José Saramago, Nobelpreisträger und die »literarische Stimme Portugals« (Der Spiegel) ist seinen Lesern vor allem als Roman- und Prosaschriftsteller bekannt. Dabei stand am Anfang seines literarischen Schaffens die Lyrik, zu der er auch später immer wieder zurückkehrte. Was ist Zeit? Was ist der Mensch? Welche Kraft hat die Natur, und was hat es mit dem ewigen Mysterium der Liebe auf sich? Fragen, mit denen sich der »Lyriker« Saramago immer wieder beschäftigt hat. Es ist kaum bekannt, dass zu dem beeindruckenden literarischen Werk des Nobelpreisträgers auch drei Gedichtbände gehören - die bislang nicht ins Deutsche übersetzt und vor allem von der Literaturwissenschaft wahrgenommen wurden. Die Liebe und das Meer, zwei immer wiederkehrende Motive in Saramagos Gedichten, wurden zum Motto dieser Auswahl.
José Saramago Bücher
José Saramago zählt zu den bedeutendsten internationalen Schriftstellern des letzten Jahrhunderts. Sein umfangreiches Werk, das in mehr als vierzig Sprachen übersetzt wurde, zeichnet sich durch einen unverwechselbaren Erzählstil, tiefen Humanismus und scharfe Gesellschaftskritik aus. Saramago verwebt meisterhaft historische Ereignisse mit existenziellen Überlegungen und erforscht die Komplexität der menschlichen Natur. Seine Romane, oft gekennzeichnet durch lange, fließende Sätze und unkonventionelle Dialoge, regen die Leser an, über das Wesen von Realität, Macht und Freiheit nachzudenken.







Das Evangelium nach Jesus Christus
- 510 Seiten
- 18 Lesestunden
José Saramago wurde am 16.11.1922 in Azinhaga, Portugal, geboren und zog mit zwei Jahren nach Lissabon. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten wechselte er von einem Gymnasium auf eine berufliche Schule, die er 1939 als Maschinenschlosser verließ. Nach zwei Jahren in diesem Beruf arbeitete er in der Verwaltung. Ab 1955 frequentierte er das Literatencafé «Café Chiado» und erhielt durch Vermittlung eine Stelle im Verlag «Estúdios Cor», wo er seine ersten Werke veröffentlichte. 1969 trat er in die kommunistische Partei ein und unternahm seine erste Auslandsreise nach Paris. Ab 1968 war er literarisch und politisch aktiv in verschiedenen Zeitungen und war von März bis November 1975 beigeordneter Direktor der ältesten portugiesischen Tageszeitung. Nach der „Nelkenrevolution“ 1974 arbeitete er im Ministerium für Kommunikation und verdiente von 1975 bis 1980 seinen Lebensunterhalt hauptsächlich als Übersetzer. Ab 1980 war er freier Schriftsteller. 1986 sprach er sich gegen den Beitritt Spaniens und Portugals zur EU aus. Saramago war Mitglied des Ordens Militar de Santiago de Espada und des Ordre des Arts et Lettres sowie Ehrendoktor mehrerer Universitäten. Seine Werke wurden in 26 Sprachen übersetzt. Er lebte zuletzt auf Lanzarote und verstarb am 18. Juni 2010. Zu seinen Auszeichnungen zählen der Nobelpreis für Literatur (1998) und mehrere weitere Preise.
Hoffnung im Alentejo
- 313 Seiten
- 11 Lesestunden
Die Provinz Alentejo, das Land der Sonne, Olivenhaine und Korkeichen, aber auch das Land der Latifundien, Großgrundbesitzer und Tagelöhner. José Saramago schildert wortmächtig den harten Alltag der Arbeiter, ihr anfängliches Aufbegehren gegen die Allmacht des Patrons bis hin zu den ersten organisierten Streiks. "Hoffnung im Alentejo" ist ein bewegender Tribut an die Männer und Frauen, unter denen Saramago als Kind aufwuchs, und ein faszinierender Einblick in das frühe Werk des Nobelpreisträgers.
José Saramagos Buch erzählt in Form eines Dramas von der Nelkenrevolution in Portugal, die in der Nacht vom 24. zum 25. April 1974 die Diktatur stürzt und Demokratie bringt. In einer Lissaboner Zeitungsredaktion erleben die Mitarbeiter diese historischen Ereignisse, geprägt von Zensur und unterschiedlichen Haltungen.
