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Ingrid Gamer Wallert

    Kleine Monographien des MUT - 1: Die Tübinger Mastaba
    Ägyptische und ägyptisierende Funde von der Iberischen Halbinsel
    Der Schönbuch
    Die Wandreliefs des zweiten Lichthofes im Grab des Monthemhat (TT 34)
    • Kleine Monographien des MUT - 1: Die Tübinger Mastaba

      Eine altägyptische Opferkammer aus Giza

      • 80 Seiten
      • 3 Lesestunden

      Mit der sogenannten „Tübinger Mastaba“ besitzt die Universität Tübingen einen herausragenden Schatz des Alten Ägypten. Es handelt sich dabei um die in feinstem Relief und buntfarbig gestaltete innere Kalksteinverkleidung eines Grabmonuments in Giza. Das rund 4400 Jahre alte Ensemble aus der unmittelbaren Nähe der drei weltberühmten Pyramiden war die letzte Ruhestätte Seschemnefers III., eines hochverdienten Beamten aus dem Alten Reich. Dieser Taschenbuch-Band begründet die Reihe „Kleine Monographien des MUT“. Sie folgt der vielfachen Nachfrage nach vertiefenden Informationen zu Geschichte, Kontext und Bedeutung der wichtigsten Exponate der Sammlungen der Eberhard Karls Universität.

      Kleine Monographien des MUT - 1: Die Tübinger Mastaba2014
    • Monthemhat, „Auge und Ohr seines Herrschers“ während des Übergangs von der 25. zur 26. Dynastie, wählte bei der Errichtung seines Grabes die besten Arbeiter aus der für den Palast bestimmten Arbeiterschaft aus. Das Ergebnis ist das beeindruckende Grabmonument (TT 34) im Asasif von Theben, das sich über drei Ebenen erstreckt und 57 dekorierte Räume umfasst. Besonders hervorzuheben ist der über 12 m lange und 16 m breite Zweite Lichthof, dessen Wände lebhafte, farbige Reliefs aus dem Alltag des Grabherrn zeigen. Heute sind nur etwa ein Fünftel dieser Pracht in situ erhalten; der Rest liegt in Fragmenten am Boden, vieles wurde geraubt und verkauft. Der Band bietet den ersten Versuch einer zeichnerischen Rekonstruktion des Wandschmucks, gestützt auf eine archaisierende Tendenz in der Kunst, die sich an den Grabwänden des Alten Reiches orientiert. Vergleichsmöglichkeiten bieten auch die nahegelegenen Grabstätten wie das des Ibi (TT 36). So entsteht ein lebendiges Bild von Monthemhats Reichtum, der durch eine emsige Dienerschaft in Garten, Feld und Wasserarbeit erzielt wurde. Wir erleben die Rückkehr beladener Lastschiffe, die Tätigkeiten von Handwerkern und die Freizeitvergnügen des Grabherrn, einschließlich Brettspiel, Musik und Jagd. Dies stellt einen Höhepunkt der ägyptischen Flachbildkunst des 7. Jahrhunderts v. Chr. dar.

      Die Wandreliefs des zweiten Lichthofes im Grab des Monthemhat (TT 34)2013