»Der Begriff Moral ist verpönt, ein Wort wie Held ist tabu, gut und böse tauchen nur mit Anführungszeichen auf«, so Susan Neiman, Philosophin und Direktorin des Einstein Forums in Potsdam. Susan Neiman ist eine Moralphilosophin mit dem Anspruch, das Handwerkszeug ihrer Zunft so einzusetzen, dass es für den Alltag relevant wird. Mit Vernunft und Leidenschaft entdeckt sie den Idealismus der Aufklärung neu und möchte seinen Tugenden wieder Geltung verschaffen. Neiman erweckt ein moralisches Vokabular zu neuem Leben, um uns an den Dogmen der Rechten und dem hilflosen Pragmatismus der Linken vorbeizusteuern. Überzeugt davon, dass Politik ein moralisches Unternehmen ist, formuliert sie eine Einladung an ihre Leser, daran mitzuwirken, die Welt gerechter zu gestalten. Susan Neiman verteidigt auf der Grundlage ihrer eigenen historischen Analysen die abendländischen Werte überzeugend gegen ihre Kritiker und entwickelt ein philosophisches Fundament für heutiges politisches Denken und Handeln. Durch ihre aktuellen Analysen von moralischen Urteilen über Gut und Böse sowie durch Beispiele von zeitgenössischen Helden, die bereit waren, um eines Ideals willen die engen Gleise ihrer Karrieren zu verlassen, entsteht eine völlige neue Sicht auf die Grundwerte der Aufklärung.
Susan Neiman Bücher
Susan Neiman ist eine amerikanische Moralphilosophin und Essayistin, die sich hauptsächlich mit der Geschichte der Philosophie und Moral sowie der Philosophie von Politik und Religion beschäftigt. Ihre Arbeit untersucht tiefgreifende Fragen der menschlichen Existenz und Gesellschaft. Ihr Schreiben zeichnet sich durch intellektuelle Tiefe und Zugänglichkeit aus. Die Autorin bietet aufschlussreiche Perspektiven auf aktuelle Herausforderungen.







Von den Deutschen lernen
Wie Gesellschaften mit dem Bösen in ihrer Geschichte umgehen können
- 576 Seiten
- 21 Lesestunden
Eine ehrgeizige und fesselnde Untersuchung der moralischen Vermächtnisse, die hartnäckig bestehen bleiben. Während die westliche Welt mit ihren Erbschaften von Rassismus und Kolonialismus kämpft, stellt sich die Frage, was wir aus der Vergangenheit lernen können, um voranzukommen. Susan Neimans Werk bietet eine dringend benötigte Perspektive darauf, wie ein Land mit seinen historischen Unrechtmäßigkeiten umgehen kann. Neiman, die als weiße Frau im amerikanischen Süden während der Bürgerrechtsbewegung aufwuchs, ist eine Jüdin, die einen Großteil ihres Erwachsenenlebens in Berlin verbracht hat. In klarer und packender Prosa nutzt sie diese einzigartige Perspektive, um philosophische Reflexionen, persönliche Geschichte und Gespräche mit Amerikanern und Deutschen zu verbinden, die sich mit den Übeln ihrer eigenen nationalen Geschichten auseinandersetzen. Durch die Fokussierung auf die Besonderheiten dieser Geschichten liefert sie Beispiele für andere Nationen, die mit wiederauflebendem Nationalismus, laufenden Debatten über Entschädigungen oder Kontroversen über historische Denkmäler und die umstrittenen Erinnerungen, die sie hervorrufen, konfrontiert sind. Es ist eine notwendige Lektüre für alle, die sich mit ihrer eigenen problematischen Vergangenheit auseinandersetzen.