In seinem vielbeachteten Blog bezieht Saramago Stellung zu aktuellen politischen und kulturellen Themen, berichtet aber auch über Dinge, die ihn persönlich berühren. Mal laut, zornig und provozierend, mal leise, einfühlsam und mit feiner Ironie - immer regen seine Notizen zum Nachdenken und Mitreden an. Egal, ob es um Obamas Möglichkeiten und Grenzen, um den Papst, die Wirtschaftskrise oder den mutigen Widersacher der italienischen Mafia, Roberto Saviano, geht. Ganz gleich, ob er als Linker die Linke provoziert und vor allem darüber entsetzt ist, dass die Betroffenen nicht einmal reagieren, oder ob er sich mit den Palästinensern solidarisiert und Israel heftig rügt, ob er über Pessoa, Borges und Fuentes schreibt oder darüber, dass politische Demokratie nichts wert ist, wenn sie nicht durch eine ökonomische und kulturelle untermauert ist. In seinen Tagebucheinträgen geht Saramago schonungslos ins Gericht mit Politik, Kirche, Kultur und Gesellschaft, schreibt aber auch sehr persönlich über Freundschaft, Liebe und Tod.
Das Todesjahr des Ricardo Reis
- 495 Seiten
- 18 Lesestunden
Eine wunderbare Hommage an einen der bedeutendsten Dichter Portugals: Fernando Pessoa Die Romanfigur Ricardo Reis, Alter Ego des portugiesischen Dichters Fernando Pessoa, begegnet ihrem Schöpfer in einem Lissabonner Hotel ... Mit Phantasie, politischem Gespür und stilistischer Brillanz entwirft Saramago ein imaginäres Leben und verarbeitet es zu einem meisterhaften literarischen Vexierspiel. Als der Arzt Ricardo Reis 1935 erfährt, dass Fernando Pessoa gestorben ist, kehrt er aus Brasilien in seine Heimat Lissabon zurück. Ohne konkrete Pläne mietet er sich in ein Hotel ein, flaniert durch Lissabon, liest in Zeitungen über Hitlers Machtansprüche und den drohenden spanischen Bürgerkrieg - und beginnt zwei Affären: eine erotische mit dem Zimmermädchen Lídia und eine platonische mit der am Arm gelähmten Marcenda. Dann sitzt eines Tages unvermittelt der vermeintlich tote Pessoa in seinem Hotelzimmer, dem das Schicksal offenbar noch ein paar Monate zugestanden hat. Sie diskutieren über Politik, Einsamkeit und Tod, bis Ricardo Reis allmählich immer mehr verblasst und zu verschwinden droht.
Die Stadt der Blinde
- 400 Seiten
- 14 Lesestunden
Saramagos Antwort auf Die Pest von Albert Camus. Ein Mann steht an einer Ampel. Von einer Sekunde auf die nächste, ohne erklärbaren Grund, erblindet er. Wie ihm ergeht es immer mehr Menschen in seiner Heimatstadt. Wie eine Seuche greift die Blindheit um sich. Die Regierenden wissen sich nicht anders zu helfen, als die Betroffenen in einer verlassenen Irrenanstalt einzuquartieren – unter der Bewachung von Soldaten, die auf jeden schießen, der fliehen will. Je mehr Blinde dort zusammengepfercht werden, desto schlimmer, desto unmenschlicher wird die Situation. Inmitten dieses grausamen Chaos befindet sich ein Augenarzt mit seiner Frau – die als Einzige noch sehen kann …
In der Hauptstadt einer ungenannten westlichen Demokratie geben bei einer Regionalwahl aus heiterem Himmel drei Viertel aller Bürger einen unbeschrifteten Stimmzettel ab. Die Regierung hält sich mit diesem Wahlergebnis für handlungsunfähig; eine Wiederholung der Wahl bringt ein noch schlechteres. Die Minister sind bestürzt, ein subversiver Angriff auf das System, meinen manche, eine Torpedíerung der Demokratie. Statt dass man die Motive der Wähler ergründet, wird der Ausnahmezustand verhängt, um den «Infektionsherd» zu finden. Diktatorische Maßnahmen greifen, Panzer patrouillieren durch die Stadt, willkürliche Verhaftungen folgen. Unter den Verfolgten ist auch eine Frau, die Frau des Augenarztes aus « Die Stadt der Blinden », Saramagos paradigmatischem Meisterwerk über die moralische Zerbrechlichkeit des Menschen. « Die Stadt der Sehenden » ist, wenngleich vollig unabhängig davon zu lesen, dessen Weiterführung, Ergänzung und Gegenstück - eine glanzvolle politische Parabel, ein Buch darüber, wie fragil unsere Demokratie sein kann, wie sehr es von uns abhängt, sie mit Leben zu füllen; ein weiteres, notwendiges Element im Zyklus des großen Moralisten Saramago über das Wesen unseres Menschseins.
