Gratis Versand in ganz Österreich
Bookbot

Uta von Winterfeld

    Produktinnovation zur Beseitigung von Problemen und Defiziten im Baunebengewerbe
    Erzählungen aus der Landwirtschaft
    Auf den Spuren der Angst
    Vom Zwischenruf zum Kontrapunkt
    Naturpatriarchen
    • Naturpatriarchen

      • 404 Seiten
      • 15 Lesestunden
      3,0(1)Abgeben

      Im Zeitalter der Aufklärung werden mittelalterliche Naturvorstellungen von neuzeitlichen abgelöst, die von Naturbeherrschung geprägt sind. Doch weshalb mussten auf der Epochenschwelle Scheiterhaufen brennen, weshalb war die Befreiung aus dem Naturzusammenhang patriarchal angelegt? Uta von Winterfeld untersucht aus feministischer und herrschaftskritischer Perspektive „Naturpatriarchen“ auf die Schattenseiten ihrer aufklärenden Absicht: Das befreite Denken eines René Descartes ist auf Kontrolle und Beherrschung der Natur angewiesen; bei Francis Bacon verdrängt das männliche Schaffen die produktive Seite einer als weiblich gedachten Natur; Giordano Bruno verweist darauf, wie widersprüchlich und ambivalent neuzeitliche Naturvorstellungen sind. Die damals entstehenden Naturwissenschaften entzaubern eine „dunkle“ oder „böse“ Natur - die doch zuvor von geistlichen und weltlichen Obrigkeiten in Gestalt der dunklen und bösen „Hexe“ erst geschaffen worden ist. Die Frage der Naturpatriarchen nach der Methode des richtigen Vernunftgebrauchs gilt noch immer: Wie kann ein emanzipiertes Subjekt aus dem Naturzusammenhang befreit werden, ohne ihm ein anderes Subjekt, als Objekt, zwangsläufig zu unterwerfen? „Ein hoher, ein kühner Anspruch der Emanzipation in einer Zeit einer globalen Übernutzung und Zerstörung der natürlichen Grundlagen!“ (Aus dem Vorwort, von Ernst Ulrich von Weizsäcker)

      Naturpatriarchen
    • Vom Zwischenruf zum Kontrapunkt - der Frauenkongress „Frauen - Wissenschaft - Natur“ markierte den Beginn einer kritischen Auseinandersetzung mit den Stimmen von Frauen zu Natur- und Geschlechterverhältnissen in verschiedenen Wissenschaften. Die Teilnehmerinnen thematisierten die Produktionsbedingungen feministischer Wissenschaftlerinnen und zentrale Begriffe wie „Rationalität“ sowie „Objektivität/ Subjektivität“ und deren geschlechtshierarchische Strukturen. Sie hinterfragten die männliche Utopie der Ersetzbarkeit der Natur und wiesen auf die Notwendigkeit hin, die Wissenschaftskompositionen von Homophonie zu Polyphonie zu entwickeln. Der Inhalt des Bandes umfasst Beiträge zu blinden Flecken in der Politikwissenschaft, das Verhältnis von Naturphilosophie und Geschlechterverhältnis, sowie die historische Perspektive auf das Naturverhältnis. Weitere Themen sind die Vergessenheit in der Ökonomik, die Distanz zu Leben und Gemeinschaft in der Verkehrswissenschaft, die Produktionsbedingungen feministischer Wissenschaft und die Rationalität der Geschlechterpolitik. Zudem wird die Moralisierung und Mechanisierung von Objektivität sowie die politische Anthropologie und das Naturverhältnis behandelt. Abschließend wird die konkrete Utopie der Ersetzung der Natur kritisch reflektiert.

      Vom Zwischenruf zum Kontrapunkt
    • Dieses Buch untersucht die Angst durch siebzehn Intensiv-Interviews mit Frauen, ohne sie analytisch zu zerlegen oder isoliert zu betrachten. Es wird versucht, das Verborgene und Unausgesprochene der Angst zu beleuchten, während das individuelle Angsterleben auch in seinen gesellschaftlichen Kontext eingeordnet wird. Vier „Gesichter der Angst“ führen in das Thema ein und vermitteln die Art des Interviewmaterials. Das kindliche Angsterleben wird beschrieben, insbesondere die Erziehung, die durch Liebesentzug Wohlverhalten erzwingt. Dies führt oft zu Störungen im Verhältnis von Nähe und Distanz, die sich auf die Beziehungen der erwachsenen Frauen auswirken. Sie entwickeln sowohl Bindungs- als auch Trennungsangst und zeigen ambivalentes Verhalten in ihren Beziehungen. Zum Zeitpunkt des Interviews arbeiten die Frauen in autonomen Frauenhäusern, wo Angst durch Überforderung in der täglichen Arbeit entsteht. Neben Versagensangst sind auch Existenz- und Entfremdungsängste präsent, verstärkt durch Massenarbeitslosigkeit und geschlechtliche Arbeitsteilung. Über biografische Dimensionen hinaus wird das Verhältnis zwischen Angst und Identität thematisiert, um das Spannungsfeld zwischen Innenwelt und Außenwelt zu vertiefen. Theoretische Überlegungen, insbesondere historischer, religionsphilosophischer und psychoanalytischer Art, werden hinzugezogen. Es wird der Zusammenhang von Angst, Gewalt und Aggression sowie das Abgründige der Angst un

      Auf den Spuren der Angst