Franco Buono, der sich als Germanist und Brechtkenner einen Namen gemacht hat, wurde 1939 in Bengasi geboren. Er ist ständiger Mitarbeiter der "studi germanici", widmet sich seit Jahren hauptsächlich editorischer Tätigkeit und bereitet eine italienische Ausgabe der Geschichten Brechts vor.Der vorliegende Band "Zur Prosa Brechts" enthält drei außerordentlich wichtige Aufsätze zu dieser bisher weniger beachteten Seite des Brechtschen Schaffens. Der erste, "Eine 'Inquiry' Brechts: Der Dreigroschenroman" behandelt die formale und inhaltliche Entwicklung der Dreigroschengeschichten von der Oper über das nicht verfilmte Drehbuch zum Roman und die Auseinandersetzung Brechts mit der Gattung des Romans überhaupt, in der der eigentliche schriftstellerische Impetus Brechts deutlich wird. Der zweite Aufsatz, "Odysseus, Kandaules, Ödipus und Brecht", kommentiert die Brechtschen "Berichtigungen alter Mythen" und handelt dabei Brechts Verständnis zur mythischen und historischen Tradition ab. Dieses Thema findet seine Fortsetzung im dritten Aufsatz, "Bemerkungen über Marxismus und Geschichte bei Bertolt Brecht", in dem es um die ganz spezifische Marxismusrezeption Brechts unter Anleitung seines 'Lehrers', des marxistischen Theoretikers Karl Korsch geht und um die Umsetzung dieser Rezeption in dem Romanfragment "Die Geschäfte des Herrn Julius Caesar".
Franco Buono Bücher


Die Stadt
- 234 Seiten
- 9 Lesestunden
Geboren in Belgien, war Frans Masereel (1889-1972) einer der bedeutendsten expressionistischen Holzschneider des 20. Jahrhunderts. Die Stadt, ein wortloser Roman, der aus 100 detailliert ausgearbeiteten Holzschnitten besteht, gilt als sein Meisterwerk. Die Holzschnitte, von bemerkenswerter Kraft und Schönheit, geben das angespannte Klima der unruhigen Weimarer Republik wieder. Masereel schuf eine neue Art visueller Poesie: den Roman, die Novelle, die kleine Erzählung in Bildern ohne Worte. Durch jede Seite zieht der atemberaubende Rhythmus des hektischen 20. Jahrhunderts in einfacher Harmonie von Schwarz und Weiß. Sein letztes Werk, Die Stadt, ist buchstäblich monumentale. Mit diesem Werk ging der Künstler gewissermaßen von der Sonate zur Symphonie über.