Der bekennende Atheist José Saramago schreibt in seinem letzten Roman kurzerhand die Bibel um und lässt den Brudermörder Kain eine ganz eigene Reise durchs Alte Testament antreten. So trifft Kain, der in der Zeit vor und zurück katapultiert wird, auf die verführerische Lilith, rettet Isaak vor der Opferung durch seinen Vater Abraham, verfolgt fassungslos die Zerstörung von Sodom und Gomorrha und findet sich zum Schluss auf der Arche Noah wieder. Immer wieder stößt er dabei auf die Erkenntnis, dass göttliches Handeln mit rationalem Denken schwerlich nachzuvollziehen ist.
Alle Namen
- 312 Seiten
- 11 Lesestunden
José Saramago wurde am 16.11.1922 in Azinhaga, Portugal, als Sohn einer Landarbeiterfamilie geboren und zog mit zwei Jahren nach Lissabon. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten wechselte er vom Gymnasium auf eine berufliche Schule, die er 1939 als Maschinenschlosser verließ. Nach zwei Jahren im Krankenhaus arbeitete er in der Verwaltung. Ab 1955 frequentierte er das Literatencafé «Café Chiado» und erhielt durch Vermittlung eine Stelle im Verlag «Estúdios Cor», wo er seine ersten Werke veröffentlichte. 1969 trat er in die kommunistische Partei ein und unternahm seine erste Auslandsreise nach Paris. Ab 1968 war er literarisch und politisch für verschiedene Zeitungen tätig und war 1975 kurzzeitig beigeordneter Direktor der ältesten portugiesischen Tageszeitung. Nach der Nelkenrevolution arbeitete er im Ministerium für Kommunikation und verdiente von 1975 bis 1980 seinen Lebensunterhalt als Übersetzer. Ab 1980 war er freier Schriftsteller und sprach sich 1986 gegen den Beitritt Spaniens und Portugals zur EU aus. Saramago war Mitglied mehrerer Orden und Ehrendoktor mehrerer Universitäten. Seine Werke wurden in 26 Sprachen übersetzt. Er lebte zuletzt auf Lanzarote und verstarb am 18. Juni 2010. Zu seinen Auszeichnungen zählen der Nobelpreis für Literatur (1998) und mehrere portugiesische Literaturpreise.
Zwischen Original und Kopie – ist der Mensch wirklich einzigartig? Zum Zeitvertreib leiht sich Geschichtslehrer Afonso einen nicht besonders vielversprechenden Film aus der Videothek – umso größer ist seine Überraschung, als er feststellt, dass ihm eine der Figuren zum Verwechseln ähnlich ist. Er beginnt seinem Doppelgänger nachzuforschen, nimmt Kontakt zu ihm auf und muss mit Erschrecken feststellen, dass sie sich bis aufs Haar gleichen. Diese Begegnung erfüllt Afonso mit Panik: Ist er am Ende ein Irrtum der Natur? Wer von ihnen ist das Original, und wer ist bloß die Kopie?
Claraboia oder wo das Licht einfällt
- 352 Seiten
- 13 Lesestunden
Eine Sensation aus dem Nachlass des Nobelpreisträgers: Jahrzehntelang galt sein Roman „Claraboia“ als verschollen. Nun wurde er erstmals veröffentlicht. In seinem 1953 vollendeten Werk beleuchtet Saramago das Schicksal der Bewohner eines Lissabonner Wohnhauses. Er blickt hinter jede Tür, lüftet die kleinen und großen Geheimnisse, erfasst die Sorgen und Nöte und beschwört dabei eindrucksvoll die Atmosphäre in Portugal während der Salazar-Diktatur. Ein früher Morgen im Lissabon der 1950er Jahre. In einem Mietshaus nahe am Fluss erwacht das Leben. Der Schuster Silvestre öffnet seine Werkstatt, Isaura, die die Wohnung mit drei anderen Frauen teilt, setzt sich an die Nähmaschine. Justina plagt sich mit ihrem ständig nörgelnden Mann herum. Dona Lídia, die als Geliebte eines reichen Fabrikanten als Einzige keine finanziellen Sorgen hat, raucht ihre erste Zigarette... Die Atmosphäre ist geprägt von Armut, Melancholie und Argwohn. Der Alltagstrott verändert sich erst, als Silvestre einen Untermieter aufnimmt, der frischen Wind in die Hausgemeinschaft bringt.
