Matthaeus Vindocinensis: Ars versificatoria
- 187 Seiten
- 7 Lesestunden






Der grosse Architekt seiner Zeit
Ein Wegweiser zur kulturellen Einheit Europas vor tausend Jahren
Unzeitgemäße Betrachtungen verfasste Friedrich Nietzsche 1872–76 im Kampf gegen die dominierende historistische Strömung seiner Zeit. Ähnlich ›unzeitgemäß‹ erscheinen Fritz Peter Knapps Überlegungen in einer Epoche, die Geschichte nur noch als sogenannte Zeitgeschichte kennen will, weil nur diese für Gegenwart und Zukunft, auf die es einzig ankomme, relevant sei. Trotzdem steht auch das moderne Publikum noch immer bewundernd vor mittelalterlichen Kathedralen wie antiken Tempeln, fragt nach den Ursprüngen und Grundideen der romanischen und gotischen Kirchen. Es ist die Literatur, die die Geisteswelt des Mittelalters am deutlichsten erschließt, wenn der Blick ausgeweitet wird auf das abendländische Europa.
Der Tod des Königs Artus
Ein unentwirrbares Geflecht von Unheil und Verfehlungen treiben das gloriose Artusreich in den Untergang. Welch wunderbarer ungefähr 800 Jahre alter französischer Text! Er erzählt in schlichten, doch wohlgesetzten Worten das Ende einer einst makellosen, nun aber erschütterten Welt ritterlicher Aventüren und absoluter Liebe, ein immer wieder verzweifelt aufgehaltenes, aber letztlich unaufhaltsames tragisches Ende. Es ist schon einmal, vielleicht etwa 100 Jahre nach der Entstehung, ins Deutsche übertragen worden und daraus dann auch in modernes Deutsch. Bei dieser doppelten Verwandlung hat aber das Original doch mehr als nötige Einbußen erfahren, welche die hier vorgelegte direkte Übertragung so weit wie möglich zu vermeiden sucht. Als Vorlage dient die altfranzösische Ausgabe des großen Romanisten Jean Frappier von 1936/54/64, die mehrfach ins Neufranzösische und Neuenglische übertragen wurde. Diesem Text wird hier die deutsche Übersetzung mit Anmerkungen gegenübergestellt. Eine ausführliche Einleitung will den Leser an das räumlich und zeitlich entfernte Werk heranführen.
Eine sozial-, kultur-, sprach-, ideen- und formgeschichtliche Einführung
In Beschränkung auf das Wesentliche und in möglichst verständlicher Sprache werden die Grundlagen für das Verständnis mittelalterlicher literarischer Texte gelegt, und zwar erstmals mit Blick auf das ganze (okzidentale) Europa, wenngleich mit Bevorzugung der führenden Sprachen des 12. und 13. Jahrhunderts, des Lateinischen, Okzitanischen, Französischen und Deutschen. Es wird keine Geschichte der Literatur geboten, sondern an diese, stufenweise von den äußeren Rahmenbedingungen zu den inneren Gestaltungsprinzipien voranschreitend, herangeführt. Kurz dargestellt werden: Gesellschaft – Weltanschauung – Schrift und Buch – klerikale Bildung – Laienbildung – mündliche Dichtung – Literatursprachen – literarisches Leben – ritterlich- höfisches Lebensideal – Hermeneutik und Allegorese – Poetik – Rhetorik und Topik – Sprech- und Sangverskunst – Ästhetik.
Andreas Capellanus wrote De Amore, his famous Latin treatise on marriage, around 1186. Enhanced by theological, medical and legal wisdom, his book of the art of loving greatly influenced the literature of courtly love during the Middle Ages. This monolingual textbook edition provides a modern German translation in addition to explanatory notes on the sources and a language commentary to aid comprehension of particular passages and the difficulties of translation. A bibliography and a postscript that sets the work in its literary context round off this new translation. In terms of the history of human thought and literature, this famous text is of great relevance to students, literary scholars and medievalists alike, and serves as the basis for an understanding of courtly love poetry during the Middle Ages.
Des Meisters Gemälde und Kupferstiche
ihr Profil von den Anfängen im Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert (1050-1750)