Anselm Kiefer Bücher






Anselm Kiefer und Alexander Kluge erforschen in ihrer Freundschaft die Konzepte von Verlässlichkeit und Zeit sowie deren Verbindung zu Macht, Liebe, Wahrheit und Geld. Sie kombinieren Bilder und Texte, um historische und gegenwärtige Themen zu beleuchten und unsere poetische Aufmerksamkeit für die Zusammenhänge der Zeit zu schärfen.
Das Franz Marc Museum in Kochel bereitet eine Einzelausstellung von Anselm Kiefer vor, in der 23 Glasvitrinen Kiefers gezeigt werden. Die Vitrinen tragen poetische Titel wie Hortus conclusus, Athanor, Daphne, Mohn und Gedächtnis, Sternenfall oder Die Tagebücher der Könige von Juda. In diesen bleigefassten Glasbehältern hat Kiefer Objekte und Materialien zu Stillleben arrangiert, die wie Zeitkapseln die verschiedenen Themenkreise des Künstlers vorstellen. Die Vitrinen sind zugleich transparent und dicht, leicht und schwer, und sie umfassen wie ein assoziationsreiches Ensemble von Schaufenstern ein Konzert von Dingen, Bildern und Bedeutungen. Verschiedene Schriftsteller - Patrizia Görg, Marion Poschmann, Michael Krüger, Christoph Ransmayr, Wolf Singer und Ferdinand von Schirach - geben in extra für den Band verfassten Texten ihre Interpretation dieses Opus Magnum zu Protokoll
Anselm Kiefer ist einer der bedeutendsten Künstler unserer Zeit, dessen Werk tief mit geistigen Traditionen Deutschlands verbunden ist. Die Gespräche mit Anselm Kiefer in diesem Band erschließen die philosophischen und theologischen Grundlagen seiner Kunst, die von der Mystik und Kosmogonie Isaak Lurias sowie von den Gedichten von Ingeborg Bachmann und Paul Celan inspiriert ist. Die Gespräche mit Klaus Dermutz kreisen um die Elemente Feuer, Wasser, Erde Luft, um Erzählungen aus dem Alten und Neuen Testament sowie um die Leere, die im buddhistischen Denken eine zentrale Rolle spielt. Der Band erörtert Fragen der deutschen Geschichte, ihre Mythologien und Ideologien, und thematisiert Kiefers intensive Beschäftigung mit der Shoah. Kiefers Werke finden ihren Raum im Theater. Die Ausstattung zu „Ödipus“ in Kolonos am Burgtheater 2003 und „Elektra“ sowie Kiefers Uraufführung seines Librettos „Am Anfang“ 2009 an der Opéra Bastille sind von einer »Ästhetik des Restes« geprägt, die den in Paris lebenden Maler schon sehr früh faszinierte und für sein gesamtes Schaffen von großer Bedeutung ist. In diesen Horizont eingebettet sind Überlegungen zur Stellung des Menschen im Kosmos sowie zur künstlerischen Produktion.