Ein Mann bittet beim König um ein Schiff, damit er die unbekannte Insel suchen kann. Obwohl der König nicht daran glaubt, dass es noch unbekannte Inseln gibt, erhält der Mann sein Schiff und macht sich auf die Reise. Literaturnobelpreisträger José Saramago erzählt in seinem modernen Märchen von einer Zeit, da niemand mehr an unbekannte Regionen auf dieser Welt glaubt. Niemand bis auf den Mann, dessen Beharrlichkeit am Ende belohnt wird. Poetisch, märchenhaft und weise.
«Dieser Roman ist so voller Ironie und Lust am Spiel der Sprache, dass man sich gern zur Lektütre verführen lässt.» (Frankfurter Rundschau) Ein Korrektor probt den Aufstand: Statt brav ein Buch über die Historie Lissabons auf Fehler durchzusehen, ändert er es eigenmächtig. Die Aktion revolutioniert sein Leben. Er wird zum besessenen Schriftsteller, der nun seine eigene Geschichte der Belagerung von Lissabon schreibt. Ein Sieg der Phantasie über die Fakten. Und gleichzeitig ist dies der Beginn einer wunderbaren Liebesgeschichte.
Das steinerne Floß
- 413 Seiten
- 15 Lesestunden
Mit einem Riss quer durch die Pyrenäen trennt sich die Iberische Halbinsel vom Rest Europas und treibt auf den Atlantik hinaus. Während sich Wissenschaftler und Politiker in Erklärungen versuchen, sieht sich das Volk in seinem ungebrochenen Glauben an Mythen und Legenden bestärkt. Einfühlend und komisch setzt sich der Nobelpreisträger José Saramago mit Ängsten und Träumen seiner Landsleute auseinander.
Ein strahlendes Meisterwerk der Aufklärung, voller Menschenliebe und poetischer Brillanz Der alte Cipriano Algor betreibt mit seiner Tochter Marta in einem portugiesischen Dorf eine kleine Töpferei. Seine Waren verkauft er an das Einkaufszentrum. Eines Tages wird ihm mitgeteilt, dass man im Kunststoffzeitalter auf seine Dienste verzichten könne. Der Markt hat kein Interesse an Tongeschirr. Doch so schnell mag Cipriano nicht aufgeben. “Und dann taucht ein Buch auf, einfach geschrieben und leicht wie das Glück, um es mit einem kurzen Wort auf die einfachste Art zu sagen. Und man denkt, da ist es ja endlich, und wer es nicht liest, ist selbst daran schuld.”(Süddeutsche Zeitung)
»Am darauffolgenden Tag starb niemand.« So beginnt der Roman, in dem das Unvorstellbare wahr wird:Kein Mensch kommt mehr zu Tode- weder gewaltsam noch friedlich. Die Bevölkerung ist verstört, die Politiker sind ratlos. Steuert das Land auf eine Katastrophe zu? In seinem skurillphilosophischenRoman stellt sich José Saramago den existenziellen Fragen unserer Zeit.
José Saramago wurde am 16.11.1922 in Azinhaga, Portugal, als Sohn einer Landarbeiterfamilie geboren. Mit zwei Jahren zog die Familie nach Lissabon. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten wechselte er vom Gymnasium auf eine berufliche Schule und schloss 1939 als Maschinenschlosser ab. Nach zwei Jahren im Krankenhaus wechselte er in die Verwaltung. Ab 1955 verbrachte er viel Zeit im Literatencafé «Café Chiado» und fand durch Vermittlung Arbeit im Verlag «Estúdios Cor», wo seine ersten Werke veröffentlicht wurden. 1969 trat er der verbotenen kommunistischen Partei bei und reiste erstmals ins Ausland nach Paris. Ab 1968 war er literarisch und politisch für verschiedene Zeitungen aktiv und war 1975 kurzzeitig beigeordneter Direktor der ältesten portugiesischen Tageszeitung. Nach der „Nelkenrevolution“ 1974 arbeitete er im Ministerium für Kommunikation und verdiente von 1975 bis 1980 seinen Lebensunterhalt als Übersetzer. Ab 1980 war er freier Schriftsteller. 1986 sprach er sich gegen den EU-Beitritt Spaniens und Portugals aus. Saramago war Mitglied des Ordens Militar de Santiago de Espada und des Ordre des Arts et Lettres sowie Ehrendoktor mehrerer Universitäten. Seine Werke wurden in 26 Sprachen übersetzt. Er lebte zuletzt auf Lanzarote und verstarb am 18. Juni 2010. Zu seinen Auszeichnungen zählen der Nobelpreis für Literatur (1998) und mehrere nationale Preise.
