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Roman | Spannender Familienroman über den Umgang mit einer unverhofften Erbschaft
- 208 Seiten
- 8 Lesestunden






Roman | Spannender Familienroman über den Umgang mit einer unverhofften Erbschaft
Der Roman erzählt von Carl Lichtenbergs dramatischem Abstieg vom erfolgreichen Juristen zum Verurteilten eines Mordes. Trotz anfänglichem Erfolg und gesellschaftlichem Ansehen führt sein Verstoß gegen Konventionen und ein gescheitertes Börsengeschäft zu seinem finanziellen Ruin und schließlich zu einem Mord.
Von der verführerischen Macht des ZweifelnsFür Sophia, journalistischer Nachwuchsstar auf dem absteigenden Ast, eröffnet sich die große Chance: Sie soll für das Staatliche Symphonieorchester München das Programmheft konzipieren und die Musiker bei ihren Proben und Konzertreisen begleiten. Als aus der Affäre mit dem gefeierten Cellisten Daniel eine Liebesbeziehung wird und sie in seine Wohnung im Glockenbachviertel zieht, braucht sie ein neues Projekt. Sie beginnt, einen Roman zu schreiben, und stößt auf beunruhigende Informationen aus Daniels Vergangenheit. Wenn sie ihrem Verdacht folgt, gefährdet sie ihre Beziehung. Wie wahrhaftig muss Liebe sein? »Georg M. Oswald ist eine Ausnahmeerscheinung in der gegenwärtigen deutschen Literaturlandschaft.« DIE ZEIT
Wir halten uns für kritische, aufgeklärte Bürger, die ihre Rechte kennen. Doch wenn wir unsere Grundrechte aufzählen sollen, geraten wir ins Stottern. Das ist fatal. Denn in Zeiten, in denen Rechtspopulismus wieder salonfähig wird und die Demokratie in vielen Staaten wankt, brauchen wir die Grundrechte mehr denn je. Dieses Buch ist kein juristischer Kommentar, keine Staatsbürgerkunde, schon gar keine Sonntagsrede, sondern ein Realitätscheck: Was versprechen die Grundrechte? Und was davon halten sie? Welche Grundrechte haben wir, wozu berechtigen sie und wozu nicht? Georg Oswald zeigt: Unsere Grundrechte sind alles andere als selbstverständlich. Wir müssen sie schützen. Und wir schützen sie am besten, wenn wir sie nicht zu Lippenbekenntnissen verkommen lassen, sondern sie anwenden, jeden Tag.
Der Anwalt Hartmut Wilke ist gewohnt zu bekommen, was er will. Zum Beispiel Ines, seine um zwanzig Jahre jüngere Freundin. Doch seit einiger Zeit laufen die Dinge nicht mehr so gut für ihn. Die Regeln, nach denen er zu spielen pflegte, scheinen plötzlich nicht mehr zu gelten. Beruflich strauchelt er, nachdem sich seine Anwaltskanzlei dem Vorwurf des Steuerbetrugs ausgesetzt sieht. Und in dem unerbittlichen Scheidungskrieg gegen seine Frau Carla hat er den letzten Rest Verständnis seiner Kinder verloren. Da erreicht ihn überraschend eine Postkarte seines ältesten Sohns Erik, der den Ansprüchen seines Vaters nie gerecht werden konnte. Erik betreibt eine Strandbar auf Kiani Island im Indischen Ozean und lädt ihn mit wenigen Worten dorthin ein. Ines gefällt die Idee einer Reise nach Afrika, und so sagt Wilke kurzerhand zu, auch weil er hofft, sich endlich mit Erik versöhnen zu können. Und tatsächlich wird der abenteuerliche Aufenthalt auf Kiani zu einem Wendepunkt in Wilkes Leben – ganz anders jedoch, als er es sich vorgestellt hat.
