Ernst Dronke, enger Wegbegleiter von Karl Marx und Friedrich Engels während des Revolutionsjahres 1848, war einer der scharfsichtigsten Erzähler und Journalisten seiner Zeit. In seinen schlaglichtartigen POLIZEIGESCHICHTEN zeigt er nicht nur, dass jedes Verbrechen und jeder Strafrechtsfall vom Elend des Menschen und von seinem tiefen Fall erzählt. Zugleich sind seine frühen True-Crime-Stories eine soziale Bestandsaufnahme, in denen er spannungsreich und pointiert die Parallelwelt des Verbrechens lebendig werden lässt, ohne dabei den fundamentalen gesellschaftlichen Wandel durch die Industrialisierung außer Acht zu lassen.
Ernst Dronke Bücher
17. November 1822 – 2. November 1891


Berlin
- 424 Seiten
- 15 Lesestunden
Mit Ernst Dronke schauen wir auf Berlin – und zugleich auf eine ganze Epoche der Krise, auf das Europa im Vormärz kurz vor der Revolution von 1848/49. Als Journalist und »Junghegelianer« in den 1840er-Jahren hat sich der Koblenzer Gelehrtensohn mitten hineingeworfen in die Widersprüche und Spannungen einer Metropole zwischen preußischem Militarismus und Berliner Schnauze, zwischen einem allgegenwärtigen Beamten- und Polizeiapparat und dem Elend ganzer Bevölkerungsschichten.