Der Samen unter dem Schnee
- 575 Seiten
- 21 Lesestunden
Dieser Autor erlangte Berühmtheit durch seine Romane, die Süditalien und seine Bauernbevölkerung eingehend untersuchen. Sein Werk, das oft von persönlichen Erfahrungen mit Politik und politischem Exil geprägt ist, erfasst das komplexe Leben und die Kultur der Region mit Empathie und Realismus. Durch seinen unverwechselbaren Erzählstil beleuchtet er soziale Ungerechtigkeiten und den Kampf für die Rechte der Unterdrückten. Sein literarischer Einfluss reicht von sozialkritischen Romanen bis hin zu philosophischen Essays, was ihn zu einer bedeutenden Stimme in der europäischen Literatur macht.







»Eine Hand voll Brombeeren« ist der erste Roman von Silone nach seiner Rückkehr aus dem Exil, der das große Thema des Dichters in die Zeit nach dem Faschismus verlegt. In seiner charakteristischen realistisch-poetischen Erzählweise, die Lyrik, Epik, Gesellschaftskritik und Humoreske vereint, porträtiert Silone Figuren einer beinahe anarchischen Welt. Dieser bedeutende italienische Roman könnte als Biographie eines politischen Glaubens und seiner Enttäuschung verstanden werden. Silone trennt auf stille und sensationslose Weise menschliche Wahrheit von politischer Lüge und führt den Leser in dichte, farbige Szenen des Lebens italienischer Bergbauern. Diese unverwechselbaren Gestalten zeichnen sich durch ihre Kraft, ihren Humor und ihre Menschlichkeit aus – die Menschen, für deren Rechte die totalitären Parteien angeblich kämpfen. Silone ist der einzige zeitgenössische Schriftsteller, auf den der Begriff des „sozialistischen Realismus“ mit Recht zutrifft. Von Fontamara bis zum Geheimnis des Luca ist das Thema soziale Gerechtigkeit im Alltag der bäuerlichen Gemeinschaft zentral. Silones Sozialismus ist religiös, während sein Realismus tief ironisch ist. Diese Verbindung von Glauben und Ironie prägt seine Kunst. Seine Romane thematisieren moralische Wahrheit, nicht politische Ideologien, und schildern die Lebensformen der Bauern als kläglich und grotesk, im Bewusstsein, dass sie bald von der städtischen Zivilisation verdrängt werde
Severina ist Iganzio Silones letztes Werk, an dem er bis kurz vor seinem Tod arbeitete. Die Geschichte der jungen Nonne, die sich für Wahrheit und Gerechtigkeit einsetzt und dadurch mit staatlichen und kirchlichen Autoritäten in Konflikt gerät, liest sich wie ein Testament des großen italienischen Schriftstellers.
Erzählt wird die Geschichte des jungen intellektuellen Widerstandskämpfers Pietro Spina, der, vom faschistischen Regime abgestoßen, sich den Kommunisten zuwendet. Doch auch dort erlebt er Enttäuschungen. Immer wieder muß er vor den Schergen Mussolinis fliehen. Schließlich gibt er sogar seine Identität auf und schlüpft in die Rolle des Priesters Don Paolo Spada. Mit den alltäglichen Sorgen der abruzzesischen Bauern konfrontiert, gerät Spina zunehmend in Widerspruch zur kommunistischen Parteiführung. "Wir alle leben provisorisch...Jeder von uns denkt: Jetzt, in diesem Augenblick, ist das Leben nicht erfreulich, man muß sich irgendwie arrangieren, man muß auch Demütigungen hinnehmen, aber alles ist nur vorrübergehend. Eines Tages wird das wahre Leben beginnen... So vergehen die Jahre, und vielleicht werden wir sterben, ohne wirklich gelebt zu haben... Man muß handeln. Man muß sagen: Genug. Ab heute.", Zitat aus "Wein und Brot"
Fontamara fu pubblicato a Zurigo nel 1933. Ambientato in un paesino abruzzese, Fontamara appunto, racconta l'eterno conflitto tra "cafoni" e "cittadini", reso ancora più drammatico dall'avvento del fascismo. I contadini e i braccianti, rassegnati ormai e quasi assuefatti a subire senza reagire catastrofi e soprusi di ogni genere, abbrutiti dalla miseria e dalla lotta per la sopravvivenza, trovano la forza di ribellarsi quando si rendono conto dell'ultima, ennesima truffa ordita sulla loro pelle, che, per una coincidenza non casuale, corrisponde temporalmente all'entrata in scena del regime fascista. Figura centrale del romanzo è Berardo Viola, che rappresenta l'esigenza di riscattare una vita di silenzio e passività, esigenza che diverrà essenziale e imprescindibile anche per gli altri "cafoni" fontamaresi.
