Dieser Band beruht auf einem spektakulären Nachlass: Er enthält das einzige Protokoll einer (Lehr-)Analyse bei Sigmund Freud, dem Begründer der Psychoanalyse. Unmittelbar nach den Sitzungen im Jahr 1922 notierte Ernst Blum deren Verlauf. Von keinem anderen Analysanden Freuds ist ein vergleichbares Dokument überliefert. Die Aufzeichnungen Blums zeigen anschaulich, wie Freud bei seiner Arbeit vorgegangen ist. Noch nie gab es eine derart authentische Nahaufnahme der Freud'schen Praxis. Manfred Pohlen berichtet über die Entstehung der Protokolle und die Lebensgeschichte ihres Verfassers Ernst Blum. Zugleich ordnet er die aus den Protokollen zu gewinnenden Erkenntnisse über Freuds Vorgehen in die Ideen- und Kulturgeschichte der Psychoanalyse ein. Ein einzigartiges Dokument Freud'schen Denkens und Wirkens!
Manfred Pohlen Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)




Eine andere Psychodynamik
Psychotherapie als Programm zur Selbstbemächtigung des Subjekts
- 551 Seiten
- 20 Lesestunden
Eine andere Aufklärung
- 529 Seiten
- 19 Lesestunden
Dieses Buch verfolgt mit den Erkenntnismitteln der Psychoanalyse den Weg durch ihre eigene Geschichte, Theorie und Praxis, durch die Bildung ihrer Schulen und Bewegungen. Es ist auch eine andere Aufklärung über das emanzipatorische »Programm der Aufklärung«. Die Freudsche Psychoanalyse wird als unterirdische Schöpfungsgeschichte des Subjekts entgegen der oberirdischen Ordnung herrschender Rationalität wieder bewußtgemacht und zugleich der Mythos von ödipus als Metaphysik der Psychoanalyse erhellt. Wie Nietzsche zielt die Psychoanalyse Freuds auf eine Wiedereinführung des verlorenen konnaturalen Denkens und der Bedeutung des Leibes für die menschliche Lebenswelt.
Psychoanalyse - das Ende einer Deutungsmacht
- 287 Seiten
- 11 Lesestunden
Prof. Dr. Manfred Pohlen, geb. 1930, Psychoanalytiker, ist emeritierter Direktor der Klinik für Psychotherapie der Philipps-Universität Marburg. „Freuds Analyse“ ist der letzte und entscheidende Schritt zur Selbstaufklärung der Psychoanalyse nach den vorausgehenden Veröffentlichungen (mit Margarethe Bautz-Holzherr) über den Charakter und das Schicksal der Psychoanalyse und ihres Gründers (Eine andere Aufklärung - das Freudsche Subjekt in der Analyse, 1991; Psychoanalyse - das Ende einer Deutungsmacht, 1995; Eine andere Psychodynamik - Psychotherapie als Programm zur Selbstbemächtigung des Subjekts, 2001).„Freuds Analyse“ gibt erstmals den Blick frei auf die Erfahrungsgrundlagen psychoanalytischer Praxis, aus der seine Theorien entstanden sind. Prof. Dr. Ernst Blum absolvierte im Alter von 30 Jahren eine Lehranalyse bei Freud, arbeitete als Professor an der Berner Poliklinik für Psychiatrie und später in eigener Praxis als Analytiker. Seine Publikationen bewegen sich im Grenzbereich zwischen Anthropologie, Philosophie und Psychoanalyse.