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Ernst von Salomon

    25. September 1902 – 9. August 1972

    Dieser deutsche Autor befasste sich mit Themen rund um Krieg und Nachkriegszeit und untersuchte die politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen seiner Zeit. Seine Prosa spiegelt oft persönliche Erfahrungen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wider und beleuchtet die Motivationen und Folgen extremer Ideologien und Gewalt. Er setzte Ironie und einen provokativen Stil ein, um sensible Themen anzusprechen und die Leser zum Nachdenken anzuregen. Sein Werk bietet eine einzigartige Perspektive auf die turbulente deutsche Geschichte aus der Sicht eines Außenseiters, der sich durch diese turbulenten Strömungen bewegt.

    Der tote Preuße
    Die Kadetten
    Der Fragebogen
    Das Buch vom deutschen Freikorpskämpfer
    Freikorps
    Die Geächteten. Roman
    • "Die Geächteten" erzählt die Epopöe der deutschen Freikorps in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg: die historische und existenzielle Erfahrung der Söldner, die ihre Brutalität im Bürgerkrieg einsetzten, der die Gründung der Weimarer Republik prägte. Sie waren zunächst Protagonisten der grausamen Repression, in der Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ermordet wurden, und schließlich Teil der langen terroristischen Ereignisse, die mit der Ermordung des Ministers Rathenau gipfelten, an der der Autor aktiv beteiligt war. Ein Dokument, um die europäische Geschichte zu verstehen, die den Nationalsozialismus vorbereitete, und gleichzeitig ein erschreckend aktueller Roman über die Ästhetik der Gewalt, die der Grundlage jeder Revolution zugrunde liegt.

      Die Geächteten. Roman
      4,9
    • Ernst von Salomon verarbeitet in seinem 1930 erschienenen autobiografischen Roman seine Jugenderlebnisse, beginnend mit seiner Mitgliedschaft in einem Freikorps 1918. Zunächst kämpfte er auf Seiten der regierungstreuen Truppen in Berlin und Weimar. Als polnische und interalliierte Bestrebungen Teile von Schlesien annektierten, wurden das Baltikum und Oberschlesien sein Einsatzgebiet. In den Feuertaufen des Weltkrieges und der nachfolgenden Landesverteidigung gegen Polen und Franzosen sowie den inneren Unruhen im Reichsgebiet entstand der Typus eines neuen Kriegers: des Freikorpskämpfers, des Überzeugungstäters. Für seine Verwicklungen in von der Organisation Consul begangene Fememorde, darunter die Ermordung von Außenminister Walther Rathenau, wurde er zu einer mehrjährigen Zuchthausstrafe verurteilt. Der Roman offenbart schonungslos die Denkweisen außergewöhnlicher Männer in außergewöhnlichen Zeiten auf literarischem Niveau. Besonders interessant ist die Person des Autors, der sich von dem auf die Revolutionsjahre folgenden Nationalsozialismus distanzierte. Der Roman gilt als der beste zur Verständnis der Wirren der Nachkriegsjahre des Ersten Weltkrieges und der Motivation der Protagonisten der äußersten Rechten.

      Freikorps
      4,5
    • Dieses Buch der Freikorpskämpfer ist das Denkmal eines großen Kampfes für Deutschlands Unabhängigkeit und Freiheit, den es nach dem Ersten Weltkrieg zu bestehen galt. Die Erlebnisschilderungen der Dabeigewesenen werden bereichert durch zahlreiche Abbildungen (Originalplakate, Kartenskizzen usw.) und Fotos der wichtigsten Freikorpsführer und der Freikorpsabzeichen. Ein Werk von hohem dokumentarischem Wert.

      Das Buch vom deutschen Freikorpskämpfer
      4,7
    • Ernst von Salomon un "Fragebogen", otobiyografik malzemenin 20. yüzyılın tarihini ve coğrafyasını belirlemede en fazla ağırlığı taşıyan iki dünya savaşını arasındaki dönemde yaşananlarla harmanlayarak kullanıldığı bir seçki. Döneme doğrudan tanıklık etmiş olan yazarın, anti-nazi politikaları doğrultusunda müttefikler tarafından hazırlanan 131 soruluk bir belgeye yanıt olarak kendi yaşamının ayrıntıları üzerine, Almanya'nın 20. yüzyılın ilk yarısına ait siyasi tarihinden seçtiği önemli olayları yine ayrıntılarıyla yerleştirerek kitabın adındaki ironiye yakışır açıklamalarla yaşattığı bir roman.

      Der Fragebogen
      4,3
    • In seinem Anfang 1933 erschienenen Buch «Die Kadetten» unternimmt Ernst von Salomon den ersten ernsthaften Versuch, in lebendiger Erzählform die Geschichte des Königlich-Preußischen Kadetten-Korps während seiner dramatischen Periode, von den Jahren 1913 bis zum Tage der Auflösung der Korps im Jahre 1920, darzustellen. Hier wird ein heute umstrittenes Erziehungssystem sichtbar gemacht. Zugleich erfahren wir vom Schicksal einer ganzen Generation, und im Spiegel der jugendlichen unter Zucht gesetzten Seelen die mannigfachen Erschütterungen der Zeit, welcher schließlich die Institution der Kadetten-Korps wie die der Königlich-Preußischen Armee in historischer Logik unterlag.

      Die Kadetten
      4,2
    • Der tote Preuße

      • 369 Seiten
      • 13 Lesestunden

      Der tote Preuße ist ein unvollendeter Roman des deutschen Schriftstellers Ernst von Salomon. Er trägt den Untertitel Roman einer Staatsidee. Der Roman sollte in drei Bänden erscheinen und das Konzept Preußens durch eine epische Erzählung erklären. Salomon beschrieb das Projekt als sein "Hauptwerk"; jedoch schrieb er nur den ersten Band, der nicht über das Mittelalter hinausgeht, und wurde in seiner uneditieren Manuskriptform veröffentlicht.

      Der tote Preuße
      2,0
    • Wilhelmine Encke, Trompeterstochter aus Berlin, war die vielbewunderte und vielgeschmähte Maitresse Friedrich Wilhelms II. Ihr Schicksal steht für die Epoche, die man die galante Zeit des sonst so asketischen Preußens nennen darf und die erst mit dem Fall ihrer heimlichen Heldin ein Ende nahm. Ernst von Salomon widerlegt hier als Kenner gerade der preußischen Geschichte die landläufige Meinung, daß sich Preußens «belle époque» in suspekter Maitressenwirtschaft erschöpft und man in ihrer Protagonistin nichts anderes zu sehen habe als eine märkische Madame de Pompadour. Wilhelmine Encke war nicht nur ein Genie der Liebe, sie war auch ein Genie des Herzens, das mit unwandelbarer Ergebenheit dem einmal erwählten Geliebten, Friedrich Wilhelm II., anhing, obwohl der «dicke Wilhelm» es seinerseits mit der Treue nicht so genau nahm. Aber trotz seiner zahlreichen Ehefrauen und der sich häufenden außerehelichen Vergnügungen hielt er bis zu seinem Tode zu der Trompeterstochter aus der Kutscherkneipe, der späteren Gräfin Lichtenau, immer aufs neue gefesselt von ihrer natürlichen Anmut und Frische, die sie über alle Rivalinnen triumphieren ließ.

      Die Schöne Wilhelmine