Der Stuhl und andere Dinge
- 177 Seiten
- 7 Lesestunden
José Saramago wurde am 16.11.1922 in Azinhaga, Portugal, als Sohn einer Landarbeiterfamilie geboren und zog mit zwei Jahren nach Lissabon. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten wechselte er von einem Gymnasium auf eine berufliche Schule, die er 1939 als Maschinenschlosser verließ. Nach zwei Jahren in diesem Beruf arbeitete er in der Verwaltung. Ab 1955 frequentierte er das Literatencafé «Café Chiado» und fand durch Vermittlung eine Stelle im Verlag «Estúdios Cor», wo er seine ersten Werke veröffentlichte. 1969 trat er in die kommunistische Partei ein und unternahm seine erste Auslandsreise nach Paris. Von 1968 bis 1975 war er literarisch und politisch für verschiedene Zeitungen tätig, darunter als beigeordneter Direktor der ältesten portugiesischen Tageszeitung «Diáro de Notícias». Nach der „Nelkenrevolution“ 1974 arbeitete er im Ministerium für Kommunikation und verdiente von 1975 bis 1980 seinen Lebensunterhalt als Übersetzer. Ab 1980 war er freier Schriftsteller. 1986 sprach er sich gegen den Beitritt Spaniens und Portugals zur EU aus. Saramago war Mitglied des Ordens Militar de Santiago de Espada und des Ordre des Arts et Lettres sowie Ehrendoktor mehrerer Universitäten. Seine Werke wurden in 26 Sprachen übersetzt. Er lebte zuletzt auf Lanzarote und verstarb am 18. Juni 2010. Zu seinen Auszeichnungen zählen der Nobelpreis für Literatur (1998) und mehrere nationale Preise.
Nach einer wahren Geschichte Elefant Salomon ist als Besitz von Johann III. von Portugal nur noch gelitten. Das exotische Tier aus den fernen Kolonien fristet ein trostloses Dasein, bis die Königin auf die Idee kommt, ihn ihrem Vetter, dem Großherzog Maximilian aus Wien, zum Geschenk zu machen. Mit einem großen Tross wird Salomon samt seinem Mahut auf eine abenteuerliche Reise geschickt, an deren Ende die eindrucksvolle Überquerung der italienischen Alpen steht ...
Der Literaturnobelpreisträger José Saramago stammt aus ärmlichen Verhältnissen in der portugiesischen Provinz Ribatejo und wuchs dort und in Lissabon auf. Die «kleinen Erinnerungen» schildern seine Kindheit und Jugend, ein bewegtes, farbiges Leben zwischen städtischer und ländlicher Kultur, und sie beschreiben – durchzogen von poetischen Reflexionen, historischen Betrachtungen und privaten Reminiszenzen – den Werdegang und künstlerischen Reifeprozess eines der größten lebenden Autoren Europas.
Die portugiesische Reise
- 605 Seiten
- 22 Lesestunden
José Saramago wurde am 16.11.1922 in Azinhaga, Portugal, als Sohn einer Landarbeiterfamilie geboren und zog mit zwei Jahren nach Lissabon. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten wechselte er vom Gymnasium auf eine berufliche Schule und schloss diese 1939 als Maschinenschlosser ab. Nach zwei Jahren im Beruf arbeitete er in der Verwaltung und verbrachte ab 1955 viel Zeit im Literatencafé «Café Chiado». Dort fand er durch Vermittlung eine Stelle im Verlag «Estúdios Cor» und veröffentlichte seine ersten Werke. 1969 trat er in die kommunistische Partei ein und reiste erstmals ins Ausland nach Paris. Ab 1968 war er literarisch und politisch in verschiedenen Zeitungen aktiv und war von März bis November 1975 beigeordneter Direktor der ältesten portugiesischen Tageszeitung «Diáro de Notícias». Nach der „Nelkenrevolution“ 1974 arbeitete er im Ministerium für Kommunikation und verdiente von 1975 bis 1980 seinen Lebensunterhalt hauptsächlich als Übersetzer. Ab 1980 war er freier Schriftsteller. 1986 sprach er sich gegen den Beitritt Spaniens und Portugals zur EU aus. Saramago war Mitglied des Ordens Militar de Santiago de Espada und des Ordre des Arts et Lettres sowie Ehrendoktor mehrerer Universitäten. Er lebte zuletzt auf Lanzarote und verstarb am 18. Juni 2010. Zu seinen Auszeichnungen zählen der Nobelpreis für Literatur (1998) und mehrere nationale Preise.
