Amadís de Gaula (Amadís von Gallien) ist der Held eines Ritterromans, der – zusammen mit seinen vielen Erweiterungen und Fortsetzungen – in der Renaissance eine der beliebtesten Lektüren in Westeuropa bildete. Amadís ist der Sohn des Königs Perion von Gallien und der britischen Prinzessin Elisena; er wird als Säugling ausgesetzt und nach Schottland verschlagen. Dort verliebt er sich in Oriana, die Tochter des Königs Lisuarte von England.
Fritz Rudolf Fries beschreibt in seinem akademischen Kolportageroman die Verbindung von Belehrung und Unterhaltung. Die Geschichte folgt Dr. Alexander Retard, der trotz seiner Einschränkungen und der Akademie, die ihm Reisen untersagt, von seinem Freund Ole Knut Berlinguer inspiriert wird, ein Buch über ihr Leben und das rätselhafte Verschwinden Berlinguers zu schreiben.
Fritz Rudolf Fries' avantgardistischer Roman "Der Weg nach Oobliadooh", zuerst veröffentlicht 1966 in Westdeutschland, gilt als eines der bemerkenswertesten Bücher der deutschen Nachkriegsliteratur. Er handelt von jungen Leuten, die sich im Leipzig der fünfziger Jahre einem langweiligen Alltag zu entziehen suchen durch die Option auf ein Anderswo, für das als unbestimmte Sehnsuchtsformel Dizzy Gillespies "I met a beautiful Princess in the Land of Oo-bla-dee" einsteht. Mit überquellender Phantasie, die an südamerikanische Traditionen erinnert, erzählt Fries vom trinkfesten Zahnarzt Paasch, seinem dolmetschenden Freund Arleq und ihren spielerischen Unternehmungen, über die Stationen Jazz, Westberlin und Irrenhaus eigene Lebensläufe zu probieren. Fries' Debütroman, der in der DDR nicht erscheinen durfte, ist ein Sprachkunstwerk, das virtuos und subtil mit Anspielungen, Verweisen, wechselnden Ebenen, Zeiten und Erzählperspektiven spielt.
Fritz Rudolf Fries’ Essays zur Literatur sind Ausdruck seines großen literarischen Interesses, das sich weder auf Epochen noch auf Stile eingrenzen lässt. Insbesondere der spanischsprachigen Literatur widmete er dabei zeit seines Lebens seine Aufmerksamkeit. Die knapp fünfzig Texte zur Literatur, die dieser Band versammelt, reichen zeitlich von den späten 50er Jahren bis in Fries’ Todesjahr 2014, und zeigen einen Autor, der sich mit unterschiedlichsten Autoren und Werken befasste und dabei mit außergewöhnlichem literarischen Gespür nie die Freude daran verlor, literarische Neuentdeckungen zu machen. Neben Autoren wie Daniel Kehlmann, dessen Debüt Fries mit großer Zustimmung rezensierte, oder Thomas Pynchon beschäftigte sich der in Bilbao geborene Fries besonders auch mit der spanischsprachigen Literatur. Der vorliegende Band zeigt nun, dass sich diese Auseinandersetzung nicht auf bestimmte Stile oder Epochen beschränkte. Vielmehr reichen die Texte von spanischen Schelmenromanen des 16. Jahrhunderts über Miguel de Cervantes bis in die Moderne. Hier begegnen dem Leser bekannte Namen spanischer und lateinamerikanischer Autoren wie Federico García Lorca, Jorge Luis Borges, Carlos Fuentes, Pablo Neruda oder die Nobelpreisträger Octavio Paz und Mario Vargas Llosa.
Fünfzehn Reisegeschichten, aufgeschrieben im Laufe von zwanzig Jahren, geben Auskunft nicht nur über Länder, Zeiten, Menschen, über Literatur und Kunst, sie teilen dem Leser auch einiges mit über den Reisenden selbst: Manches gerät, nicht ohne Spur leiser Ironie, zum Selbstzeugnis. Fritz Rudolf Fries ist ein Schriftsteller, der sich in mehreren Kulturen auskennt und in dessen literarischem Werk Spanien, Lateinamerika, Frankreich und unsere Welt in reizvoller Wechselbeziehung miteinander korrespondieren. (Klappentext)
Alles sei eines Irrsinns Spiel, faßt der Erzähler in einem Ausruf das zu Ende gehende Jahrhundert zusammen, das er von einer Leipziger Bombennacht im Dezember 1944 bis zu einem Augusttag des Jahres 1999, einem Tag der Sonnenfinsternis, begleitet. Im Verein mit einer üppig besetzten Figurengalerie von Mitschülern, Lehrern, Soldaten, treuen und untreuen Frauen und Männern, Politikern, Kirchenmännern, Personen aus Literatur und Kunst, Verbrechern und Helden vollzieht sich, zwischen wechselnden Ideologien, die Erkundung unserer merkwürdigen Welt. Zwei Protagonisten haben es dem Erzähler besonders angetan. Eine Großmutter aus Spanien, die in ihrer Sprachlosigkeit über die opernreifen Kriege ihrer Jugend zur Ikone der Trauer wird. Und Alfredo, einer ihrer Söhne, ein Mann zwischen den Fronten: Legion Condor, Doppelagent, der nach dem Kriege mit Adolf Galland sich in abenteuerlicher U-Bootfahrt nach Argentinien absetzt, nach seiner Rückkehr nach Europa verhaftet wird, durch Vermittlung des Liebhabers seiner Schwester entkommt und – von allen verlassen – stirbt. Grandiose Doppelspiele, wechselnde Zeiten und Plätze begleiten das alte Spiel von der Suche nach der verlorenen Zeit in – darf man so dazu sagen? – einem amerikanischen Jahrhundert, das von sowjetischen Truppen flankiert wird.
Sein Debütroman "Der Weg nach Oobliadooh" erhielt in der DDR keine Druckgenehmigung und erschien 1966 im Suhrkamp Verlag (Neuauflage 2012 in der Anderen Bibliothek). Seitdem zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays, Hörspiele, Gedichte; zahlreiche Übersetzungen aus der spanischen und lateinamerikanischen Literatur, darunter "Rayuela" von Julio Cortázar. Der Autor lebt heute in Petershagen bei Berlin.
Kroniek van de gebeurtenissen in een kleine stad in Azië voor de Laatste Oorlog, gezien vanuit de toekomst waarin de stad is ingelijfd bij het grote Rijk van het Midden.
Příběh o životě svého dědečka F.X. Stannebeina, vyučeného sazeče a zástupce německé exportní firmy ve Španělsku, především pak zneuznalého vynálezce. Zatím co světem otřásají události první světové války, žije Stannebein jen a jen svým projektem řiditelné vzducholodi.