Gutes ist am besten gleich getan
- 206 Seiten
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Der Schriftsteller Suguro wird während einer Preisverleihung von einer betrunkenen Frau angesprochen, die ihn aus dem Rotlichtbezirk kennt. Er glaubt an eine Verwechslung, wird jedoch mit Gerüchten konfrontiert, die sein Ansehen schädigen. Auf der Suche nach seinem "Doppelgänger" entdeckt er eine Welt der Grausamkeit und erkennt, dass das Böse auch in ihm schlummert.
MASUJI IBUSE (geb.1898) ist einer der letzten großen alten Männer der japanischen Literatur. Er wird hier mit einer Auswahl von zwölf, zwischen 1923 und 1976 entstandenen Erzählungen vorgestellt. Aus dem Jahr 1930 stammt "Pflaumenblüten in der Nacht. "He, du! Ist mein Gesicht nicht blutverschmiert" ruft im Ushigome-Benten-Viertel mitten in der Nacht ein Betrunkener, unversehens aus dem Schatten eines Telegrafenmastes hervortorkelnd, einen Passanten an. Er ertritt dem ohnehin schon von Hunger und Mißmut Geplagten den Weg und nötigt ihm, der sich seiner ergeblich zu erwehren versucht, einen Fünfyenschein auf. Die Zweige eines weißblühenden Pflaumenbaumes überragen diese Szene, sie werden zum Symbol für das Gefühl, unverschuldet Schuld auf sich geladen zu haben und grundlos von aller Welt bedroht zu sein. Endlich fasst sich der Mann ein Herz und trinkt sich von dem ihm aufgedrängten Geld einen Rausch an, der ihn von seinen Gewissensbissen und seinem Wahnbild befreit. Es ist eine heilsame Ironie, mit der Ibuse ganz ungewohnte Lebenssphären seiner fernöstlichen Heimat vorführt.