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Bookbot

Thomas Stolz

    14. Juli 1957
    Possession, quantitative Typologie und Semiotik
    Kolonialzeitliche Sprachforschung
    Vergleichende Kolonialtoponomastik
    Einstweiliger Rechtsschutz und Schadensersatzpflicht
    Methodologie in der Linguistik
    Sprache und Kolonialismus
    • Sprache und Kolonialismus

      Eine interdisziplinäre Einführung zu Sprache und Kommunikation in kolonialen Kontexten

      • 281 Seiten
      • 10 Lesestunden
      5,0(1)Abgeben

      Die sich etablierende Forschungsdisziplin der Koloniallinguistik greift den Zusammenhang von sprachlicher Kommunikation und kolonialen und postkolonialen Machtkonstellationen auf, der in der aktuellen Forschung von immer größerem Interesse ist. Zum einen erfährt das Fachgebiet wachsende Aufmerksamkeit in der linguistischen Community, zum anderen findet es Resonanz in der universitären Lehre im Bachelor- und Master-Bereich, wo das Thema „Sprache und Kolonialismus“ aufgegriffen und mit Studierenden (weiter-)entwickelt wird. Zur Beförderung von Lehre und Selbststudium liegt mit diesem Studienbuch eine Einführung vor, die den aktuellen Forschungsstand und zentrale Konzepte der wissenschaftlichen Beschäftigung mit sprachlicher Kommunikation in (post-)kolonialen Kontexten verständlich darstellt. Das Buch ermöglicht den Studierenden einen sprachwissenschaftlich angeleiteten Zugang zum Thema, legt dann real-, literar- und sprachhistorische Fundamente, führt in praktische Probleme der sprachwissenschaftlichen Korpusbildung ein, zeigt die Bandbreite der Möglichkeiten koloniallinguistischer Forschung auf und reißt postkoloniale Perspektiven an. Eine editorisch aufbereitete Bibliographie von bestehender Forschung, anderen einführenden Werken und zentralen Quellenarten und -orten ist den Kapiteln abschließend beigegeben.

      Sprache und Kolonialismus
    • Methodologische Fragestellungen sind von größter Wichtigkeit auch in geisteswissenschaftlichen Disziplinen wie der Linguistik. Dessenungeachtet fristet die Methodologiedebatte oftmals ein Mauerblümchendasein. Mit diesem Band wollen die Herausgeber und Beitragenden darauf hinweisen, daß es sehr wohl möglich ist, eine fruchtbare methodologische Diskussion auch über die engeren Fachgrenzen der Einzeldisziplinen hinaus, d. h. unter dem gemeinsamen linguistischen Dach zu führen. Anglistik, Kaukasistik, Baltologie, Germanistik und Allgemeine Sprachwissenschaft sowie Semiotik sind im Sammelband einschlägig vertreten. Die Beiträge liefern ein fachbezogenes Probleminventar und diskutieren die Grenzen und Möglichkeiten methodologischer Arbeit innerhalb der Disziplinen und darüber hinaus.

      Methodologie in der Linguistik
    • Vergleichende Kolonialtoponomastik

      Strukturen und Funktionen kolonialer Ortsbenennung

      • 523 Seiten
      • 19 Lesestunden

      Die Vergleichende Kolonialtoponomastik ist ein junger Zweig der Koloniallinguistik und befasst sich mit sämtlichen Fragen, die sich auf Ortsnamen in kolonialen Kontexten beziehen. Koloniale Ortsnamen, sogenannte Kolonialtoponyme, bilden einen global verteilten und vielsprachigen Datenbestand, der bisher nicht hinreichend erforscht ist. Der Band zeigt anhand ausgewählter Fallstudien und mit dem Anspruch, eine Einführung in den Gegenstand zu geben, welche Bedeutung dem Forschungsfeld in der aktuellen Sprachwissenschaft zukommt. Dabei weist die Vergleichende Kolonialtoponomastik einerseits vielfache Schnittstellen zur Namenkunde überhaupt auf und erweitert diese um einen zentralen Gegenstand der globalen Verflechtungsgeschichten, andererseits ist das Forschungsfeld als wichtiger Bezugspunkt koloniallinguistischer Interessen zu verstehen, weil die Benennung von Raum in Prozessen kolonialer Unterwerfung eine zentrale Herrschaftspraxis darstellt. Der Band zeigt, wie strukturelle, funktionale und diskursorientierte Perspektiven ineinandergreifen, um in linguistischer Perspektive der komplexen Vielfalt des globalkolonialen Toponmastikons entsprechen zu können..

