Le Biblion de Pythagore
- 321 Seiten
- 12 Lesestunden
Pythagoras war ein antiker griechischer Philosoph, dessen Ruhm Jahrhunderte überdauert, auch wenn seine tatsächlichen Gedanken in Legenden gehüllt sind. In frühen Zeiten war er nicht so sehr für Mathematik bekannt, sondern vielmehr für seine Überzeugungen über die Unsterblichkeit der Seele und deren Wiedergeburt, seine Expertise in religiösen Ritualen und die Gründung einer Lebensweise, die strenge Selbstdisziplin und diätetische Einschränkungen betonte. Seine Vision des Kosmos war nach moralischen Prinzipien und numerischen Beziehungen strukturiert, was spätere Vorstellungen von der Harmonie der Sphären beeinflusste. Pythagoras hinterließ somit ein Erbe einer neuen, optimistischeren Sicht auf das Jenseits und eine inspirierende Lebensweise.


'Werde ich wohlhabend sein?' – 'Werde ich das Verlorene finden?' – 'Kann ich bei dem Geschäft Schaden erleiden?' Klare Antworten auf Fragen wie diese gibt das so genannte Pythagoras Orakel, das wir – neben Schriften über Magische Steine und über Traumdeutung sowie einem Liebeszauber – dem antiken Magier Astrampsychos verdanken. Seine Schriften werden hier erstmals zweisprachig präsentiert und eröffnen einen faszinierenden Einblick in die Hoffnungen und Ängste, in Freud und Leid, in Alltag und Denken der Menschen vor fast zwei Jahrtausenden. Das griechische Orakelbuch Sortes Astrampsychi (so lautet der Originaltitel) stammt aus dem 1. oder 2. Jahrhundert n. Chr. und erfreute sich durch die gesamte Spätantike bis ins Mittelalter großer Beliebtheit.