My way
- 606 Seiten
- 22 Lesestunden
Die großzügigen Einblicke, welche Zadek seinem Publikum gewährt, machen «My way» zu einer fesselnden Lektüre.






Die großzügigen Einblicke, welche Zadek seinem Publikum gewährt, machen «My way» zu einer fesselnden Lektüre.
Theaterproben sind für gewöhnlich eine streng abgeschottete und intime Angelegenheit. Erst am Abend der Premiere sieht man das Ergebnis wochenlanger harter Arbeit, das im besten Fall die Zuschauer in seinen Bann zieht. Doch was passiert auf einer Probe? Was macht eigentlich ein Theaterregisseur? Wie arbeiten Regisseur und Schauspieler zusammen? Erstmals lässt der große Theaterregisseur Peter Zadek den Leser hier in seine Werkstatt schauen und gewährt damit einen ungewöhnlichen Blick hinter die Kulissen einer Kunst, die in den letzten Jahrzehnten maßgeblich von ihm beeinflusst wurde.
1980 - 2009
Peter Zadeks Erinnerungen an die letzten 30 Jahre sind ein Vermächtnis für alle Theaterliebhaber. Der dritte Band seiner Memoiren bietet einen tiefen Einblick in das Leben und die Arbeit des bedeutendsten deutschen Theaterregisseurs. Als Peter Zadek 2010 im Alter von 83 Jahren starb, endete eine Ära, in der er das deutsche Theater über fünf Jahrzehnte hinweg revolutionierte und prägte. Neben unvergesslichen Inszenierungen war er auch als Filmemacher aktiv und arbeitete als Theaterintendant in Bochum, Hamburg und Berlin. Er veröffentlichte bereits zwei Bände seiner Memoiren, und es ist ein Glück, dass er bis kurz vor seinem Tod an diesem dritten Teil arbeitete. In "Die Wanderjahre 1980–2009" reflektiert er sein Leben mit der Schriftstellerin Elisabeth Plessen und seine künstlerische Tätigkeit seit den frühen 80ern. Mit lakonischem Witz und scharfen Beobachtungen lässt er Erfolge, Misserfolge und prägende Ereignisse der Zeitgeschichte Revue passieren. Immer wieder thematisiert er "seine" Schauspieler, die unvergessliche Gruppe, die ihn begleitete. Zadek hinterfragt das Wesen des Theaters und die Rolle des Schauspielers, und seine Antworten bilden ein bedeutendes Erbe für die Theaterwelt. Der Band entstand in Gesprächen mit Helge Malchow und wurde von Elisabeth Plessen herausgegeben.
In der Reihe 'Nahaufnahmen' werden einzelne Künstler auf der Grundlage von Gesprächen oder kurzen Monographien ihre künstlerische Arbeit und ihren Werdegang in einem übersichtlichen und bezahlbaren Format vorstellen. Jeder Band ist mit einem ausführlichen Werkverzeichnis ausgestattet.
Ein ungezähmtes, leidenschaftliches Buch über das Theater – Peter Zadeks Erinnerungen an die 70er Jahre. Die lange erwartete Fortsetzung von Zadeks erstem Erinnerungsbuch beleuchtet die turbulenten 70er in Bochum und Hamburg, geprägt von historischen Shakespeare-Inszenierungen und einem intensiven Theaterjahrzehnt. Anlässlich seines 80. Geburtstags im Mai 2006 reflektiert der große deutsche Theaterregisseur über seine einflussreiche Karriere. Die 70er Jahre waren entscheidend für seinen Ruhm, insbesondere während seiner legendären Zeit als Intendant des Bochumer Schauspielhauses. Die hinreißende Revue "Kleiner Mann, was nun?" (1972) war der Auftakt zu magischen Theaterereignissen, darunter bedeutende Shakespeare-Inszenierungen wie "Der Kaufmann von Venedig" und "Hamlet". Zuschauer aus ganz Deutschland strömten nach Bochum, um Schauspieler wie Ulrich Wildgruber und Eva Mattes zu erleben. Es folgten große Inszenierungen am Hamburger Schauspielhaus, darunter Ibsens "Wildente". Zadek setzt sein erstes Erinnerungsbuch fort, bietet ein lebendiges, unordentliches Lesevergnügen, geprägt von Witz, Sarkasmus und Zärtlichkeit. Die explosive Zusammenarbeit mit R. W. Fassbinder, das turbulente Privatleben und die Arbeit als Filmregisseur werden thematisiert. So entsteht ein eindrucksvolles Bild einer Zeit, in der das Theater in der Bundesrepublik eine unglaubliche Energie hatte.