Das Kloster zu Mafra
- 381 Seiten
- 14 Lesestunden
Román Baltasar a Blimunda se odehrává v 18. století: dějištěm je portugalský královský dvůr stejně jako prostředí nejchudších vrstev. Skvěle zvládnutá historická látka (vystupují tu historické postavy a glosovány jsou různé události, jako například stavba františkánského kláštera v Mafře nebo sestrojení létajícího stroje) se míchá s fikcí v několika dějových liniích. Tou nejdůležitější je ale příběh velké lásky dvou titulních postav... Román přibližuje praktiky církve a inkvizice a velmi ironicky proti nim vystupuje. Dílo dokáže výborně vystihnout dobovou mentalitu a fantazii, roli intuice v duchovním životě lidí, učenost, umění i magii.
An Unexpected Light
- 24 Seiten
- 1 Lesestunde
A lasting childhood experience of simple, soulful joy unfolds in this poetic narrative by Nobel Prize winner José Saramago. Through evocative prose, the story captures the essence of innocence and the profound impact of memories that shape one's identity. The excerpt reflects on the beauty of everyday moments, inviting readers to reminisce about their own cherished experiences.
The Double : Enemy
- 304 Seiten
- 11 Lesestunden
What happens when Deadline M-ximo Afonso, a 38-year-old professor of history, discovers that there is a man living in the same city who is identical to him on every physical detail, but not related by blood at all. And what happens when each of these men attempt to investigate each other's lives?
The Silence Of Water
- 32 Seiten
- 2 Lesestunden
A story of quiet contemplation and steely resolve by the winner of the Nobel Prize for Literature, illustrated for readers of all ages. “I returned to the spot, even though the sun had already set, I cast my hook into the water and waited. I don't think there is a deeper silence in the world than the silence of water. I felt it then and never forgot it.” On the banks of a river near his grandparents’ farm, a boy is about to catch a big fish. At the same moment that he loses his prey, the boy has a moment of growing awareness of the interconnectedness of all things. He is compelled to try again to catch the fish even though he is sure it’s gone. And even though his chance has passed and he is company only to silence, he has staked a claim there by the river’s edge. From a childhood memory detailed in his book Small Memories, José Saramago spins a tale of quiet depth and wisdom–here translated by Margaret Jull Costa, and beautifully illustrated by Yolanda Mosquera.
Le Portugal Regards sur l'Europe
- 128 Seiten
- 5 Lesestunden
Der Mann, der Bäume pflanzte
- 38 Seiten
- 2 Lesestunden
Die 1953 geschriebene Erzählung basiert auf einer einfachen Geste: Eicheln in die Erde setzen. Tausendfach wiederholt wird diese Handlung zum Lebenssymbol, das die Entwicklung der Geschichte bestimmt. Der Akt, getragen von der Willenskraft eines Einzelnen, erlangt eine Dimension, die fast unvorstellbar ist und führt zur Wiederbelebung eines gewaltigen Waldes, durch den das Leben zurückkehrt. Diese Geste spiegelt eine innere Schönheit wider, die auf das Gute abzielt. Wie die sorgfältig ausgewählten Eicheln, die sich zu einem blühenden Lebensraum entwickeln, entfalten sich die präzisen Wörter in rhythmischen Sätzen voller Kraft. Die fiktive Geschichte wirkt so real, dass viele Leser sie für eine wahre Begebenheit halten. Sie unterstreicht die Vision eines besseren Umgangs mit der Umwelt und schafft eine Hauptfigur mit Vorbildcharakter. Die Einfachheit der Sprache und die klare Botschaft lassen den Leser die Bedeutung der Verbindung zur Natur spüren und den Wunsch, in Einklang mit ihr zu leben. Dieses Gefühl prägt sich dauerhaft ein, da es den tief verwurzelten Wunsch berührt, die Beziehung zur Natur zu pflegen. Als künstlerische Entsprechung zu dieser literarischen Wucht wird der Berliner Bildhauer Wolfgang Flad erwähnt, dessen Werke die Energie und Dynamik der Formen darstellen und eine Ästhetik von Wachstum und Vitalität verkörpern.
