Ich fragte nicht nach meinem Anteil
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Monster, Macho oder vielleicht doch ein akzeptabler Mann? Warum funktionierten die Beziehungen, die Brecht und seine Geliebten so langfristig verbanden? Kein Täter-Opfer-Verhältnis wird durch Sabine Kebirs Analysen bestätigt, sondern vielmehr der Versuch von Liebenden, aus der Nähe und Distanz, Ebenbürtigkeit und Autonomie ihre Partnerschaft zu fügen: ein Vorstoß in Neuland, der Achtung verlangt statt Mitleid für die einen oder Verdammung für den anderen. Sabine Kebirs eigenwillige Interpretationen stellen im Streit um Brechts Partnerbeziehungen neue Fragen (War B.B. aus Treue polygam?) und geben Stoff zum Nachdenken über heutige Beziehungen zwischen Frauen und Männern.
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Die Autorin, die elf jahre in Algerien lebte, erzählt ohne dem Schreckensbild einer fundamentalistischen Bedrohung voller Wärme vom schwierigen Alltag der Frauen in einem Land, in dem sich die Widersprüche der arabischen Welt bündeln
Die literarische Karriere Elfriede Brünings (1910-2014) begann in der turbulenten Zeit der Weimarer Republik. Mit sechzehn Jahren veröffentlichte sie erste Feuilletons, mit achtzehn schrieb sie literarische Reportagen für die größten Berliner Zeitungen. Als sie vierundzwanzig war, erschien ihr erster Roman. Früh setzte sie sich für die Rechte arbeitender Frauen und ihrer Kinder ein. Die drei Romane, die sie in der Zeit des Nationalsozialismus schrieb, widersprachen entschieden dem propagierten Frauenbild: Die Heldinnen kämpften darum, auch als Ehefrauen berufstätig zu sein. Der aktiven Gegnerin des Systems gelang es, diese Romane trotzdem zu publizieren. Sabine Kebir belegt, dass die überzeugte Sozialistin Elfriede Brüning später auch nicht im Gleichklang mit der DDR-Frauenpolitik schrieb. Sie thematisierte vielmehr die Konflikte, die diese Frauenpolitik hervorbrachte. Entgegen verbreiteter Klischees erfuhr sie deshalb keine besondere Förderung als Frauenautorin in der DDR. Auf literarische Preise wartete sie bis in die achtziger Jahre. Ihre zum großen Teil aus den neuen Schichten sich qualifizierender Frauen stammenden Leserinnen und einige sensible Verlagslektorinnen haben sie dennoch vierzig Jahre lang zum Publikumsliebling gekürt: Elfriede Brüning verkaufte in der DDR mehr als eineinhalb Millionen Bücher.
Die jährlich erscheinende Anthologie setzt in konzentrierter Form das Programm der Zeitschrift >neue deutsche literatur fort und veröffentlicht bisher ungedruckte Texte bekannter und neuer Autorinnen und Autoren: Erzählungen, Kurzgeschichten, Gedichte, Essays und Aufsätze, Gespräche, Porträts, Polemiken und Aphorismen. Vornehmlich widmet sich die Anthologie den heutigen Realien des Lebens und der Gesellschaft, ohne zu vergessen, dass Literatur als Sprachkunst mehr ist als die Fortschreibung von Gesellschaftskunde mit anderen Mitteln. Sie favorisiert deshalb Texte, deren Autoren gestalterische Risiken eingehen. So ist sie nicht minder ein Verbalienbuch