»Der Begriff Moral ist verpönt, ein Wort wie Held ist tabu, gut und böse tauchen nur mit Anführungszeichen auf«, so Susan Neiman, Philosophin und Direktorin des Einstein Forums in Potsdam. Susan Neiman ist eine Moralphilosophin mit dem Anspruch, das Handwerkszeug ihrer Zunft so einzusetzen, dass es für den Alltag relevant wird. Mit Vernunft und Leidenschaft entdeckt sie den Idealismus der Aufklärung neu und möchte seinen Tugenden wieder Geltung verschaffen. Neiman erweckt ein moralisches Vokabular zu neuem Leben, um uns an den Dogmen der Rechten und dem hilflosen Pragmatismus der Linken vorbeizusteuern. Überzeugt davon, dass Politik ein moralisches Unternehmen ist, formuliert sie eine Einladung an ihre Leser, daran mitzuwirken, die Welt gerechter zu gestalten. Susan Neiman verteidigt auf der Grundlage ihrer eigenen historischen Analysen die abendländischen Werte überzeugend gegen ihre Kritiker und entwickelt ein philosophisches Fundament für heutiges politisches Denken und Handeln. Durch ihre aktuellen Analysen von moralischen Urteilen über Gut und Böse sowie durch Beispiele von zeitgenössischen Helden, die bereit waren, um eines Ideals willen die engen Gleise ihrer Karrieren zu verlassen, entsteht eine völlige neue Sicht auf die Grundwerte der Aufklärung.
Susan Neiman Bücher
Susan Neiman ist eine amerikanische Moralphilosophin und Essayistin, die sich hauptsächlich mit der Geschichte der Philosophie und Moral sowie der Philosophie von Politik und Religion beschäftigt. Ihre Arbeit untersucht tiefgreifende Fragen der menschlichen Existenz und Gesellschaft. Ihr Schreiben zeichnet sich durch intellektuelle Tiefe und Zugänglichkeit aus. Die Autorin bietet aufschlussreiche Perspektiven auf aktuelle Herausforderungen.







Unsere Kultur verklärt die Zeit der Jugend mehr, als Peter Pan zu träumen gewagt hätte. Und alles, was danach kommt, erscheint als unaufhaltsamer Niedergang. Doch schon Kant wusste, dass Unmündigkeit einfacher ist – für den Einzelnen, vor allem aber für staatliche Obrigkeiten, denen infantilisierte Konsumenten lieber sind als selbstdenkende Bürger. Susan Neiman wendet sich gegen diese resignative Sicht auf das Erwachsensein. Sie liest die Philosophen neu und plädiert mit Rousseau und Kant: Nehmen wir uns die Freiheit, etwas vom Leben zu verlangen! Denn Reife bedeutet nicht das Ende aller Träume, sondern ein subversives Ideal: das Leben in seiner Widersprüchlichkeit zu ergreifen und glücken zu lassen.
Susan Neiman ist Direktorin des Einstein Forums in Potsdam. Sie lehrte Philosophie in Yale und an der Universität von Tel Aviv und ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Susan Neiman ist Direktorin des Einstein Forums in Potsdam. Sie lehrte Philosophie in Yale und an der Universität von Tel Aviv und ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Susan Neiman ist Direktorin des Einstein Forums in Potsdam. Sie lehrte Philosophie in Yale und an der Universität von Tel Aviv und ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
Links ist nicht woke
- 176 Seiten
- 7 Lesestunden
Die streitlustige Kritik einer überzeugten Linken an Identitätspolitik. „Susan Neimans klares Denken und ihre pfeilgenaue Sprache sind Rettung und Genuss.“ (Eva Menasse) Seit sie denken kann, ist Susan Neiman erklärte Linke. Doch seit wann ist die Linke woke? In ihrer von Leidenschaft und Witz befeuerten Streitschrift untersucht sie, wie zeitgenössische Stimmen, die sich als links bezeichnen, ausgerechnet die Überzeugungen aufgegeben haben, die für den linken Standpunkt entscheidend sind: ein Bekenntnis zum Universalismus, der Glaube an die Möglichkeit des Fortschritts und die klare Unterscheidung zwischen Macht und Gerechtigkeit. Als Philosophin überprüft sie dabei die identitätspolitische Kritik an der Aufklärung als rassistisch, kolonialistisch, eurozentristisch und stellt fest: Die heutige Linke beraubt sich selbst der Konzepte, die für den Widerstand gegen den weltweiten Rechtsruck dringend gebraucht werden.
