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Norbert Conrad Kaser

    19. April 1947 – 21. August 1978

    Norbert Kaser wurde zur Ikone der Nachkriegsliteratur Südtirols, geprägt durch seinen rebellischen Lebensstil und provokative Schriften. Sein Werk, oft autobiografisch und formal experimentell, befasst sich mit Themen wie Entfremdung, Identitätssuche und Gesellschaftskritik. Kasers unverwechselbarer Stil zeichnet sich durch rohe Ehrlichkeit und poetische Intensität aus, die seine inneren Kämpfe und seine tiefe Verbundenheit mit seiner Heimat widerspiegeln. Sein literarisches Erbe bleibt ein Zeugnis für Authentizität und eine mutige Stimme in der Literatur.

    Hier bin ich niemand d.h. ich
    Das Kaser-Lesebuch
    Es bockt mein Herz
    Gesammelte Werke
    Norbert C. Kaser 1947-1978. Eingeklemmt
    Jetzt müßte der Kirschbaum blühen. Gedichte, Tatsachen u. Legenden, Stadtstiche. Hrsg. u. Nachw. v. Hans Haider
    • Hier bin ich niemand d.h. ich

      • 120 Seiten
      • 5 Lesestunden

      Ein Dichter in der Schaffenskrise sucht auf der norwegischen Insel Stord nach Inspiration und Geld. Norbert C. Kaser, gerade 23 Jahre alt, schreibt im Sommer 1970 an seinen Landsmann Christian Alton, dass dieser Brief ein „Monstrum“ werden soll – eine Art Fortsetzungsroman. Während seiner dreimonatigen Aufenthalt hofft er, durch den Tapetenwechsel neuen Antrieb zu finden. Kaser, als Teilnehmender Beobachter, schildert ein ihm fremdes Land, das ihn an seine Südtiroler Heimat erinnert. Seine Eindrücke und Empfindungen bringt er einfühlsam und distanziert zu Papier. Die Briefe aus Stord bilden zusammen mit seinen berühmten „Stadtstichen“ sein einziges längeres zusammenhängendes Prosastück und liegen nun erstmals eigenständig vor. Zudem enthält der Band Gedichte, die Kaser in Norwegen verfasst hat, sowie viele unveröffentlichte Fotografien. Ergänzt werden sie durch erläuternde Beiträge des Herausgebers Ralf Höller. Kaser zeigt auch posthum eine beeindruckende poetische Kraft, die ihn zu einem bedeutenden Stern der Literatur erhebt. In seiner Sprache weitet sich das regional Beschränkte zur universellen Provinz des Menschen.

      Hier bin ich niemand d.h. ich2018
    • Nemanželský syn z katolického maloměsta, zběhlý kapucín, který vystoupil z církve, "protože byl zbožným člověkem"; avantgardní básník, zakladatel moderní jihotyrolské literatury, důsledně se podepisující malými písmeny, "tyrolský disident", novinář, učitel z horské vísky, piják a člen Komunistické strany Itálie - psal texty plné lidské, literární a politické vzpoury. Po jeho předčasné smrti v 31 letech vyšly výbory z jeho díla, které jej proslavily v celém německojazyčném prostoru. Výběr jeho próz, českému čtenáři představený poprvé, ukazuje kaserův smysl pro subtilní krásu, pro poezii uvnitř nejjednodušších obrazů a slov. Městské rytiny, které předkládá, jsou ostré a bodají až do krve stejně jako jeho osobní prozaické fragmenty. Obraz, který kaser načrtl o svém domově a jeho lidech, byl zcela upřímný, beze strachu z ošklivosti a zároveň bez milosti.

      Městské rytiny a jiné krátké prózy z Tyrolska2008