      Vergleichende Kolonialtoponomastik
    • Kolonialzeitliche Sprachforschung

      Die Beschreibung afrikanischer und ozeanischer Sprachen zur Zeit der deutschen Kolonialherrschaft

      • 312 Seiten
      • 11 Lesestunden

      Dieser Sammelband widmet sich verschiedenen Aspekten eines bislang vernachlässigten Themas. Während der kurzen deutschen Kolonialzeit (1884-1918/20) in Afrika, China und Ozeanien entstanden zahlreiche Texte über die autochthonen Sprachen des deutschen Kolonialreiches, von denen viele nie gedruckt wurden. Die Beiträge zeigen, dass die Linguistik und ihre Geschichtsschreibung durch eine kritische Würdigung der linguistischen Arbeiten von Missionaren, Beamten, Militärs, Händlern, Siedlern und Reisenden während der Kolonialzeit und der revanchistischen Periode zwischen den Weltkriegen neue Erkenntnisse gewinnen können. Das Buch markiert den Beginn der kolonialen und postkolonialen Linguistik als neues Forschungsfeld. Die Beiträge behandeln verschiedene Sprachen wie Chamorro, Chuuk, Ewe, Ewondo, Kanuri, Khoekowap, Nauruisch und Weskos. Auch die Rolle des Deutschen in Kiautschou wird thematisiert. Die kolonialistische Ideologie wird anhand typischer Beispielsätze aus deskriptiven Grammatiken der Sprachen des deutschen Kolonialreiches in Afrika untersucht. Der Sammelband richtet sich an Leser, die sich für die Geschichte der deskriptiven Linguistik, linguistische Feldforschung und Typologie interessieren.

      Kolonialzeitliche Sprachforschung
    • Der Sammelband umfaßt die überarbeiteten Texte von drei herausragenden linguistischen Magisterarbeiten. Die Verfasserinnen setzen sich auseinander mit der Possession im Georgischen (Tamar Khizanisvili), mit der Markiertheit im Irischen (Daniela Schuto) und mit der Jugendsprache im Hip Hop (Reyhan Sahin)

      Possession, quantitative Typologie und Semiotik
    • Diese Studie liefert die erste ausführliche Beschreibung der klassisch-aztekischen Numeralklassifikation und schließt auf diese Weise eine empirische Lücke, die sowohl in der Alt-Amerikanistik als auch in der Typologie und Universalienforschung zu konstatieren war. Zu diesem Zweck werden klassisch-aztekische Originaltexte aus dem 16. Jahrhundert ausgewertet; jüngere Textdokumente und Daten aus anderen Quellen werden für die Darstellung der weiteren Entwicklung herangezogen. In Kapitel 1 wird in das Thema eingeführt und ein Literaturbericht gegeben. Eine Synopse der klassisch-aztekischen Grammatik folgt in Kapitel 2. Den Hauptteil der Arbeit bietet Kapitel 3, in dem die Numeralklassifikation des klassischen Aztekischen im Detail analysiert wird. über mögliche Entstehungsszenarien für das beschriebene Phänomen unterrichtet Kapitel 4, während Kapitel 5 die diachronen Prozesse bis hin zu den modernen Varietäten des 20. Jahrhunderts zum Gegenstand hat. Ein Abgleich mit rezenten Erkenntnissen aus der typologischen Forschung zu Klassifikations-systemen findet in Kapitel 6 statt. Die Arbeit wird abgerundet durch ein Resümee in Kapitel 7, das auch Aufgaben für zukünftige Forschungsarbeiten skizziert.

      Die Numeralklassifikation im klassischen Aztekischen
    • Lokalkasussysteme

      Aspekte einer strukturellen Dynamik

      Diese Studie bietet einen crosslinguistischen Überblick über die wichtigsten Ausprägungsformen von nominalkasuellen Subsystemen mit lokalisierender Funktion in den Sprachen der Welt, basierend auf typologisch-vergleichenden Skizzen der diachronen Entwicklung von Lokalkasussystemen. Die Lokalisation durch funktional spezialisierte Nominalkasus wird in den Kontext sprachlicher Lokalisationsverfahren eingeordnet. Die Fälle werden nach ihrem Aufbau klassifiziert und markiertheitstheoretisch ausgewertet. Auf dieser Grundlage schlägt der Verfasser alternative Markiertheitshierarchien vor, die als dynamische Programme verstanden werden können. Der Vergleich zeigt, dass eine exakte Prädiktion sprachlichen Wandels nicht möglich ist. Eine Auseinandersetzung mit gängigen Hypothesen zum Sprachwandel verdeutlicht, dass die Dynamik von Lokalkasussystemen, geprägt von Auf- und Abbau, für übliche Erklärungsmodelle eine Herausforderung darstellt. Einseitige Auffassungen, etwa als Markiertheitsabbau, erweisen sich als revisionsbedürftig. Die Arbeit leistet einen Beitrag zur diachronen Typologie, Morphologie, Sprachwandeltheorie und Grammatikalisierungsforschung. Das Belegmaterial stammt überwiegend aus indogermanischen und finno-ugrischen Sprachen und wird durch Beispiele aus dem Aztekischen, Inuktitut, Baskischen, Türkischen und einigen Australsprachen ergänzt.

      Lokalkasussysteme