Alternate cover edition here Era uma vez um rei que fez promessa de levantar convento em Mafra. Era uma vez a gente que construiu esse convento. Era uma vez um soldado maneta e uma mulher que tinha poderes. Era uma vez um padre que queria voar e morreu doido. «Um romance histórico inovador. Personagem principal, o Convento de Mafra. O escritor aparta-se da descrição engessada, privilegiando a caracterização de uma época. Segue o estilo: "Era uma vez um rei que fez promessas de levantar um convento em Mafra... Era uma vez a gente que construiu esse convento... Era uma vez um soldado maneta e uma mulher que tinha poderes... Era uma vez um padre que queria voar e morreu doido". Tudo, "era uma vez...". Logo a começar por "D. João, quinto do nome na tabela real, irá esta noite ao quarto de sua mulher, D. Maria Ana Josefa, que chegou há mais de dois anos da Áustria para dar infantes à coroa portuguesa a até hoje ainda não emprenhou (...). Depois, a sobressair, essa espantosa personagem, Blimunda, ao encontro de Baltasar. Milhares de léguas andou Blimundo, e o romance correu mundo, na escrita e na ópera (numa adaptação do compositor italiano Azio Corghi). Para a nossa memória ficam essas duas personagens inesquecíveis, um Sete Sóis e o outro Sete Luas, a passearem o seu amor pelo Portugal violento e inquisitorial dos tristes tempos do rei D. João V.» (Diário de Notícias, 9 de Outubro de 1998)
Двойник (Dvojnik)
- 320 Seiten
- 12 Lesestunden
Poesia - 98: Els poemes possibles
Traducció de Josep Domènech - Edició bilingüe
- 160 Seiten
- 6 Lesestunden
RITUAL.Si és altar el poema, sacrifico. En aquesta pedra de lluna que és el versel coltell del viu guanya tall. Aquí m ́he agenollat. No refuso el cérvol de la prada del meu somnial dard violent que el colpeix. No hi ha foc sense llenya tosca,encara que les mans de la llum acabin brutesde la cendra entebeïda de les paraules.
Alle namen - druk 3
- 224 Seiten
- 8 Lesestunden
Meneer José, een brave ambtenaar van de burgelijke stand, slijt zijn dagen in een archief van metafysische afmetingen. Hij heeft slechts één ondeugd: om zijn verzameling knipsels over beroemde mensen aan te vullen met officiëlere gegevens over hun persoon verschaft hij per ongeluk thuis met de geboorteakte van een onbekende vrouw. Jose, een saaie ambtenaar op het z.g. Algemeen Archief van de Burgerlijke Stand, verzamelt krantenknipsels van beroemde mensen. Op een dag gaat zijn aandacht per toeval uit naar de geboorte-akte van een onbekende vrouw. Jose heeft een doel in zijn leven gevonden. Hij wil een reconstructie van het leven van deze vrouw maken. De weleer makke ambtenaar lapt nu alle regels aan zijn laars. Leugen, inbraak, werkverzuim, vervalsing van officiele documenten: het doel heiligt de middelen. Zijn nieuwsgierigheid wordt een ware obsessie. Zijn speurtocht is een verzetsdaad. Na een uitputtende speurtocht ontdekt Jose dat de onbekende vrouw zelfmoord heeft gepleegd. Jose is een ander mens geworden. De Portugese schrijver (1922, winnaar van de Nobelprijs 1998) heeft een intrigerende en prachtige roman geschreven die ons de meest donkere en negatieve kanten van de hedendaagse maatschappij laat zien: eenzaamheid, anonimiteit en volgzaamheid. Een juweeltje. Uitstekende en verzorgde vertaling naar het Nederlands.
Пещера
- 352 Seiten
- 13 Lesestunden
«Пещера» — последний из романов Жозе Сарамаго, до сих пор остававшийся не переведенным на русский язык. Сиприано Алгору шестьдесят четыре года, по профессии он гончар. Живет он вместе с дочерью Мартой и ее мужем по имени Марсал, который работает охранником в исполинской торговой организации, известной как Центр. Когда Центр отказывается покупать у Сиприано его миски и горшки, тот решает заняться изготовлением глиняных кукол — и вдруг департамент закупок Центра заказывает ему огромную партию кукол, по двести единиц каждой модели. А затем Марсала переводят из внешней охраны во внутреннюю — и все семейство переселяется в Центр. Но однажды ночью Сиприано слышит шум таинственных механизмов, как будто доносящийся из-под земли, и решает во что бы то ни стало найти разгадку…
Година смрти Рикарда Ренша
- 446 Seiten
- 16 Lesestunden
The year: 1936. Europe dances while an invidious dictator establishes himself in Portugal. The city: Lisbon-gray, colorless, chimerical. Ricardo Reis, a doctor and poet, has just come home after sixteen years in Brazil.
