Stephen J. Schoen Bücher



Dieses Buch handelt von der spirituellen Dimension des Kontaktes zwischen Therapeut*innen und Klient*innen, besonders aus der Perspektive der Gestalttherapie. »Und bitte, lasst es mich gleich am Anfang sagen, falls Euch diese religiöse Wortwahl überraschen sollte: Habt Geduld mit mir! Wie Monsieur Jourdain in Molières Theaterstück, der sehr verwundert war, festzustellen, dass er sein ganzes Leben lang Prosa geredet hatte, könnte es für Euch Therapeut*innen und Klient*innen verblüffend sein, wenn Ihr erkennt, dass Ihr in Eurer Therapie immer etwas Spirituelles tut.« Neben dem vorliegenden Buch sind von Stephen Schoen in der Edition GIK im Peter Hammer Verlag in deutscher Sprache erschienen: »Die Nähe zum Tod macht großzügig: Ein Therapeut als Helfer im Hospiz« (2006) sowie sein Therapie-Roman »Greenacres« (2002).
Die Nähe zum Tod macht großzügig
- 112 Seiten
- 4 Lesestunden
David, 76 Jahre, Psychotherapeut, hadert mit dem Altwerden: Er bemerkt seine zunehmende Vergesslichkeit. Er entscheidet sich, als ehrenamtlicher Helfer in einem Zen-Hospitz mitzuarbeiten, um sich mit den Themen Vergänglichkeit und Tod auseinander zu setzen. Hier lernt er, auf welch unterschiedliche Weisen Menschen dem Tod nahe sind. Manche stellen sich dem Tod in Ruhe und Bewusstheit, andere lenken sich ab durch Fernsehen, Gesellschaftsspiele, scheinbare belanglose Gespräche. Letzteren begegnet er zunächst mit Verachtung. Doch im Laufe der Zeit erfährt er, dass die Nähe zum Tod großzügig macht: die Sterbenden, die Begleiter und nicht zuletzt auch ihn selbst. Großzügig den anderen und auch sich selbst gegenüber. Davon und aus seinem persönlichen familiären und beruflichen Leben berichtet David in kleinen Episoden aus dem Hospiz.