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Bookbot

Kurt Gossweiler

    5. November 1917 – 17. Mai 2017

    Ein deutscher Historiker, dessen Werk sich hauptsächlich mit dem Faschismus befasste und in der Deutschen Demokratischen Republik veröffentlicht wurde. Während der NS-Zeit engagierte er sich im illegalen kommunistischen Widerstand und diente später in der Wehrmacht, bevor er zur Roten Armee überlief. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ er sich in Ostdeutschland nieder, wo er sich in seinen Schriften mit der Natur des Faschismus auseinandersetzte. In der Zeit nach der DDR wurde er insbesondere für seine Verteidigung des Erbes von Josef Stalin bekannt.

    Briefe, Reden, Kritiken, Repliken und Nachrufe
    Darf ich Genosse sagen?
    Dokumente zur deutschen Geschichte 1929-1933
    Kapital, Reichswehr und NSDAP
    Die Röhm-Affäre
    Kapital, Reichswehr und NSDAP 1919 - 1924
    • 2022

      Kurt Gossweiler im Briefwechsel mit Peter Hacks (1996–2003)Die 52 Briefe, die die Partner im Laufe von mehr als 6 Jahren wechseln, bezeugen eine außerordentliche Intensität auf beiden Seiten. Sie sind verbunden im gemeinsamen Nachdenken über den gleichen, gleich grundsätzlichen Fragen:Welches sind die Klassen und die Klassenkämpfe in sozialistischen Gesellschaften? Welchen Anteil hatten Persönlichkeiten wie Nikita Chruschtschow am Zerfall des Sozialismus in der Sowjetunion und in der DDR? Wie wäre die Niederlage von 1989-90 zu vermeiden gewesen? Und welcher Organisationsformen, Bildungsformen, Kampfformen bedarf es für einen zukünftigen Sozialismus?Sie lernen einander in diesem Briefwechsel kennen und schätzen, ermutigen und prüfen – mit Respekt, Scharfsinn, Vertrauen ... so intensiv, dass der eine den andern schließlich fragt: "Darf ich Genosse sagen?"Die neue, überarbeitete und erweiterte Ausgabe nach der gar zu rasch vergriffenen ersten Ausgabe von 2005 bietet auf 220 Seiten auch ausführlichere Anmerkungen mit weiterführenden Materialien und einigen bisher unveröffentlichten Dokumenten.

      Darf ich Genosse sagen?
    • 2013

      Großbanken, Industriemonopole und Staat

      Ökonomie und Politik 1914 bis 1932

      1971 erstmals veröffentlicht, haben die Forschungsergebnisse von Kurt Gossweiler zur deutschen Wirtschaftsgeschichte in Kaiserreich, Erstem Weltkrieg und Weimarer Republik nichts an Bedeutung verloren. Es geht um die Frage, wie die Industrie- und Finanzkonzerne ihre ökonomische in politische Macht umsetzten, wie sie um Einfluss auf den Staatsapparat konkurrierten, welche unterschiedlichen Strategien sie in der Innen- und Außenpolitik verfolgten und wie ihre grundsätzlichen Interessen trotz aller Gegensätze zu gemeinsamen Zielsetzungen führten. Wie stets auf ein enormes Archivmaterial gestützt, geht Gossweiler Problemstellungen nach, die in der aktuellen Geschichtsschreibung vernachlässigt werden, und deckt die Wurzeln für Entstehung und Entwicklung unterschiedlicher Gruppierungen im deutschen Finanzkapital auf. Besonderen Wert legt er auf die oft vernachlässigte Rolle der Großbanken und den Einfluss des US-Finanzkapitals und einer an ihm orientierten Fraktion in den deutschen Wirtschaftseliten.

      Großbanken, Industriemonopole und Staat
    • 2012

      Kapital, Reichswehr und NSDAP

      Zur Frühgeschichte des deutschen Faschismus 1919 bis 1924

      5,0(1)Abgeben

      Mit seiner 1982 erstmals erschienenen Arbeit erschloss Kurt Gossweiler ein enormes Quellenmaterial zum sozialen Ursprung und Charakter des deutschen Faschismus, zur Frühgeschichte der NSDAP und zu ihren Verbindungen mit maßgeblichen Kreisen in Wirtschaft, Militär und Politik. Er untersucht die Entstehungs- und Entwicklungsbedingungen von Faschismus allgemein und im Besonderen von dessen deutscher Variante, die sich selbst als Nationalsozialismus bezeichnete, und zeigt, aus welchen politischen und ideologischen Wurzeln sie hervorging. Ausführlich setzt sich Gossweiler mit diversen Spielarten der Hitlerlegende auseinander. Er zeichnet ein realistisches Bild der Person Hitler, ihrer politischen Funktion und Wirkung. Damit hilft er, die Frage zu beantworten, wie es der Nazi-Bewegung und ihrem 'Führer' wenige Jahre später gelingen konnte, zur Macht zu gelangen, danach Schritt für Schritt die Deutschen nahezu vollzählig hinter sich zu bringen und sie schließlich fast widerstandslos ins Verderben zu führen.

      Kapital, Reichswehr und NSDAP
    • 2009

      Der Putsch, der keiner war

      Die Röhm-Affäre 1934 und der Richtungskampf im deutschen Faschismus

      Dass die Mordaktion vom Juni 1934, der der Stabschef der SA, Ernst Röhm, zusammen mit einem Großteil von deren Führungskorps zum Opfer fiel, eine Präventivmaßnahme gegen einen drohenden Putsch gewesen sei, glaubt kaum noch jemand. Bis heute hält sich dagegen die Auffassung, es habe sich dabei um eine persönliche Abrechnung und eine bloße Machtintrige innerhalb der Nazi-Führung gehandelt. Allenfalls wird darin noch ein Machtkampf zwischen Reichswehrgeneralität und SA-Führung gesehen. Demgegenüber weist Kurt Gossweiler in seiner erstmals 1983 erschienenen und lange vergriffenen Untersuchung auf der Basis eines umfassenden Archiv- und Quellenstudiums nach, wie unzulänglich solche Interpretationen sind. Überzeugend belegt er, dass die damaligen Ereignisse Ausdruck eines Richtungskampfes zwischen den mächtigsten Kapitalgruppen und zugleich der Versuch waren, eine Krise, die der faschistischen Diktatur in ihrer Konsolidierungsphase drohte, mit einem Gewaltstreich zu beenden.

      Der Putsch, der keiner war
    • 2006

      En plusieurs articles, écrits dans les années 1970 et 1980, mais édités ici pour la première fois en français, l'historien Kurt Gossweiler, le plus grand spécialiste du fascisme en RDA, analyse les origines du fascisme et plus particulièrement du nazisme. Il dévoile, noms et dates à l'appui, comment dès 1919 des cercles dirigeants allemands misent sur l'obscur parti bavarois de Hitler pour en finir avec la République de Weimar. Sans ce soutien, beaucoup plus important que les millions de voix pour le parti nazi, jamais Hitler ne serait arrivé au pouvoir. Il explique pourquoi le fascisme allemand a pu entraîner un si grand nombre d'admirateurs et pourquoi il a pris un caractère ultraviolent. On comprend en le lisant dans quelles circonstances le fascisme émerge. Gossweiler décoche ses flèches contre les interprétations psychologiques superficielles et conclut par un message plein d'espoir : oui, la marche irrésistible vers la catastrophe aurait pu être évitée et par conséquent elle peut l'être aussi aujourd'hui.

      Hitler, l'irrésistible ascension?