Von den Deutschen lernen
Wie Gesellschaften mit dem Bösen in ihrer Geschichte umgehen können
- 576 Seiten
- 21 Lesestunden
Historiker streiten
Gewalt und Holocaust – die Debatte | Neue Perspektiven der deutschen Erinnerungskultur
Der neue Historikerstreit über die Wurzeln des Holocaust und die Gewalt im 20. JahrhundertErneut steht die Frage im War der Holocaust ein singuläres Ereignis, und wie unterscheidet er sich von anderen Völkermorden? Heute geht es nicht mehr um den Vergleich mit den stalinschen Gräueln wie noch beim ersten Historikerstreit 1986/87. Das drängende Problem der Gegenwart Wie kann eine Gedenkkultur aussehen, die auch die lange verdrängten deutschen Kolonialverbrechen einbezieht?Mit Beiträgen von Emily Dische-Becker, Omer Bartov, Yehuda Bauer, Sebastian Conrad, Mischa Gabowitsch, Mario Keßler, Sami Khatib, Volkhard Knigge, Per Leo, Eva Menasse, A. Dirk Moses, Jan Philipp Reemtsma, Ingo Schulze, Fabian Wolff und Benjamin Zachariah.
Susan Neiman zeigt in ihrem intellektuellen Aufruf, dass es neue politische Ideen braucht, um Populismus und konservativen Nationalismus aufzuhalten. Wenn heute den Fakten, der Vernunft und dem politischen Mitdenken nicht der Raum gegeben wird, den es bracht, werden die Lügen der »postfaktischen« Populisten Konsequenzen haben. Susan Neiman ruft dazu auf, für Wahrheit und Moral öffentlich einzutreten, Alternativen zu denken und zu leben und den bedenklichen politischen Entwicklungen in den USA und Europa so die Stirn zu bieten.
Susan Neiman ist Direktorin des Einstein Forums in Potsdam. Sie lehrte Philosophie in Yale und an der Universität von Tel Aviv und ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
Links ist nicht woke
Der Spiegel-Bestseller | Aktualisiert und ergänzt | Platz 1 der Sachbuch-Bestenliste von DLF Kultur, ZDF & der ZEIT | Bundestagswahl 2025 - Überarbeitete Neuausgabe
- 208 Seiten
- 8 Lesestunden
Was bleibt? – Eine Streitschrift für mehr Aufklärung und Universalismus im Kampf gegen rechts. Wer links ist, muss woke sein, und wer woke ist, zählt zu den Linken – so der verbreitete Gedanke. Susan Neiman weist darauf hin, dass diese Annahme ein fataler Fehlschluss ist. Viele vermeintlich linke Stimmen haben sich von den philosophischen Ideen entfernt, die den linken Standpunkt seit zwei Jahrhunderten prägen: Universalismus, die Unterscheidung zwischen Recht und Macht und der Glaube an Fortschritt. In ihrer eindringlichen Streitschrift zeigt die renommierte Philosophin, wie traditionelle linke Empfindungen wie der Wunsch nach Gerechtigkeit durch theoretische Annahmen untergraben wurden. Sie appelliert an die heutige Linke, zu ihren Idealen zurückzukehren, um dem weltweiten Rechtsruck entgegenzuwirken. Eva Menasse lobt Neimans klare Sprache und ihr Denken, das die Verirrungen der Gegenwart korrigiert. Wolfram Eilenberger beschreibt das Werk als aufklärend über die Widersprüche der Linken und anregend für Emotionen und Geist. Jens-Christian Rabe hebt hervor, dass Neiman die Konfliktlinien der letzten Jahre exemplarisch systematisiert. Elisabeth von Thadden betont, dass Neiman mit ihrem Buch das kritische Denken schärfen will.
Slow Fire
- 306 Seiten
- 11 Lesestunden
"Every time I see you I think of Dachau, baby." This unexpected remark greeted Susan Neiman as she left Harvard in 1982 to spend a year in Berlin working on her philosophy dissertation. Over six years, she delved into the concept of Vergangenheitsverarbeitung, the German struggle to confront their past and the legacy of the Nazis, a term that began to haunt her as a Jewish woman. Conversations were laden with the weight of history; a lover grappled with his Nazi parents' legacy, while a country weekend became complicated over a bottle of '39 Sauternes from occupied France. A rabbi discussed the challenges of Jewish identity in a community where former Nazis might fabricate ancestry to alleviate their guilt. Yet, amidst these tensions, Neiman fell in love with the city's vibrant life—its Hinterhöfe filled with organ-grinders, Kneipen alive with poets and barmaids, and an atmosphere charged with urgency. With a blend of irony and poignancy, she offers an intimate portrait of Berliners a generation after the war. This memoir captures a time and place with the precision of Christopher Isherwood's work, creating an unforgettable tribute to a city that indelibly marks its century.



