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Alissa Walser

    24. Jänner 1961

    Alissa Walsers Prosa dreht sich immer wieder um den Umgang von Menschen miteinander, um Beziehungen zwischen Männern und Frauen, stets auch um die Beziehung zum eigenen Körper, zur Sexualität. In viele ihrer Geschichten fügte die Autorin Zeichnungen ein, die den Text zu unterbrechen scheinen, jedoch die Geschichte auf einer anderen Ebene weiterführen. Diese kleinen linearen Zeichnungen können wie Vexierbilder auf unterschiedliche Weise gelesen werden. Das Zusammenspiel von Bild und Text war ein wesentlicher Aspekt ihrer Arbeit vor 2010.

    Immer ich
    Dies ist nicht meine ganze Geschichte
    Die kleinere Hälfte der Welt
    Nur ein Traum
    Der Polarexpress
    Spätdienst
    • Spätdienst

      Bekenntnis und Stimmung

      • 208 Seiten
      • 8 Lesestunden

      «Der berühmteste lebende deutsche Schriftsteller» (Zeit) zieht eine literarische Bilanz seines Lebens.«Das Alter ist ein Zwergenstaat, regiert von jungen Riesen.» Wer sagt das? Ein lyrisches Ich zwischen Glücksmomenten und Schwärze, Leere, Sturz. Beim Durchkämmen des Hundefells, beim Aufschneiden eines Apfels oder immer dann, wenn die Berge im Blau stehen, der Wind in den Bäumen rauscht, die Blätterschönheit den Atem raubt, kommt sie auf, die Frage, ob das das Glück sei, denn lange währt es nie. Schon fährt etwas dazwischen, Wörter, die wehtun, ausgesprochen von anderen, gegen die nur eines hilft: «Sich in Verse hüllen, als wären es Schutzgewänder, schön, weltabweisend, die Einbildung heißt Aufenthalt.» In Martin Walsers neuem Buch finden sich Lebensstenogramme, mal sind sie lyrisch, mal essayistisch, immer aber berührend, tief empfunden, wahr.

      Spätdienst
      4,6
    • Der Polarexpress

      • 32 Seiten
      • 2 Lesestunden

      Heiligabend, alles schläft. Vom Quietschen der Zugbremsen geweckt, besteigt der kleine Junge den geheimnisvollen Polarexpress Richtung Nordpol. Dort wohnt, wie jeder weiß, der Weihnachtsmann. Und der verspricht ihm die Erfüllung seines sehnlichsten Wunsches. Obwohl der Junge sich jedes erdenkliche Geschenk wünschen könnte, bittet er um ein Glöckchen vom Geschirr der Rentiere. Doch dann geht es auf dem Heimweg verloren. Eine anrührende und poetische Geschichte über die Kraft des Glaubens.

      Der Polarexpress
      4,3
    • Nur ein Traum

      ein Bilderbuch

      • 48 Seiten
      • 2 Lesestunden

      Es möchte doch herrlich sein, in der Zukunft zu leben. Alles würde auf Knopfdruck funktionieren, dienstbare Roboter erledigten lästige Arbeiten . . . Walter stellt sich das alles wunderschön vor. Als er aber in einem Traum in der Zukunft erwacht, sieht alles erschreckend anders aus. Walter begreift, dass auch er etwas tun muss, damit sein Traum nicht Wirklichkeit wird. Ein Buch über Recycling und Umweltverschmutzung.

      Nur ein Traum
      4,1
    • Die kleinere Hälfte der Welt

      • 108 Seiten
      • 4 Lesestunden

      Eine Vierzehnjährige teilt den Liebhaber mit ihrer Mutter; zwei Freundinnen lieben es, beim Trampen mit den Fahrern zu flirten, bis eine eines Tages zu weit geht. Die Weltbilder der Figuren Alissa Walsers, Trägerin des Ingeborg-Bachmann-Preises, befinden sich immer im Zwischenraum von Exzess und Nüchternheit.

      Die kleinere Hälfte der Welt
      2,9
    • Alissa Walser, 1961 in Friedrichshafen geboren, lebt als Malerin, Schriftstellerin und Übersetzerin bei Frankfurt am Main. Letzte Veröffentlichungen: „Am Anfang war die Nacht Musik“, 2010, „Von den Tieren im Notieren“, 2015, und „Eindeutiger Versuch einer Verführung“, 2017.

