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Bookbot

Wilhelm Burian

    Der beobachtete und der rekonstruierte Säugling
    Die Zukunft der Psychoanalyse
    • Die Psychoanalyse hat immer wieder an Scheidewegen gestanden. Der Wanderer, der nicht weiß, ob er sich nach links oder nach rechts halten soll, steht vor einer vergleichsweise einfachen Frage. Die Psychoanalyse (das ist natürlich nicht eine eigenwillige Schimäre, das sind die Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker, die Mächtigen unter ihnen, die Folgsamen, die Widerspenstigen, die Nachdenklichen, die Ängstlichen und die Selbstzufriedenen) mußte sich entscheiden, ob sie eine medizinische Disziplin sein will oder eine Wissenschaft der Aufklärung. Ob es aufwärts gehen soll oder abwärts. Ob die Zukunft im Mainstream liegt oder in den Peripherien. Die Prognose, daß die Psychoanalyse in den nächsten Jahrzehnten mehr gefordert sein wird denn je, läßt sich wohl begründen. Und die Vorzeichen aus Amerika legen nahe, daß sich die Psychoanalyse längst auf dem absteigenden Ast befindet.

      Die Zukunft der Psychoanalyse
    • Anläßlich des 100. Geburtstags der großen Psychoanalytikerin Margaret Mahler kommen in diesem Band vier Arbeiten zusammen, die den Widerspruch zwischen Säuglingsbeobachtung und der Rekonstruktion der frühen Kindheit erörtern. Entwicklungspsychologische Ansätze kontrastieren mit psychoanalytischen Positionen. Es erhebt sich die Frage, ob sich die Psychoanalyse von ihrem wissenschaftlichen Selbstverständnis her weiter isolieren darf oder ob sie mit den Ergebnissen der Säuglingsbeobachtung die Konzepte der frühen Entwicklung bereichern möchte.

      Der beobachtete und der rekonstruierte Säugling