Ein Roman über einen Ausgestoßenen »Und so irre ich durch die Welt. Krumm gehauen haben die mich, ins faule Holz getrieben. Ging ganz leicht. Jetzt bin ich ein verbogener rostiger Nagel. Ein bierstarker, weinseliger Schnapsschlucker. Mit Bannstrahl mal hierhin mal dahin geschickt. Ich kam jedoch nie komplett an. Das meiste ist wohl noch immer unterwegs zwischen Tag und Nacht, zwischen möndischen und irdischen Räumen. Ihr kennt das fette X nicht, nicht Tiefenhäßlichhausen …« In diesem fesselnden Roman erzählen Andreas B. Bengsch und Udo Scheer von den unerhörten Nächten und Tagen des Carl Graff, der ausbricht aus Rostland, möglichst weit weg, als Berber, Alkoholiker und als ein Auserwählter.
Udo Scheer Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)



Jürgen Fuchs
- 383 Seiten
- 14 Lesestunden
Jürgen Fuchs, 1950 in Reichenbach im Vogtland geboren, gestorben am 9. Mai 1999 in Berlin, war ein Schriftsteller und Bürgerrechtler, der polarisierte wie nur wenige. Sein Anspruch: „Sagen, was ist“ führte 1975 zur politischen Zwangsexmatrikulation von der Jenaer Universität. Nach der Biermann-Ausbürgerung 1976 kam er in die Stasi-U-Haft Berlin-Hohenschönhausen. Starke internationalen Protesten führten nach neun Monaten zu seiner Ausbürgerung. In der Bundesrepublik wurde er ein viel beachteter Schriftsteller. Gleichzeitig sah die SEDFührung wegen seiner wirkungsvollen Unterstützung der Bürgerrechtsbewegung in Osteuropa und der DDR in ihm einen „Staatsfeind Nr. 1“. Der Schriftsteller und Publizist Udo Scheer lässt mit diesem Porträt zugleich ein spannungsreiches Stück Zeitgeschichte lebendig werden.
Forschungen zur DDR-Gesellschaft: Vision und Wirklichkeit
Die Opposition in Jena in den siebziger und achtziger Jahren
- 244 Seiten
- 9 Lesestunden
In Jena war manches anders als anderswo in der DDR. In der thüringischen Universitätsstadt fand der oppositionelle Protest seinen Ausdruck verstärkt in Literatur und bildender Kunst. Schriftsteller, Maler, Fotografen und Journalisten knüpften ein subversives Netz, das bis nach Prag und Westberlin reichte. Doch die konspirativen Kontakte und vielfältigen Aktivitäten in literarischen Arbeitskreisen oder der Friedensbewegung riefen zugleich die Staatssicherheit auf den Plan, die mit besonderer Härte gegen die Widerständigen vorging. Udo Scheer rekonstruiert die wichtigsten Aktionen der siebziger und achtziger Jahre und schildert die 'operative Bearbeitung' durch die Staatssicherheit. Zugleich spürt er den heutigen Erinnerungen der Beteiligten nach, sowohl der Ausgebürgerten als auch der in der DDR Gebliebenen. Er tut dies bei aller wissenschaftlichen Akribie höchst anschaulich.