      Dies ist nicht meine ganze Geschichte
      3,2
    • Immer ich

      • 157 Seiten
      • 6 Lesestunden

      Ob vier Menschen in Brooklyn versuchen, Weihnachten mit einem verstimmten Klavier zu feiern, oder eine Frau den begehrten Mann ins Pornokino schickt – Alissa Walser ist eine Meisterin der Kurzform, der Tiefenvirtuosität, die mit Raffinesse unsere normalerweise verschwiegenen »menschlichen Zwischenräume« ausleuchtet. Sie entwirft mit schlafwandlerisch sicheren Strichen emotionale Gefüge zwischen Frauen und Männern, Freunden und Freundinnen, Eltern und Kindern. Manchmal steckt schon in einem einzigen Satz ein scheinbar vertrauter Roman. Aus Leben entstehen Bilder, und umgekehrt werden die Bilder lebendig. Die Sicht der Autorin, ihre kluge Wahrnehmung, kristallisiert die Verhältnisse in klarer poetischer Sprache.

      Immer ich
      2,6
    • Wien, 1777. Franz Anton Mesmer, der wohl berühmteste Arzt seiner Zeit, soll das Wunderkind Maria Theresia Paradis heilen, eine blinde Pianistin und Sängerin. In ihrer hochmusikalischen Sprache nimmt Alissa Walser uns mit auf eine einzigartige literarische Reise. Ein Roman von bestrickender Schönheit über Krankheit und Gesundheit, über Musik und Wissenschaft, über die fünf Sinne, über Männer und Frauen oder ganz einfach über das Menschsein.

      Am Anfang war die Nacht Musik
      3,0
    • Diese Texte über Kunst und Welt verraten Alissa Walsers genauen, vorsichtig zuerst den eigenen Horizont öffnenden Blick. Unaufdringlich, manchmal selbstironisch, vor allem aber aufrichtig, erzählt sie von den Bedingungen ihres Schreibens. Doch dieser Band ist mehr als Selbstreflektion. Die Autorin äußert sich auch zu den Werken anderer; sie beobachtet die Natur, die Gesellschaft, die Menschen, die sie umgeben; sie verweist auf entlegene Zusammenhänge, sucht und findet in jedem der vierundzwanzig hier veröffentlichten Texte aufs Neue das Außerordentliche im abgemessenen Lauf der Dinge.

      Von den Tieren im Notieren
    • Menschen und Masken

      Literarische Begegnungen mit dem Maler Felix Nussbaum

      • 200 Seiten
      • 7 Lesestunden

      »Lesenswerte Anthologie. (...) Ein schön gestalteter und vielstimmiger Band.« Elke Schröder in: Neue Osnabrücker Zeitung, 12. März 2016

      Menschen und Masken
    • Zurück zur Literatur!

      Streitbare Essays

      • 384 Seiten
      • 14 Lesestunden

      Mit Beiträgen von zahlreichen Autoren wird die essentielle Rolle der Literatur für das öffentliche und private Leben hervorgehoben. Sie ist entscheidend für die (Charakter-)Bildung, das Verständnis von Kultur und die menschliche Identität. Die alarmierende Marginalisierung der Literatur in Schulen, Hochschulen und der populären Kultur führt zu einem drohenden Verlust von Wissen, freiheitlichem Denken und gesellschaftlicher Orientierung. Anstatt elitäre Bildungstraditionen zu bewahren, wird auf die Gefahren hingewiesen, die mit der Reduktion auf „das Wesentliche“ und der Vermeidung von Überforderung einhergehen. Die Flut kontextloser Bilder trägt zur Verarmung des Denkens und zur politischen Sterilisierung bei. Besonders besorgniserregend ist der Verlust von Text- und Lesekompetenz sowie der Fähigkeit, in komplexen und ambivalenten Zusammenhängen zu denken und zu empfinden. Auch das, was man als „Möglichkeitssinn“ bezeichnet, ist durch den Verzicht auf Literatur bedroht, was eine wichtige Waffe im Kampf gegen Fundamentalismen gefährdet. Der Band diskutiert sowohl die Ursachen und Folgen dieser Entwicklung als auch mögliche Vorschläge zum Widerstand.

      Zurück zur Literatur!