Expressionism
- 128 Seiten
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Ernst Barlach war ein deutscher expressionistischer Bildhauer, Grafiker und Schriftsteller. Seine Werke, die oft gegen den Krieg protestierten, führten während des Aufstiegs der Nationalsozialistischen Partei zu erheblichen Konflikten und wurden als „entartete Kunst“ beschlagnahmt. Barlachs Schaffen zeichnet sich durch tiefen Humanismus und expressive Kraft aus, die auch Jahrzehnte später noch beim Betrachter nachklingt. Sein einzigartiger Stil und seine thematische Ausrichtung machen ihn zu einer bedeutenden Persönlichkeit der Kunstwelt.






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Reproduktion des Originals in neuer Rechtschreibung.
Ernst Barlach erhielt Ruhm und Anerkennung vor allem für seine plastischen Bildwerke, aber er war auch, in den dreißiger Jahren, als Dramatiker erfolgreich. In der vorliegenden Autobiographie erzählt er in seiner markanten Sprache von seinem Ringen um das, was er als Kind erfahren und als Erwachsener wiederzugewinnen trachtete: "das Glück des Einklangs in das überpersönliche Sein."
Der arme Vetter. Ernst Barlach (1870 - 1938), Bildhauer, Schriftsteller und Zeichner, besonders bekannt für seine Holzpl
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»Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder«. Heinrich von Kleist erzählt das Schicksal des Rosshändlers Kohlhaas, der in einem blutigen Rachefeldzug Vergeltung für erlittene Ungerechtigkeit übt. Aber statt die Ordnung der Gesetze wieder herzustellen, stürzt er sich und seine Umwelt in heilloses Chaos. Basierend auf wahren Begebenheiten, erzählt Kleists berühmte Novelle von einer misslungenen Gratwanderung zwischen Gerechtigkeit und Selbstjustiz in ebenso mitreißender wie rigoroser Weise.
Auf dem Weg in die Moderne
Ernst Barlach: Der gestohlene Mond. Roman Erstdruck: Berlin, Suhrkamp, 1948 Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2017. Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage unter Verwendung des Bildes: Ernst Barlach, Der neue Tag, 1932. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.
Reise ins Herz des südlichen Rußland (1906 – 1912) Im Sommer 1906 flüchtet Barlach gewissermaßen angesichts einer persönlichen Krise zu seinem Bruder nach Russland. Das dortige Erleben von Menschen und Landschaft, namentlich der Steppe, haben im Künstler “verborgene Quellen freigelegt“. Er kehrt nach achtwöchigem Unterwegssein zurück als anderer Mensch und anderer Künstler: Er beginnt ohne Anleitung in Holz zu arbeiten, sein schreiben wird expressiv und geschieht fortan eruptionsartig. Es geht nicht mehr um Formspielerei, sondern um „Teilnahme“ am Menschlichen. Der Reisebericht präsentiert zahlreiche Erlebnisse, Beobachtungen, Erfahrungen episodisch beschreibend und kommentierend: Alltägliches, Skurriles, Erhabenes erscheint als Exotisches und wird aus der Haltung gelassener Distanz gesehen. – Der Reisebericht stellt den Höhe- und gleichzeitig Endpunkt von Barlachs frühem Schreiben dar. Es zielt auf ästhetische Qualität, ist Produkt hochentwickelter Schreibkunst und strebt nach dem Ausweis literarischer Meisterschaft. Die elegant schwingende Satzperiode ist ihm eigen. Die Nähe zu Impressionismus und Jugendstil ist unverkennbar. Das Werk erscheint erstmals in zwei Fassungen, einer ursprünglichen sowie einer schließlich stark veränderten – beides in authentischer Textgestalt.
„Naomi Jackson Groves hat sich mit ihrem klugen Arrangement und respektvoller Befragung des Bildhauers, Linienoperateurs und Wortschöpfers um eine substantielle Resonanz verdient gemacht. Autobiographie und Tagebuch, Briefe und Gespräche, Roman und Drama liefern Textauszüge, die den seelischen Haushalt und die künstlerische Ökonomie dieses charaktervollen Außenseiters in authentischer Weise und in logischer Korrespondenz zur figuralen Gestaltung fixieren.” (Hans Kinkel, FAZ) Das Besondere an dem Buch ist die Gegenüberstellung textlicher und bildnerischer Gestaltungen des jeweils gleichen Themas.
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Gedenkstätte Güstrow, Gertrudenkapelle
Zehn Akte
48 Lithographien und Holzschnitte
Plastik, Zeichnungen, Graphik