Es gibt rund 160.000 Rechtsanwälte in Deutschland. Nicht wenige sitzen an den Schalthebeln der Macht. Dennoch wird kaum ein anderer Beruf in den Medien so häufig persifliert. Höchste Zeit, eine Lanze für Juristen zu brechen! Der Schriftsteller und Rechtsanwalt Georg M. Oswald räumt auf mit Klischees und Vorurteilen und zeigt, was den Beruf des Juristen wirklich ausmacht. Zum Beispiel sein eigenes Unternehmen führen zu können und Verantwortung zu tragen. Denn Rechtsanwälte sind für einen da, wenn es sonst womöglich keiner mehr ist. Und verteidigen am Ende auch jene Menschen, die sonst keiner mehr verteidigen würde ...
Diller ist angespannt und nervös im Vorfeld der internationalen Sicherheitskonferenz. Aber das ist es nicht. Sein Partner Kessel ist auf Drogen, und als der in Panik einen jungen 'Arab' überfährt, steckt Diller voll mit drin. Während Diller die internen Ermittlungen gegen sich und Kessel zu kontrollieren versucht, muss er weiter seine Arbeit tun und ein mögliches Attentat auf die Konferenzteilnehmer verhindern. Und die Uhr tickt. Denn wenn der junge 'Arab' aus dem Koma erwacht, wird er erzählen, wer ihn lebensgefährlich verletzt hat. Viel zu lange ist Diller nicht klar, dass sein alter Freund Kessel ein noch viel größeres Problem ist. Wut, Verunsicherung, Mord – Georg M. Oswald zeigt in seinem mitreißenden literarischen Thriller die dunkle Seite des leuchtenden Münchens.
Die Tübinger Poetik-Vorlesungen von Juli Zeh und Georg M. Oswald, die hier unter dem Titel Aufgedrängte Bereicherung vorliegen, sind kritische Texte. Sie sind kritisch dem gegenüber, was eine Poetik-Vorlesung sein kann und soll; und sie bewerten das, was sie selbst leisten können, umsichtig, aber kritisch. Juli Zeh und Georg M. Oswald sind beide Juristen und sie sind daher geschulte Hermeneuten, sie sind ausgebildete Leser, Interpreten und im griechischen Sinne des Wortes 'Hermeneutik' 'Deuter' von Gesetzestexten. Beide gehen in Ihren Vorlesungen also auch kritisch mit den möglichen Funktionen von Literatur um und erkennen nicht nur das Potential, sondern auch die Grenzen dessen, was Reflexion und Lektüre leisten können. Poetik-Dozenturen sind Teil dessen, was wir als Gegenwartsliteratur bezeichnen. Dabei sind sie keine Kommentare zu literarischen Texten, keine wissenschaftlichen Untersuchungen, aber auch keine Kritiken oder Literaturgeschichten. Sie gehören nicht zum literarischen Diskurs selbst, das heißt sie sind selbst meist keine literarischen Texte. Aber sie gehören auch nicht zum wissenschaftlichen oder journalistischen Diskurs, der sich um die Gegenwartsliteratur herum organisiert. Sie sind spezielle Selbstaussagen der Autoren, die sich aber auch wiederum weder mit Interviews, Tagbuchnotizen oder Briefzitaten vergleichen lassen.
Gerechtigkeit ist etwas für Schwächlinge. «Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand», sagt ein Sprichwort, und doch will ein jeder seine Geschicke selbst lenken. Da ist ein ebenso eingebildeter wie brillanter Strafverteidiger. Da ist eine Anwältin, seine Frau, der übel mitgespielt wird, die sich jedoch zu wehren weiß. Und da sind: ein junger Aufsteiger, ein melancholischer Provinzpolitiker und ein Drehbuchautor mit Schreibhemmung. Sie alle führt ein kleiner Unfall vor die Schranken des Gerichts. «Eine böse Milieu-Satire voll wahrer Klischees.» NZZ