Richard Saage Bücher






Otto Bauer
- 300 Seiten
- 11 Lesestunden
Otto Bauer war als führender Theoretiker und Spitzenpolitiker der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) in der Ersten österreichischen Republik für die einen eine moralische und intellektuelle Lichtgestalt und für die anderen ein verkappter Bolschewist. Demgegenüber fragt die vorliegende Edition, ob es Möglichkeiten gibt, das Bild Bauers jenseits dieser Polarisierung zu verorten. Dieser Versuch legt eine doppelte Interpretationsperspektive nahe. Die in diesem Band versammelten vierzehn Aufsätze deuten einerseits das Lebenswerk Bauers soweit wie möglich im Kontext seiner Zeit. Andererseits heben sie aber auch die Einsichten Bauers hervor, die uns heute noch unmittelbar ansprechen.
Herrschaft, Toleranz, Widerstand
- 369 Seiten
- 13 Lesestunden
Demokratietheorien
Historischer Prozess — Theoretische Entwicklung — Soziotechnische Bedingungen Eine Einführung
- 325 Seiten
- 12 Lesestunden
Dieser Band stellt die Entwicklung der Demokratie und der Demokratietheorien von der Antike bis zur Gegenwart dar. Er erläutert die Veränderungen des Demokratiebegriffs und der wissenschaftlichen Diskussion über die Herrschaftsform und erklärt den Übergang von der alten, auf die Selbstbestimmung des Volkes abzielenden (direkten) Demokratie zur reduzierten Demokratie als Methode der Generierung staatlicher Normen und effizienter Elitenrekrutierung, wie sie sich in der Folge von Kontroversen und politischen Kämpfen herausgebildet hat. Insofern werden auch Kritiker und Gegner der Demokratie berücksichtigt, die durch ihre Argumente die Weiterentwicklung von Demokratietheorien angestoßen haben. Die wissenschaftlichen Debatten interpretiert der Autor als Reflexionen von Konflikten und Legitimationsproblemen bestehender Herrschaftsordnungen, die, auch abhängig vom jeweils erreichten Stand der wissenschaftlich-technischen Entwicklung, wiederum durch ökonomische und soziale Krisen verursacht wurden.
Edition Suhrkamp, Neue Folge - 133: Rückkehr zum starken Staat?
- 281 Seiten
- 10 Lesestunden
German
Mit der Sinnkrise marxistischer Theorie nach dem Zusammenbruch des “realen Sozialismus” erstarb auch die Beschäftigung mit dem austromarxistischen Erbe. Richard Saage erinnert an diese Schule. Wir begegnen zunächst dem Autor Adler. Adler bemühte sich um eine Synthese der Gedankenführung von Kant und Marx. Er unterscheidet sich von zeitgenössischen bolschewistischen philosophischen Interpretationen des Marxschen Denkens. Zentral für Adler blieb seine Auseinandersetzung mit dem Thema der Demokratie. Saage zeichnet hierbei Adlers Interventionen vor und auf dem Programmparteitag der SDAPÖ 1926 in Linz nach.

