Dietrich Dörner, geboren 1938 in Berlin, war Professor für Psychologie mit den Forschungsschwerpunkten Kognitive Psychologie, Denken und Handlungstheorie. Langjähriger Direktor des Instituts für Theoretische Psychologie der Universität Bamberg. Emeritiert im Jahre 2006. Er lebt mit seiner Familie in Bamberg.
In komplexen, vernetzten und dynamischen Handlungssituationen macht unser Gehirn Fehler: Wir beschäftigen uns mit dem ärgerlichen Knoten und sehen nicht das Netz. Wir berücksichtigen nicht, dass man in einem System nicht eine Größe allein modifizieren kann, ohne damit gleichzeitig alle anderen zu beeinflussen. Können wir daran etwas ändern?«Originelle Wissenschaft kann sich durch Verschiedenes auszeichnen: durch ungewöhnliche Fragestellungen, Methoden, Konzepte oder Begriffsbildungen. Im glücklichsten Fall durch dies alles zusammen. Mit der ‹Logik des Misslingens› liegt ein solcher Glücksfall vor.» (FAZ)
Wie verhalten sich natürliche und Künstliche Intelligenz im Anthropozän zueinander? Der vorliegende Band stellt sich auf interdisziplinäre und internationale Weise einem hochaktuellen Themenkomplex. Neben philosophischen Fragen und psychologischen Perspektiven regen die Autoren dazu an, die Ergebnisse in den aktuellen Umweltdiskurs einzubringen. Was verstehen wir unter natürlicher und Künstlicher Intelligenz? Was bedeutet die Umwelt des Anthropozäns für jede dieser Verständnisweisen? Und wie verhalten sich natürliche und Künstliche Intelligenz im Anthropozän zueinander? Mit diesen und weiteren Fragen stellt sich der vorliegende Band auf interdisziplinäre und internationale Weise einem hochaktuellen Themenkomplex. So ist die natürliche Intelligenz dank erstaunlicher Leistungen nichtmenschlicher Lebewesen aktuell im Gespräch, entzieht sich jedoch einer grundlegenden Bestimmung. Künstliche Intelligenz dagegen hat ihren Weg aus der Science Fiction in unseren Alltag gefunden, bringt aber großen Klärungsbedarf mit sich. Im Anthropozän, der gegenwärtigen Epoche, prägen Menschen das Erdsystem und müssen sich mit den unvorhergesehenen Auswirkungen ihres Einflusses befassen. Neben philosophischen Fragen und psychologischen Perspektiven wird dazu angeregt, die Ergebnisse möglichst praktisch in den aktuellen Umweltdiskurs einzubringen.