Nur Deutschland kann die Eurozone retten, weil nur über Lohnerhöhungen hier die Lücke in der Wettbewerbsfähigkeit geschlossen werden kann, ohne Europa noch tiefer in Depression und Deflation zu treiben. Begreift Deutschland nicht, dass es sich selbst ändern muss, ist das Schicksal des gemeinsamen Geldes besiegelt. Deutschland kommt seit einigen Jahren in Europa eine enorme Macht zu. Eine Macht, die vor allem durch Lohnsenkungen im eigenen Land erkauft wurde und die letztlich zu der großen Krise des Euro führte, die auch heute nicht überwunden ist. Sparpolitik und Lohnkürzungen, die den Schuldnerländern vom Gläubigerland Deutschland aufgezwungen wurden, haben in ganz Südeuropa und insbesondere in Griechenland eine große Rezession ausgelöst und die Idee eines gemeinsamen »europäischen Projekts« ausgelöscht. Angesichts des deutschen Widerstandes gegen jede Änderung des Kurses sowie der nationalistischen Gefahren, die diese Haltung in vielen europäischen Ländern provoziert, dürfen die Warnungen von Flassbeck und Lapavitsas nicht ignoriert werden.
Gerhard Illing Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)





Makroökonomie
- 912 Seiten
- 32 Lesestunden
Der internationale Klassiker zur Makroökonomie in der 6. Auflage! Zahlreiche aktuelle makroökonomische Fragestellungen sowie viele Beispiele und Fallstudien helfen, einerseits praktische Anwendungen der theoretischen Konzepte zu erkennen, und andererseits die Konzepte besser zu verstehen. Gerhard Illing erweitert die vorliegende deutsche Ausgabe um europäische und deutsche Perspektiven. Er liefert damit eine der umfassendsten makroökonomischen Analysen der aktuellen Finanzkrise.
Einführung in die Spieltheorie - 5. Auflage
- 424 Seiten
- 15 Lesestunden
Die vorliegende Einführung gibt einen umfassenden Überblick über den neuesten Stand der Spieltheorie. Die Darstellung legt den Schwerpunkt auf die Vermittlung der grundlegenden Ideen und der intuitiven Konzepte. Das Buch setzt nur solche mathematischen Grundkenntnisse voraus, wie sie von Studenten im Hauptstudium wirtschaftswissenschaftlicher Ausbildung erwartet werden. Anhand von zahlreichen Beispielen wird illustriert, wie sich spieltheoretische Konzepte auf ökonomische Fragestellungen anwenden lassen, und es wird gezeigt, wie spieltheoretische Konzepte neue Einsichten für das Verständnis der Grundlagen ökonomischer Theorie liefern können. Die Neuauflage geht auf aktuelle Entwicklungen der Spieltheorie ein.
Das vorliegende Lehrbuch bietet eine völlig neue Darstellung der Theorie der Geldpolitik, die auf der Anwendung spieltheoretischer Konzepte basiert. Die Spieltheorie hat in den letzten Jahren zu einer realistischeren Sicht politischer Instituionen geführt. Sie liefert die theoretischen Grundlagen zur Analyse zentraler geldpolitischer Fragestellungen: Welche Anreize für inflationäre Prozesse gehen von Stabilisierungspolitik und Staatsverschuldung aus? Welche Bedeutung kommt der Unabhängigkeit von Zentralbanken zu? Das Buch vermittelt die theoretischen Modelle in intuitiver Weise und vertieft sie anhand von aktuellen Beispielen. Ohne anspruchsvolle mathematische Methoden zu verwenden, wird der Leser an die Front der Forschung herangeführt.