'Gott ist tot!' Dieser Satz aus Nietzsches Meisterwerk 'Die fröhliche Wissenschaft' hallt bis heute in den Köpfen wider. Das Werk stammt aus seiner mittleren Schaffensphase, als es ihm darum ging, in der 'Sprache des Tauwinds' traditionelle Wertformen zu überwinden und an die Stelle metaphysisch orientierter Moral und Philosophie die Selbstbestimmung des heiteren 'freien Geistes' zu setzen, der ein direkter Vorläufer des späteren Zarathustra ist. Für Nietzsche liegt 'Übermut, Unruhe, Widerspruch' in diesem Werk, gleichzeitig ist es 'ein ja sagendes Buch, tief, aber hell und gütig'.
Thomas Common Bücher
Thomas Common war ein Übersetzer und Kritiker, der sich der Einführung von Friedrich Nietzsches Werk in die englischsprachige Welt widmete. Seine Bemühungen zeichneten sich durch eine enthusiastische und tief anerkennende Auseinandersetzung mit Nietzsches Philosophie aus. Er bemühte sich, das öffentliche Interesse durch seine Übersetzungen und seine eigenen Analysen zu erweitern, einschließlich eines äußerst günstigen Buches, das von George Bernard Shaw empfohlen wurde. Durch seine engagierte Zeitschrift strebte Common danach, ein breiteres Verständnis und eine größere Wertschätzung von Nietzsches komplexen Ideen bei einem größeren Publikum zu fördern.


Also sprach Zarathustra ist eines der lebendigsten und umstrittensten Werke der modernen Philosophie. Mit seiner Unruhe und gottlosen Leidenschaft wirkt es über alle Dogmen und Religionen hinweg gerade im 21. Jahrhundert aktueller denn je. Vor allem aber kann man von Nietzsche lernen, dass das Philosophieren keine rein akademische Angelegenheit ist, sondern ein großes Abenteuer, hinter dem sich unsere Sehnsucht nach einem intensiveren, lustvolleren Leben verbirgt.