Manfred Mayrhofer Bücher






Onomastica Persepolitana
- 358 Seiten
- 13 Lesestunden
Indogermanistik
Über Darstellungen und Einführungen von Anfängen bis in die Gegenwart
- 53 Seiten
- 2 Lesestunden
Die Indogermanistik gibt es seit Friedrich Schlegel (1808). Wenige Jahrzehnte danach ist die erste Einführung in dieses neue Fach erschienen, mit den ersten Teil von Franz Bopps „Vergleichende Grammatik“ (1833). Von da an hat es eine Fülle von Darstellungen der Indogermanistik gegeben, von mehrbaendigen Monumentalwerken bis zu Elementarbaendchen; das letzte bisher bekannte Buch erschien 2007 ! Die Marksteine in dieser knapp zwei Jahrhunderte alten Geschichte sind die großen Werke, die im Abstand jeweils einer Generation erschienen sind: nach Bopps Buch (1833f.) das „Compendium“ von August Schlegel (1. Aufl. 1861) und der bis heute grundlegend gebliebene „Grundriß“ von Karl Brugman (1893 -!916); bis hin zu großen Werken moderner Prägung, wie dem zuerst (1964) russisch, dann (1995) englisch erschienenen Buch von T. V. Gamkrelidze und V. V. Ivanov, „Indo-European and the Indo-Europeans“. - Die Zahl der einführenden Studienbuecher ist groß; wohl das beste stammt von dem Amerikaner B. W. Fortson IV (2004).
Einiges zu den Skythen, ihrer Sprache, ihrem Nachleben
- 48 Seiten
- 2 Lesestunden
„Einiges zu den Skythen, ihrer Sprache, ihrem Nachleben“ knüpft an die Tradition des österreichischen Pioniers der altiranischen Skythologie, Wilhelm Tomaschek, an. Mayrhofers Schrift behandelt einerseits das Nachleben des „Skythen-Topos“ im Mittelalter bis hin zu Grillparzer und plädiert andererseits für eine Abgrenzung des alten Skythischen (vor allem bei Herodot) von späteren Sprachformen wie Sarmatisch und Alanisch. Zudem bietet sie eine kritische Überprüfung der Fachliteratur aus fast zwei Jahrhunderten, die ein präzises Etymologikon des „Skythischen im engeren Sinne“ ermöglicht. Aktuell sind vier altiranische Sprachen gesichert: die beiden Corpus-Sprachen Avestisch und Altpersisch sowie die Rekonstruktion des „Medischen“, das durch seine Spuren im Altpersischen nachgewiesen wird. Somit stellt das „Skythische“ die vierte Ausprägung des Iranischen im Altertum dar. Mayrhofers Arbeit ist somit nicht nur eine Rückschau auf die Forschungsgeschichte, sondern auch ein wertvoller Beitrag zur Klärung der sprachlichen und kulturellen Identität der Skythen.
„Die Hauptprobleme der indogermanischen Lautlehre seit Bechtel“ ist Abwandlung des Titels eines Klassikers der Indogermanistik: 1892 erschien Fritz Bechtels Buch „Die Hauptprobleme der indogermanischen Lautlehre seit Schleicher“. Die Entwicklung der historischen Phonologie des Indogermanischen zwischen August Schleicher (1821–1868) und Fritz Bechtel (1855–1924) hatte vor allem im Bereich des Vokalismus (Dephonologisierung von idg. */e/,*/o/, *a/ zu indo-iranisch */a/; das „Palatalgesetz“) und in der Entdeckung dreier Konsonantengruppen der tektalen Reihe bestanden. - Bechtel hat 1892 die Phonologie-Geschichte des 19. Jahrhunderts beschrieben; Manfred Mayrhofers Büchlein ist den Entwicklungen des 20. Jahrhunderts gewidmet. Im Vordergrund stehen die „Laryngal-Theorie“ (vor allem als Schöpfung von Ferdinand de Saussure, Albert Cuny und, in seinen frühen Publikationen, von Jerzy Kury³owicz; mit einem Kapitel der Kritik an den Gegnern der Theorie und einer Darlegung der verschiedenen Ausprägungen dieser Lehre) und die stark diskutierte „Glottal-Theorie“, die mit vielen faszinierenden Fragen moderner allgemeiner Sprachwissenschaft verbunden ist.
Die Bayerische Akademie der Wissenschaften mit Sitz in der Münchner Residenz ist eine der ältesten und größten deutschen Wissenschaftsakademien. Als Gelehrtengesellschaft und Forschungseinrichtung widmet sie sich vorwiegend der Grundlagenforschung sowohl im geistes- als auch im naturwissenschaftlichen Fächerspektrum mit einem Schwerpunkt auf langfristigen größeren Forschungsunternehmungen. Die Gemeinschaft der Gelehrten ist in zwei Klassen organisiert, einer philosophisch-historischen und einer mathematisch-naturwissenschaftlichen, die sich regelmäßig treffen. Bei diesen Klassensitzungen stellen einzelne Mitglieder Ergebnisse aus ihren Forschungen vor, die in den Sitzungsberichten veröffentlicht werden.
