In diesem Buch geht es um körperbehinderte Kinder mit Entwicklungsproblemen. Es enthält eine Vielzahl an Beispielen, die sich überwiegend mit Kindern im Grundschulalter beschäftigen. Erfahrungsgemäß treten in dieser Altersstufe besonders häufig Fragen auf, die in Diagnostik und Förderung Antworten suchen: die Frage nach der geeigneten Schule, dem Bildungsgang etc. Ziel des Buches ist es, den Prozess des Verstehenlernens körperbehinderter Kinder zu unterstützen. Es setzt sowohl Erfahrungen mit körperbehinderten Kindern voraus als auch die Kenntnis der Fachdiskussion um Diagnostik und Förderung. Wesentliches Anliegen des Textes und der zahlreichen Bilder ist die Überwindung der Defizitorientierung in Diagnostik und Förderung. Das Loslassen der Defizitorientierung schafft Raum für ein anderes Verstehen betroffener Kinder mit Konsequenzen für eine andere Diagnostik und Förderung.
Ursula Haupt Bücher




Leben ist jetzt
Spiritualität in der Zusammenarbeit mit körperbehinderten Kindern
Dieses Buch ist eine Einladung, sich dem Leben zu öffnen. Es ist geschrieben für Menschen, die mit Krankheit oder Behinderung leben, für ihre Angehörigen, für Fachkräfte in der medizinischen Rehabilitation, in Pflege, Frühförderung, schulischer und außerschulischer Förderung. Vor spirituellem Hintergrund wird eine neue Annäherung an schwierige Lebensfragen möglich: die Frage nach Krankheit, Behinderung und Sterblichkeit. Es geht auch um die konkrete Gestaltung des Lebens jetzt, aus der Verbindung mit der Quelle heraus, in der Zusammenarbeit mit Betroffenen in Pflege, Therapie, Förderung, in der Begegnung mit älteren Fachkräften und Kollegen.
Pädagogik der Körperbehinderten
- 457 Seiten
- 16 Lesestunden
Behindert und gefördert
Kinder mit Körperbehinderungen in unserer Gesellschaft
- 304 Seiten
- 11 Lesestunden
'Ein Kind mit einer Behinderung ist vor allem ein Kind, und nicht vor allem behindert.' Ausgehend von diesem Postulat zeichnet Ursula Haupt das komplexe Beziehungsgeflecht nach, in dem Behinderung in unserer Gesellschaft eingeschlossen ist. Denn es ist nicht allein die Behinderung, die die Entwicklung eines Kindes bestimmt, es sind die damit einhergehenden sozialen Zuschreibungen, die Grenzen setzen. Doch diese Grenzen sind veränderbar. Und so gibt dieses Buch nicht nur einen Überblick über Wahrnehmung und Umgang mit Behinderung in unserer Gesellschaft. Es fordert, dass Integration konsequent ernst genommen wird: Alle Kinder sollen individuelle und gemeinsame Entwicklungsbedingungen und Bildungsmöglichkeiten bekommen. Vor diesem Hintergrund wird Integration zu einem umfassenden sozialen Entwurf, zu einem unverzichtbaren Ziel für die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft. Sie ist ein Schritt zu einer Welt, in der Vielfalt der Normalfall ist und sich jeder nach seinen individuellen Möglichkeiten entfalten kann. Das Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Akzeptanz und Mitgestaltungsmöglichkeiten von behinderten Kindern und ihren Eltern – und eine Erinnerung daran, dass Behinderung uns alle betrifft.