und die indigene Kultur Perus, verdrängt durch die kapitalistische Moderne. Arguedas ringt mit dem Roman, beobachtet seine eigene psychische Zerrüttung, hegt Suizidgedanken. Schreiben wird zur Überlebensstrategie – bis der Abschiedsbrief des Autors dem Text ein Ende setzt. Arguedas’ letztes Buch ist das bewegende Dokument dieses existenziellen Scheiterns und zugleich der große peruanische Roman des 20. Jahrhunderts. Die beispiellose hybride Sprache des Originals hat Matthias Strobel auf kongeniale Weise ins Deutsche übertragen.

      Der Fuchs von oben und der Fuchs von unten2019
    • El Sexto

      • 188 Seiten
      • 7 Lesestunden

      Le jeune Gabriel est incarcéré au pénitencier El Sexto, à Lima, dans le cadre de la répression des mouvements étudiants. Il y découvre les hiérarchies de la prison, les différentes organisations politiques, la violence, le trafic de drogue et la prostitution. L’auteur, emprisonné en 1938 pour son engagement politique, s’inspire de son vécu dans ce classique de la littérature latino-américaine.

      El Sexto2011
    • Diamanten und Feuersteine

      • 128 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Mariano ist anders von Kindheit an, sein wunderliches Wesen macht ihn zum Außenseiter. Die Familie schickt ihn in die ferne Stadt, wo bereits seine Kleidung Spott erregt. Aber wenn Mariano seinem Instrument, der Arpa, sanfte und kraftvolle Töne entlockt, betrachten ihn die Frauen voll Bewunderung und Mitleid, die Männer tanzen dazu, ohne sich um den Spieler zu kümmern. Im Ort herrscht Don Aparicio, der weiße Rinderzüchter. Er holt den Musiker in seine Nähe, nennt den Indio gar Don Mariano. Aber in Don Aparicios Umkreis zu leben bedeutet Schutz und Gefährdung zugleich. Als eine junge Fremde in den Ort zieht, gerät die prekäre Ordnung ins Wanken. Das Verhängnis beginnt damit, daß Mariano einer dem Herrn lästig gewordenen Geliebten mit der Musik seiner Arpa beistehen will. Diese gewalttätige, zeremonielle, musikalische, verzauberte Welt aus Bergen, aus empfindsamen Pflanzen und Tieren, aus Wolfsmenschen mit steinernen Herzen ... Mario Vargas Llosa

      Diamanten und Feuersteine2002
      4,0
    • Il filo conduttore di questo libro soffuso di nostalgia e a tratti di passione, è un bambino straziato da una doppia origine che lo ha simultaneamente radicato in due mondi ostili. Figlio di bianchi, allevato dagli indios, ritornato al mondo dei bianchi, Ernesto, il narratore dei "Fiumi profondi", è un disadattato, un solitario: ma anche un testimone che gode di una situazione di privilegio per evocare la tragica opposizione di due mondi che si ignorano a vicenda, si respingono e che neppure nella sua persona riescono a coesistere senza dolore. (Mario Vargas Llosa)

      Einaudi Tascabili - 461: I fiumi profondi1997
    • Jahrelang ist Ernesto mit seinem Vater, einem mittellosen Anwalt, von einem Dorf zum nächsten gereist. Dem Kindesalter entwachsen, kommt er schließlich auf ein katholisches Internat in der Provinzhauptstadt Abancay, hoch oben in den Anden. Dort ist zum Beispiel Añuco, der Sohn des verarmten Großgrundbesitzers, der zusammen mit dem Kraftprotz Lleras die jüngeren Schüler malträtiert; Palacitos, ein scheuer, kaum des Spanischen mächtiger Indio; Gerardo, der Sohn des Militärkommandeurs; Ántero, der Ernesto mit der Magie eines Kreisels verzaubert, dessen sphärischer Klang den Schulhof erfüllt und zum letzten Mal unbeschwerte Kindheit vorgaukelt. Denn des Nachts wird derselbe Schulhof zu einem düsteren, unheimlichen Ort, wo sich die schwachsinnige Küchenmagd den älteren Schülern hingibt. Arguedas zeichnet sie als Vorbotin der Katastrophe, die über Abancay und das Internat hereinbricht – und in der allein Ernesto einen kühlen Kopf bewahrt.

      Die tiefen Flüsse1972
      3,9