A Maior Flor do Mundo
- 48 Seiten
- 2 Lesestunden
Plano Nacional de Leitura Livro recomendado para o 4º ano de escolaridade, destinado a leitura orientada. E se as histórias para crianças passassem a ser de leitura obrigatória para os adultos? Seriam eles capazes de aprender realmente o que há tanto tempo têm andado a ensinar? A Maior Flor do Mundo de José Saramago CRÍTICAS DE IMPRENSA Part straightforward, part mysterious and poetically powerful, his illustrations truly complement the great author’s literary masterstroke. The White Ravens
"¿Qué edad tenía Andrea Mantegna cuando vio, por primera vez, los frescos de Giotto? Niño era, pues sabemos que aún no había cumplido los once años cuando fue a trabajar al taller del pintor Francesco Squarcione, en Padua"- José Saramago (1922-2010-Premio Nobel de Literatura 1998)Esta edición contiene dos ensayos sobre el pintor Andrea Mantegna. El primero "Andrea Mantegna, una ética. una estética" del escritor portugués José Saramago (1922 Azinhhaga, Portugal - 2010 Tías, España), Premio Nobel de Litaratura 1998. El segundo "La importancia de Mantegna. La obscura belleza del renacimiento" de Keith Christiansen, Responsable de Pintura Europea en el Metropolitan Museum of Art de Nueva York, publicado en el número del 31 de diciembre de 2008 de la revista The New Republic.
Dagli ultimi atti del mandato di George W. Bush alle intemperanze del nostro presidente del consiglio, dalla crisi finanziaria che ha sconvolto i mercati occidentali alle polemiche su Guantànamo, dalla libertà limitata di Roberto Saviano ai recenti bombardamenti sulla Striscia di Gaza: "Il quaderno" raccoglie gli interventi pubblicati da Saramago sul suo blog tra il settembre 2008 e il marzo 2009, contributi fulminei e taglienti - al centro di polemiche tutte italiane - capaci di stilare una lucida, ironica e appassionata cartella diagnostica del nostro presente. E se a scandire il tempo e a dettare l'urgenza di queste cronache sono gli accadimenti del mondo, è la poesia più vera a ispirare le pagine dedicate alla notte in cui Obama ha vinto le elezioni americane, al ricordo di Fernando Pessoa o di Rosa Parks la sarta di Montgomery, Alabama, che viaggiando in autobus si rifiutò di cedere il posto a una persona di razza bianca -, come pure l'omaggio alla città di Lisbona o l'episodio del ritorno alla Torre di Belém della statua dell'elefante che dà il titolo al suo ultimo romanzo. Contributi vibranti, densi di acume e fervida immaginazione, che ci rivelano un Saramago, come scrive Umberto Eco nella prefazione, "impenitentemente irritato, e tenero".
Cuadernos de Lanzarote
- 656 Seiten
- 23 Lesestunden
Saramago has lived in Lanzarote, Spain, since 1993. Following a suggestion of his family's, Saramago started compiling an account of his daily life. More than a mere gathering of memories or reflections, this book explores the reasoning behind his controversial opinions.
O lagarto
- 24 Seiten
- 1 Lesestunde
«O Lagarto» é um conto breve incluído em A Bagagem do Viajante (1973), volume que reuniu as crónicas escritas por José Saramago para o diário A Capital e para o semanário Jornal do Fundão entre 1971 e 1972. A história narra o aparecimento no Chiado de um misterioso lagarto, cuja presença surpreende os transeuntes e mobiliza os bombeiros, o exército e a aviação. Num estilo claro e preciso, a fábula oferece uma pluralidade de sentidos capaz de cativar leitores de todas as idades. Esta edição conta ainda com as magníficas xilogravuras do mestre J. Borges.
Operazione pace
- 116 Seiten
- 5 Lesestunden
Каменный плот
- 459 Seiten
- 17 Lesestunden
























![[Про]зрение](https://rezised-images.knhbt.cz/1920x1920/70793217.jpg)