Luca Sabatini kehrt nach vielen Jahren ungerechtfertigter Haft in sein Heimatdorf zurück. Obwohl der wahre Täter des Verbrechens bekannt ist, verzeiht ihm das ganze Dorf nicht das vermeintliche "Vergehen", das für alle Ruin gebracht hat. Luca ist ein sanfter Mensch, der die Einsamkeit erträgt, gestützt durch die geheime Erinnerung an eine unerfüllte Liebe. In diesen Tagen, die von den Umwälzungen der Nachkriegszeit geprägt sind, kehrt Andrea Cipriani, ein Antifaschist und Partisanenführer, aus dem Exil zurück. Er vernachlässigt seine politischen Pflichten, um durch eine hartnäckige und schwierige Untersuchung die Gründe für die Ungerechtigkeit zu verstehen, die Lucas Leben zerrissen hat. Es wird eine mühsame und erbitterte Suche gegen unüberwindbare Schweigekultur. Ein moralischer Roman von großer Intensität, der Höhepunkt von Ignazio Silones Werk.
Essay 5
In einer Handlung von äußerster Spannung enthüllt Ignazio Silone für Augenblicke das Rätsel seiner Heimat, der Abruzzen. Der Held, Luca Sabatini, kehrt als alter Mann nach einer fast lebenslangen Zuchthaushaft in sein Heimatdorf zurück, nachdem sich seine Unschuld herausgestellt hat. Vor vierzig Jahren wurde er des Überfalls auf einen Kaufmann verdächtigt und von den Carabinieri verhaftet. Luca bestreitet die Tat, doch wo war er in der Mordnacht? Er verweigert die Aussage und bewahrt sein Geheimnis selbst nach der Entlassung. Andrea, ein junger Lehrer, nimmt sich vor, die Wahrheit zu ergründen. Er forscht überall, stellt Fragen und versucht, die Mauer des Schweigens der Dorfbewohner zu durchdringen. Doch er trifft auf Ausreden, Vorurteile und Verstocktheit. Warum hat Luca die Strafe auf sich genommen? Warum hat niemand für ihn ausgesagt, obwohl viele an seiner Unschuld zweifeln? Warum schweigt er weiterhin, und warum sind ihm die Türen in Cisterna verschlossen, als wäre er ein Aussätziger? Diese Fragen stehen nicht für sich, sondern versuchen, in das Rätsel des menschlichen Daseins einzudringen, wie es Luca erlebt hat. Silone gelingt es meisterhaft, eine spannende Fabel mit einer romantischen Liebesgeschichte zu verknüpfen und das Leben in einem kaum berührten Teil Italiens poetisch darzustellen.
Hans Rudolf Hiltys Anthologie beleuchtet die Schweiz der 30er Jahre und des Zweiten Weltkriegs durch Texte von Schweizer und internationalen Autoren, die als Emigranten oder Flüchtlinge lebten. Sie thematisiert die gesellschaftlichen Herausforderungen, die europäische Schicksale und die Nachkriegsveränderungen. Ein eindrucksvolles Zeitzeugnis.
Il dramma dell'eremita Pietro Angelerio del Morrone, eletto pontefice nel 1294, con il nome di Celestino V, poi dimessosi perchè convinto dell'impossibilità di conciliare lo spirito del Vangelo con i doveri del trono.
Une revue européenne à Paris
Italian
Chléb domova (v originále Víno a chléb) je druhý román Ignazia Siloneho, v první verzi napsaný v roce 1938 a v konečné verzi v roce 1955. Kniha inspirovaná autorovým osobním prožitkem vypráví příběh Petera Spina, exilového italského politika a jeho osobního boje s nepřátelským světem, především je však příběhem předválečné Itálie a nástupu italského fašismu na malém městě a mezi obyčejnými lidmi.