In diesem Band sind Auszüge der zwischen 2019 und 2022 abgehaltenen Jahrestreffen der Akademie für west-östlichen Dialog der Kulturen vereint. Die Themen ergänzen die nach dem plötzlichen Tod Reinhard Knodts erschienene Gedenkschrift aus dem Jahr 2023 und bilden gemeinsam ein vielschichtiges Bücher-Duo. Gleichwohl erinnert jeder Band in eigener Weise an die gelebten Korrespondenzen um den Philosophen, Literaten und Philanthropen. Die Beiträge sind Zeitzeichen dieser Korrespondenzen als Vermittelndes Zwischen innerhalb unserer Akademie. Darin eingewoben finden die unterschiedlichen Ausdrucksweisen der vielen Sterne – mit ausgelagerten Satelliten in Nah- und Fernost – je ihre eigene Form. Sie durchstreifen eine Diversität, ausgehend vom Grunde der Frage nach dem personalen Menschsein bis hin, was Interkulturalität aus unterschiedlichen west-östlichen Perspektiven beinhalten kann. Im Durchwandern von Grenzen atmosphärischer Räume der Topologie bleibt der Ausblick ins offene Feld. Mit Beiträgen von: Eva Koethen, Dagmar Dotting, Walter Yu, Harald Seubert, Matthew Pritchard, Hans-Rainer Sepp, Sebastian Knöpker, Kristina Schippling
Eva Koethen Bücher



Eva Koethen, bildende Künstlerin und Professorin für Kunstwissenschaft an der Leibniz-Universität Hannover, liefert sich mit ihren Texten und künstlerischen Arbeiten ganz an den Prozess des Suchens und Findens aus. "Es geht darum, daß uns im eigenen Sehen, Hören, Tasten und Fühlen etwas überraschend widerfährt, worauf es zu antworten gilt", schreibt Bernhard Waldenfels im Nachwort über ihre Arbeit. Dabei sind es "nicht nur die Anderen, die uns ansehen, ansprechen, anrühren und beunruhigen, sondern auch die Dinge. Dies bedeutet keine animistische Wiederverzauberung der Welt, sondern eine Schulung der Sinne."
Fotografische Räume
- 96 Seiten
- 4 Lesestunden
Wo Menschen aus aller Welt sich begegnen, verändern sich die Muster des Eigenen und des Fremden. Kulturelle Entwicklungen überlagern sich und durchdringen einander in vielerlei Hinsicht und Gestalt. Mannigfaltig geprägte Biografien prallen auf eine zunehmend technisierte globale Moderne und setzen – unberechenbar und oft unbemerkt – die Kreativität in Gang. Eva Koethen, bildende Künstlerin und Professorin für Kunstwissenschaft an der Leibniz Universität Hannover, betrachtet den modernen Alltag als vielgestaltigen ästhetischen Prozess. Im anschaulichen Wechsel zwischen Kunst und Wissenschaft zeigt sie, wie neue Muster der Zugehörigkeit mit dem Experiment des Findens zusammenhängen.