Susan Neiman ist Direktorin des Einstein Forums in Potsdam. Sie lehrte Philosophie in Yale und an der Universität von Tel Aviv und ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Susan Neiman ist Direktorin des Einstein Forums in Potsdam. Sie lehrte Philosophie in Yale und an der Universität von Tel Aviv und ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Susan Neiman ist Direktorin des Einstein Forums in Potsdam. Sie lehrte Philosophie in Yale und an der Universität von Tel Aviv und ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
Links ist nicht woke
- 176 Seiten
- 7 Lesestunden
Die streitlustige Kritik einer überzeugten Linken an Identitätspolitik. „Susan Neimans klares Denken und ihre pfeilgenaue Sprache sind Rettung und Genuss.“ (Eva Menasse) Seit sie denken kann, ist Susan Neiman erklärte Linke. Doch seit wann ist die Linke woke? In ihrer von Leidenschaft und Witz befeuerten Streitschrift untersucht sie, wie zeitgenössische Stimmen, die sich als links bezeichnen, ausgerechnet die Überzeugungen aufgegeben haben, die für den linken Standpunkt entscheidend sind: ein Bekenntnis zum Universalismus, der Glaube an die Möglichkeit des Fortschritts und die klare Unterscheidung zwischen Macht und Gerechtigkeit. Als Philosophin überprüft sie dabei die identitätspolitische Kritik an der Aufklärung als rassistisch, kolonialistisch, eurozentristisch und stellt fest: Die heutige Linke beraubt sich selbst der Konzepte, die für den Widerstand gegen den weltweiten Rechtsruck dringend gebraucht werden.
Unsere Kultur verklärt die Zeit der Jugend mehr, als Peter Pan zu träumen gewagt hätte. Und alles, was danach kommt, erscheint als unaufhaltsamer Niedergang. Doch schon Kant wusste, dass Unmündigkeit einfacher ist – für den Einzelnen, vor allem aber für staatliche Obrigkeiten, denen infantilisierte Konsumenten lieber sind als selbstdenkende Bürger. Susan Neiman wendet sich gegen diese resignative Sicht auf das Erwachsensein. Sie liest die Philosophen neu und plädiert mit Rousseau und Kant: Nehmen wir uns die Freiheit, etwas vom Leben zu verlangen! Denn Reife bedeutet nicht das Ende aller Träume, sondern ein subversives Ideal: das Leben in seiner Widersprüchlichkeit zu ergreifen und glücken zu lassen.
Historiker streiten
Gewalt und Holocaust – die Debatte | Neue Perspektiven der deutschen Erinnerungskultur
Der neue Historikerstreit über die Wurzeln des Holocaust und die Gewalt im 20. JahrhundertErneut steht die Frage im War der Holocaust ein singuläres Ereignis, und wie unterscheidet er sich von anderen Völkermorden? Heute geht es nicht mehr um den Vergleich mit den stalinschen Gräueln wie noch beim ersten Historikerstreit 1986/87. Das drängende Problem der Gegenwart Wie kann eine Gedenkkultur aussehen, die auch die lange verdrängten deutschen Kolonialverbrechen einbezieht?Mit Beiträgen von Emily Dische-Becker, Omer Bartov, Yehuda Bauer, Sebastian Conrad, Mischa Gabowitsch, Mario Keßler, Sami Khatib, Volkhard Knigge, Per Leo, Eva Menasse, A. Dirk Moses, Jan Philipp Reemtsma, Ingo Schulze, Fabian Wolff und Benjamin Zachariah.
Susan Neiman zeigt in ihrem intellektuellen Aufruf, dass es neue politische Ideen braucht, um Populismus und konservativen Nationalismus aufzuhalten. Wenn heute den Fakten, der Vernunft und dem politischen Mitdenken nicht der Raum gegeben wird, den es bracht, werden die Lügen der »postfaktischen« Populisten Konsequenzen haben. Susan Neiman ruft dazu auf, für Wahrheit und Moral öffentlich einzutreten, Alternativen zu denken und zu leben und den bedenklichen politischen Entwicklungen in den USA und Europa so die Stirn zu bieten.
Susan Neiman ist Direktorin des Einstein Forums in Potsdam. Sie lehrte Philosophie in Yale und an der Universität von Tel Aviv und ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.
