Wie kam der Elefant nach Europa und die Kaffeebohne in die Karibik? Die Kartoffel zum Schnitzel, die Rose im Garten, das Meerschweinchen im Kinderzimmer: heute eine Selbstverständlichkeit. Heimisch jedoch waren sie auf entfernten Kontinenten, und erst mit Beginn der Neuzeit – durch die Fortschritte in Nautik, Kartografie und Navigation – ver- wandelten sich die Meere in Brücken, die den Weg freimachten für weltweiten Austausch und Handel. Davon, wie Tiere und Pflanzen zu unterschiedlichsten Zwecken über die Ozeane transportiert wurden, als Nahrungs- und Genussmittel, Staatsgeschenke, als Zoo- und Zirkustiere, handelt dieses Buch. (Und auch die kleineren und größeren Überfahrtsdebakel kommen nicht zu kurz.) Anekdotenreich und informativ erzählt Tiger an Deck von den Herausforderungen des Seetransports im Lauf der Jahrhunderte: von der abenteuerlichen Reise der Kaffeepflanze, von den Brotfruchtbäumen, die bei der Meuterei auf der Bounty über Bord gingen, von dem in den Meeresfluten versinkenden Rhinocerus aus Goa, von der Erfindung der Orangenmarmelade und zwei großen Pandabären, die Helmut Schmidt 1980 vom chinesischen Regierungschef geschenkt bekam – kurz: von den unglaublichen Fahrten der Tiere und Pflanzen quer übers Meer.
Birgit Pelzer Reith Bücher




Tierisch seeungeheuerlich Was es an Land gibt, gibt es auch im Wasser? Bären, Hunde und Löwen haben ein Pendant im Meer - genau wie zahlreiche Blumen, Früchte und Gemüsesorten: So gibt es Seeanemonen, -nelken und -gras, Seeblumenkohl, -bohnen und -äpfel. Doch viele dieser Namen führen auf die falsche Fährte. Die Seenelke etwa ist kein Fischgewürz, sondern sie zählt zur Gattung der Hohltiere, so wie Seeananas und -blumenkohl zu den Nesseltieren gehören und die Seegurke, die hässliche Verwandte des Seeigels und des Seesterns, zu den Stachelhäutern. Seebohnen und -datteln werden kaum im Gemüseladen zu finden sein, essbar sind sie dennoch, als Muscheln nämlich. Kurioses, Wissenswertes, Rätselhaftes findet sich allerdings nicht nur unter der Oberfläche des Meeres, sondern auch an seinen Ufern - und dort, wo die Grenze zwischen Wirklichkeit und Mythos verschwimmt: Seejungfrau, Seespuk, -könig und -drachen nimmt dieses kleine 'glossarium marinum' ebenso unter die Lupe wie das Gift des Seehasen, mit dem sich nicht nur Kaiser Nero missliebiger Personen entledigt haben soll. Garniert wird das Seewörteralphabet durch appetitanregende, gar aphrodisierende Rezepte - sowie durch zauberhafte Illustrationen von Pascal Cloëtta.
Die Erde ist eine Welt der Fische. Der Fisch ist ein verblüffendes Tier, dem wir auf Schritt und Tritt begegnen: beim Badeurlaub, im Aquarium, an der Tiefkühltruhe, im Kino, selbst im Stau an der Stoßstange des Vordermanns. Fische prägen das Leben des Menschen von jeher: in Mythos und Religion, Wirtschaft und Forschung, Kunst und Küche. Schon immer war der Landbewohner Mensch von seinen aquatischen Antipoden fasziniert. Kein Wunder, sind Fische doch seit über 500 Millionen Jahren auf unserem Planeten zu Hause, kommen in mehr als 25.000 verschiedenen Arten vor und haben staunenswerte Eigenschaften: ein Barrakuda kann auf 150 Stundenkilometer beschleunigen, Lippfische tuten bei der Paarung wie ein Nebelhorn, und Anglerfischpärchen sind einfach unzertrennlich: zur Paarung beißt sich das Männchen im Weibchen fest – um dann mit ihm zusammenzuwachsen. Kaum ein Bereich, in dem Fische keine Rolle spielen: Fischer ist die älteste Profession der Menschheit; Flugzeugingenieure orientieren sich beim Bau vom Airbus an der Haut von Haifischen, der Papst trägt einen „Fischerring“ und allerorten steigen „Fisch sucht Fahrrad“-Parties. Birgit Pelzer-Reith hat die Netze ausgeworfen und Wissenswertes, Überraschendes und Unerhörtes aus der Welt der Fische an Land gezogen. Noch nie wurde so umfassend und facettenreich über den Fisch und seine Bedeutung berichtet wie in diesem Buch.
Alles über das wundersame Leben im Meer – alles, außer Fisch Nach ihrem staunenswerten Kompendium 'Sex & Lachs & Kabeljau. Das Buch vom Fisch' stellt Birgit Pelzer-Reith nun die wundersamsten Meeresbewohner vor – wie etwa den Ellenbogen-Kraken, den Schlangenstern oder die Purpurschnecke –, die allesamt gar keine Fische sind. Wie auch das seltsame Lebewesen, das Meeresbiologen auf einer Tauchfahrt in einer Tiefe von 2300 Metern nahe dem Pazifisch-Antarktischen Rücken zufällig entdeckten: ein blindes, weißes Krustentier, dem die Forscher wegen seiner stark behaarten Beine den Spitznamen 'Yeti-Krabbe' gaben.