Leitern und Treppen dienen als Ausgangspunkt für einen visuellen Essay, der verschiedene Disziplinen wie Philosophie, Kunst und Medien miteinander verknüpft. Zielinski dekonstruiert die traditionellen Assoziationen von Hierarchie und Macht, indem er spielerische Entfremdungen und Levitationen thematisiert. Durch Beispiele aus Film und Architektur, etwa von Buster Keaton und VALIE EXPORT, entfaltet sich eine leidenschaftliche Erzählung über die Dynamiken des Auf- und Absteigens. Zielinski, als Mitbegründer der Medienarchäologie, beleuchtet die komplexen Verbindungen zwischen Kunst, Wissenschaft und Technik.
Siegfried Zielinski Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)
Siegfried Zielinski ist ein deutscher Medientheoretiker, dessen Werk sich mit der Archäologie und Variantologie von Medien befasst. Er erforscht akribisch die tiefen historischen Wurzeln und vielfältigen Formen von Medientechnologien. Seine Forschung umfasst auch Technokultur und Mediarchäologie und betont die Vernetzung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in der Medienlandschaft. Zielinskis Ansatz bietet eine einzigartige Perspektive darauf, wie Medien unsere Weltwahrnehmung prägen.






Der Stand der Bilder
- 156 Seiten
- 6 Lesestunden
Entwerfen und Entbergen
- 60 Seiten
- 3 Lesestunden
Projektion bezeichnet ein vieldeutiges Feld von Konzepten, Artefakten und Techniken, Psycho-Taktiken und vor allem visueller Praxen. Im Zentrum geht es um die Frage, wie Ausschnitte aus der erfahrbaren oder vorgestellten Welt auf eine zweidimensionale Fläche zu bringen sind. Daraus ist im 20. Jahrhundert eine allgemeine, weit verbreitete Kulturtechnik geworden. In einer medienarchäologischen Suchbewegung führt der Text wichtige Herkünfte für die Theorie und Praxis der Projektion vor. Er führt die Unterscheidung von Bild- und Sehmaschinen ein. In philosophischer Hinsicht wird das Konzept des Entwerfens von Vilém Flusser mit der heideggerschen Idee des Entbergens zusammengedacht.
Variantology
- 518 Seiten
- 19 Lesestunden
We orient ourselves on the Orient, literally meaning “the rising sun,” also known as the Levant. This perspective guided our fourth variantological expedition exploring the interconnections between arts, sciences, and technologies. Our journey began at the House of Wisdom in Baghdad, where the ninth century saw the creation of programmed music automatons and a new worldview. We then visited a chamber in Cairo, where the early eleventh century redefined the laws of seeing and visual perception. In the al-Jazira region, between the Euphrates and Tigris rivers, we discovered detailed descriptions and constructions of automaton theatres from the eleventh and twelfth centuries. Further stops included Andalusia, India, Iran, Istanbul, and the Three Moons monastic school in Beirut, Syria, each site enriching our sense of wonder. By the journey's end, we felt akin to Averroes of Cordoba, writing in Latin, thinking in Greek, and dreaming in Arabic. We are certain that future histories of arts and media must deeply engage with the profound legacy of Arabic-Islamic culture. Contributors include Ulrich Alertz, Hans Belting, Arianna Borrelli, and many others.
Archäologie der Medien
- 394 Seiten
- 14 Lesestunden
Dieses Buch begibt sich auf die Suche nach neuen Erkenntnissen, indem es die "tiefe Zeit" der Medienentwicklung erkundet und Modelle, Technologien und Zufälle miteinander verbindet, die bisher übersehen wurden. Es taucht in die verborgenen Schichten der Medienentwicklung ein und konzentriert sich auf dynamische Momente intensiver Aktivität im Mediendesign, die weitgehend der historischen Aufmerksamkeit entgangen sind. Der Autor argumentiert, dass die Mediengeschichte nicht einem linearen Verlauf von einfachen Werkzeugen zu komplexen Maschinen folgt. Stattdessen hebt sie bedeutende Wendepunkte hervor, die das Neue im Alten offenbaren. Die Untersuchung erstreckt sich über zweitausend Jahre kultureller und technologischer Geschichte und umfasst unter anderem ein Spiegellabyrinth im Neapel des sechzehnten Jahrhunderts, einen Automaten zur musikalischen Komposition des Jesuiten Athanasius Kircher und Joseph Mazzolaris elektrisches Schreibgerät des achtzehnten Jahrhunderts. Durch das Aufdecken dieser entscheidenden Momente im medienarchäologischen Befund fördert die Erzählung eine erneute Beziehung zu zeitgenössischen Medien. Diese Entdeckungen aus der "tiefen Zeit" erhellen die heutige Medienlandschaft und können uns helfen, die Zukunft der Medien zu navigieren.
Konturen des Unentschiedenen (Interventionen Band 6) - Museum für Gestaltung Zürich