Links ist nicht woke
Der Spiegel-Bestseller | Aktualisiert und ergänzt | Platz 1 der Sachbuch-Bestenliste von DLF Kultur, ZDF & der ZEIT | Bundestagswahl 2025 - Überarbeitete Neuausgabe
- 208 Seiten
- 8 Lesestunden
Was bleibt? – Eine Streitschrift für mehr Aufklärung und Universalismus im Kampf gegen rechts. Wer links ist, muss woke sein, und wer woke ist, zählt zu den Linken – so der verbreitete Gedanke. Susan Neiman weist darauf hin, dass diese Annahme ein fataler Fehlschluss ist. Viele vermeintlich linke Stimmen haben sich von den philosophischen Ideen entfernt, die den linken Standpunkt seit zwei Jahrhunderten prägen: Universalismus, die Unterscheidung zwischen Recht und Macht und der Glaube an Fortschritt. In ihrer eindringlichen Streitschrift zeigt die renommierte Philosophin, wie traditionelle linke Empfindungen wie der Wunsch nach Gerechtigkeit durch theoretische Annahmen untergraben wurden. Sie appelliert an die heutige Linke, zu ihren Idealen zurückzukehren, um dem weltweiten Rechtsruck entgegenzuwirken. Eva Menasse lobt Neimans klare Sprache und ihr Denken, das die Verirrungen der Gegenwart korrigiert. Wolfram Eilenberger beschreibt das Werk als aufklärend über die Widersprüche der Linken und anregend für Emotionen und Geist. Jens-Christian Rabe hebt hervor, dass Neiman die Konfliktlinien der letzten Jahre exemplarisch systematisiert. Elisabeth von Thadden betont, dass Neiman mit ihrem Buch das kritische Denken schärfen will.
Berlin--"East" and "West," day and of course night--throughout the 80s before the Wall came down. In the eyes of an American philosophy student. And Jewish, which makes for moments at once awkward, poignant, resonant, unspoken, crass, funny, and always lurking. Most of all, Susan Neiman can write, as borne out again by her books to follow this debut. Here, we live the Reagan years with her--when a city was divided, America the occupier, and the cigarettes not named "Salem" because it sounds too Jewish. Peter Becker folded an easel in the corner to make a table. He brought cold cuts and bread and asked me what I thought of his paintings. Later I would learn that people here always ask you what you think of their paintings, and that it's wrong just to say you find them interesting, but perfectly alright to say you find them awful. . . . You come from a Jewish family, don't you?" asked Becker. "Yes," I said. "It doesn't matter," said the other painter. Doesn't matter? To whom?
The Unity of Reason is the first major study of Kant's account of reason. It argues that Kant's wide-ranging interests and goals can only be understood by redirecting attention from epistemological questions of his work to those concerning the nature of reason. Rather than accepting a notion of reason given by his predecessors, a fundamental aim of Kant's philosophy is to reconceive the nature of reason. This enables us to understand Kant's insistence on the unity of theoretical and practical reason as well as his claim that his metaphysics was driven by practical and political ends. Neiman begins by discussing the historical roots of Kant's conception of reason, and by showing Kant's solution to problems which earlier conceptions left unresolved. Kant's notion of reason itself is examined through a discussion of all the activities Kant attributes to reason. In separate chapters discussing the role of reason in science, morality, religion, and philosophy, Neiman explores Kant'sdistinctions between reason and knowledge, and his difficult account of the regulative principles of reason. Through examination of these principles in Kant's major and minor writings, The Unity of Reason provides a fundamentally new perspective on Kant's entire work.
'Links ≠ woke' is een vlammend en urgent boek. De Amerikaanse filosoof Susan Neiman, die als tiener sterk beïnvloed werd door de Burgerrechtenbeweging van Martin Luther King, behoort tot de meest geëngageerde denkers ter wereld. In dit boek roept zij mensen met progressieve idealen op om elkaar niet te bestrijden, maar samen op te komen voor gemeenschappelijke universele waarden, ongeacht verschillen in afkomst, gender en etniciteit. Zonder deze waarden zal de huidige woke-generatie haar eigen doelen ondermijnen en onbedoeld naar rechts afglijden. Op de lange termijn lopen we dan het risisco te worden wat we verachten. Neiman wijst op de invloed van twee titanen van het twintigste-eeuwse denken, Michel Foucault en Carl Schmitt, die het sociale leven voorstelden als een eeuwige strijd van 'wij' tegen 'zij'. Wie zich laat leiden door dit polariserende gedachtegoed, is bezig met een stammenstrijd waar niemand beter van wordt. Het is hoog tijd dat we weer gaan nadenken.





