Als die Freibeuterschriften Pasolinis zum ersten Mal erschienen, waren sie – mit über 70.000 Exemplaren im ersten Jahr – nicht nur sehr erfolgreich, sondern bewirkten auch eine Wende in der Diskussion über den >Fortschritt<. Galt es bis dahin als ausgemacht, daß Demokratie und Massenkultur einander bedingten, so machte Pasolini auf die Kehrseite aufmerksam: auf die Radikalität eines Konsumismus, der sich als aufklärerisch tarnt, aber das Eigenartige nivelliert und das Einzelne zerstört. »Pasolinis Aufsätze können auch heute noch anregen, verschrecken, polarisieren – ihre andauernde Zauberkraft wird bleiben.« Henning Klüver, Süddeutsche Zeitung
Peter Kammerer Bücher
1. Jänner 1938






Rom
- 238 Seiten
- 9 Lesestunden
Das Jahr 1990 freilegen
- 592 Seiten
- 21 Lesestunden
Der Vergleich der Jahre 1989 und 1990 zeigt, dass sie in der kollektiven Erinnerung sehr unterschiedlich präsent sind. Während sich die meisten schnell an 1989 erinnern können und die dramatischen Ereignisse dieses Herbstes leicht nachzuvollziehen sind, wirkt 1990 wie ein blinder Fleck. Die Erinnerungen an dieses Jahr sind schwer zu fassen, da sie von den sich überschlagenden Ereignissen, unerfüllten Wünschen und unacknowledged Kränkungen geprägt sind. Das Jahr 1990 freilegen beschäftigt sich mit den verschiedenen Facetten dieses Jahres und ihrer heutigen Relevanz. Es kombiniert Bilddokumente und Stimmen aus 1990 mit essayistischen Reflexionen und Geschichten, die aus der Perspektive der Gegenwart auf dieses Jahr zurückblicken.