Katherine Mansfield (1888-1923) wird mit Virginia Woolf und D.H. Lawrence genannt und gilt als Wegbereiterin der literarischen Moderne. Ihre Erzählungen wie "In der deutschen Pension" und "Die Gartenparty" sind Klassiker des 20. Jahrhunderts und zeichnen sich durch prägnante Momentaufnahmen und stilistisches Können aus.
D. H. Lawrence, geboren 1885, war ein freier Schriftsteller, der mit der Frau seines Professors durchbrannte und in verschiedenen Ländern lebte, bis zu seinem Tod 1930. Seine Erzählungen spiegeln die Üppigkeit und Intensität seines Lebens wider, wie Ford Madox Ford beschreibt.
„Bei all ihrer schicken Magerkeit strahlte sie eine Haferflocken-Gesundheit aus, eine Seifen- und Zitronen-Reinlichkeit, und auf ihren Wangen lag eine raue Röte. Sie hatte einen großen Mund und eine Stupsnase. Eine Sonnenbrille verbarg ihre Augen. Es war ein Gesicht, das nicht mehr ganz in der Kindheit zuhause war und schon einer Frau gehörte.“ So beschreibt Truman Capote seine unsterbliche Heldin Holly Golightly.
Die fast Neunzehnjährige, die voller Lebenshunger vom Land in die große Stadt ausgerissen ist, hat nichts außer ihrer Erscheinung und Ausstrahlung, die sie befähigt, mit Männern zu spielen und sich gewissermaßen aushalten zu lassen. Manchmal, im Partytrubel von New York, glänzt sie unschuldig, doch dann überkommt sie das „rote Elend“, das Gefühl von innerer Leere und Einsamkeit. In solchen Momenten flieht sie zur Fifth Avenue zu Tiffany, wo der Schimmer der Diamanten ihr Sicherheit gibt. Ihr Nachbar, ein junger Schriftsteller, beobachtet ihr aufregendes Leben und liebt ihre Schlagfertigkeit sowie ihre originelle Sprache. Gelegentlich spielt sie Lieder, die an Südstaaten-Nadelwälder oder die Prärie erinnern. Eines Tages ist sie plötzlich verschwunden, und zurück bleibt nur ihr namenloser Kater, auf dessen Suche sich der Erzähler begibt.
Zwanzig Erzählungen des 20. Jahrhunderts zeichnen ein facettenreiches Bild der amerikanischen Literatur und Gesellschaft: F. Scott Fitzgerald, William Faulkner, John Steinbeck, Tennessee Williams und weitere unsterbliche Autoren sind in dieser Auswahl vertreten.
Schnack, Elisabeth. Irische Erzähler. Auswahl und Uebertragung von Elisabeth Schnack. Nachwort von Sean O'Faolain. München/Zürich, Dt. Taschenbuch-Verl./Manesse-Verl., 1993. Duodez. 373 Seiten. Softcover. Excellent condition with only minor signs of external wear. [dtv Bd. 24022]. Ausw. und Übertr. von Elisabeth Schnack. Nachw. von Sean O'Faolain
"Er sagte nichts als meinen Namen. Er sagte: 'Martha!', und schon spürte ich wieder, wie es passierte. Meine Beine unter der großen weißen Tischdecke begannen zu zittern, und im Kopf wurde mir ganz wirr, obwohl ich nicht beschwipst war. So ergeht's mir immer, wenn ich mich verliebe."