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Dieter Klebelsberg

    Verkehrspsychologie
    • Verkehrspsychologie

      • 316 Seiten
      • 12 Lesestunden

      Modelle und Modellvorstellungen sind grobe Darstellungen und Hypothesen über das Zusammenwirken wesentlicher Gegebenheiten eines Gegenstandsbereichs. Eine Betrachtung des Verkehrsverhaltens als Miniatursituation interpretiert das Verhalten im Straßenverkehr als repräsentativ für menschliches Verhalten insgesamt. Die Systemmodell-Interpretation betont, dass gezielte Beeinflussungen des Gesamtsystems, selbst wenn sie spezifische Teilsysteme betreffen, immer im Kontext ihrer Auswirkungen auf das Gesamtsystem Straßenverkehr betrachtet werden müssen, was einen erheblichen Forschungsaufwand erfordert. Regelkreismodelle basieren auf der Annahme von Regelungsvorgängen, die die Funktion des Gesamtsystems oder seiner Teilsysteme aufrechterhalten sollen. Verkehrspezifische Informationsbedingungen, wie optische, akustische, kinästhetische und haptische Informationen, spielen dabei eine wesentliche Rolle. Das Systemprinzip, als strukturiertes und organisiertes Ganzes, unterliegt vielen neueren Modellvorstellungen des Verkehrsverhaltens und bewirkt eine Verschiebung von einer eindimensionalen Betrachtung hin zu einer mehrdimensionalen, die Wechselwirkungen zwischen den Systemeinheiten einbezieht. Die Forschung im Bereich Straßenverkehr zeigt einen Wandel von der Unfallforschung hin zur Sicherheitsforschung. Während das Unfallereignis als Zustand des Gesamtsystems ausgeschlossen wird, schließt der Begriff der Unfallfreiheit verkehrsunsichere

      Verkehrspsychologie1982