Robert Musil Bücher
Dieser österreichische Autor ließ sich in seinen frühen Werken von eigenen Erfahrungen an Militärinternaten inspirieren, die er in seinem ersten Roman anschaulich darstellte. Seine Schriften tauchen tief in psychologische Gefilde ein und erforschen oft die Komplexität menschlicher Identität und Wahrnehmung. Später in seiner Karriere wurde sein Stil zunehmend ambitioniert und widmete sich umfassenden philosophischen Fragestellungen und Gesellschaftskritik. Sein unverwechselbarer analytischer Stil und seine intellektuelle Schärfe machen ihn zu einer bedeutenden Stimme der modernen Literatur.







Der Mann ohne Eigenschaften ist das Hauptwerk Robert Musils und gilt als einer der einflussreichsten Romane des 20. Jahrhunderts. Dieser Torso zeigt wie sich Erzählen und essayistische Welterfassung zu einer erhellenden Einheit finden.
Der Mann ohne Eigenschaften ist das Hauptwerk Robert Musils und gilt als einer der einflussreichsten Romane des 20. Jahrhunderts. Dieser Torso zeigt wie sich Erzählen und essayistische Welterfassung zu einer erhellenden Einheit finden.
«Musils Buch besitzt die hinreißendsten Romaneigenschaften: Anschaulichkeit noch in der unsinnlichsten Reflexion, Heiterkeit bis zu tanzendem Übermut, gründlichen Humor, der kaum an ein oder zwei Stellen geringere Humostika passieren lässt, und vor allem einen Reichtum und Witz des Vergleichs und der Bilder, wie er in der deutschen Literatur, mindestens seit Gottfried Keller, nicht seinesgleichen hat.»
Die Verwirrungen des Zöglings Törleß. Textausgabe mit Kommentar und Materialien
Reclam XL – Text und Kontext
Nach der vollständig, kritisch kommentierten Neu-Ausgabe der Tagebücher Robert Musils wird hier das dichterische und kritisch-essayistische Werk Musils präsentiert, erheblich erweitert im Vergleich zur Ausgabe von 1952-1957. Diese Ausgabe ist das Ergebnis eines neuen editorischen Unternehmens. Der erste Band enthält Musils Hauptwerk, den „Mann ohne Eigenschaften“, gefolgt von einem neu geordneten und erweiterten Nachlassteil. Der zweite Band umfasst Musils Erstlingsroman „Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“, die Erzählungen „Vereinigungen“ (mit früheren Fassungen), die Novellen „Drei Frauen“ sowie die Stücke „Die Schwärmer“ und „Vinzenz und die Freundin bedeutender Männer“. Zudem sind lyrische Werke, Widmungen an Freunde und erstmals die gesammelte Kleine Prosa enthalten. Diese umfasst „Nachlaß zu Lebzeiten“ mit Vorstufen, verstreute Geschichten und Glossen, sowie eine Sammlung der Prosa-Fragmente mit unbekannten Texten. Der Band bietet auch die vollständige Kollektion der Aphorismen und autobiografischen Entwürfe aus den späteren Jahren. Chronologisch geordnet sind die Essays und Reden von 1911-37 sowie das kritische Werk aus den Jahren 1912-30, einschließlich Antworten auf Umfragen zu literarischen und politischen Fragen von 1914-33. Herausgeber Adolf Frisé hat alle Werkteile kritisch überprüft, kommentiert und mit ausführlichen Registern versehen.
Der Kommentar ist, gemäß der Aufeinanderfolge der Briefe, chronologisch angelegt: jeweils so datiert wie der Brief, Brief-Entwurf, die Karte. Das Register verzeichnet, nach den „Namen“, im einzelnen die Briefe Musils, Martha Musils, die Absender der an Musil gerichteten Briefe sowie die Absender und Adressaten der Briefe über ihn.
In Zeitungen und Zeitschriften II
Unselbstständige Veröffentlichungen 1922-1924
Musil war 18, als er für das Feuilleton zu schreiben begann. Er veröffentlichte neben Essays und Kritiken seine ersten Erzählungen in Zeitschriften und wirkte im Krieg selbst als Redakteur. Später trat er als Publizist noch stärker hervor undlebte bis 1924 ausschließlich von Zeitungshonoraren. Er publizierte im gesamten deutschsprachigen Feuilleton, von Glossen über Kurzprosastücke bis zu seinen großen zeitkritischen Essays. Auch wenn es für ihn v.a. ums Überleben ging,ergibt sich aus dieser vielfältigen Publizistik eine überaus hellsichtige Diagnose für die Zeit vor und nach dem ruinösen Krieg. In diesem Sinne wird das vermeintlich Disparate hier erstmals, nach Veröffentlichungsdatum.
Robert Musil war 18, als er in Brünn für das Feuilleton zu schreiben begann. In Berlin veröffentlichte er seine erste Erzählung, Essays und Kritiken in Zeitschriften, im Krieg an der Südfront wirkte er selbst als Redakteur. In den Nachkriegsjahren trat er als Publizist noch stärker hervor, lebte bis 1924 nach dem Verlust der Stellung als Beamter ausschließlich von Zeitungshonoraren. Er publizierte im gesamten deutschsprachigen Feuilleton. Wöchentlich, manchmal täglich erschienen neben Kritiken Glossen und Kurzprosastücke (das legendäre Fliegenpapier brachte er in 8 verschiedenen Zeitungen unter). Zugleich verfasste er seine ersten großen zeitkritischen Essays für Zeitschriften. Und auch dramatische Fragmente und allererste Fassungen von Kapiteln aus Der Mann ohne Eigenschaften erschienen zuerst im Feuilleton. Auch wenn es für Musil vor allem ums finanzielle Überleben ging, ergibt sich aus seiner nach Inhalten und Formen außergewöhnlich vielfältigen Publizistik eine überaus hellsichtige Diagnose europäischer Kultur für die Zeit vor und nach dem ruinösen Krieg. In diesem Sinne wird das vermeintlich Disparate hier erstmals, streng nach Veröffentlichungsdatum geordnet, als Einheit geboten.
Das dichterische Werk
Die Gedichte, die Prosa mit dem Roman Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge
- 1152 Seiten
- 41 Lesestunden
Alle Werke. 1.146 Seiten. Nur bei uns. Die Gedichte und Prosa: Buch der Bilder, Duineser Elegien, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge u.v.m. Marcel Reich-Ranicki bekannte, er könne "dem Rhythmus von Rilkes Versen schwerlich widerstehen ... Rilke wusste mit dem Reim umzugehen wie nur wenige Dichter in der Geschichte unserer Literatur." "Von allen deutschen Dichtern hat sich keiner zuverlässiger, keiner überraschender und keiner glücklicher entwickelt als Rilke", rühmte auch Stefan Zweig. Selbst Gottfried Benn verneigte sich tief vor den großen Sprachvisionen seines Dichterkollegen: "Ihn am wenigsten im 20. Jahrhundert könnte ich aus der Lyrik entbehren". Auf der Basis der noch von Rilke selbst konzipierten sechsbändigen Ausgabe der Gesammelten Werke entstand diese über 1.000 Seiten starke Edition, die das zentrale lyrische Werk umfasst, eine Auswahl bedeutender Prosaschriften, die Erzählungen und natürlich "Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" (den "ersten konsequent modernen deutschsprachigen Roman", so Harenbergs Buch der 1000 Bücher). Aus dem Inhalt: Frühe Gedichte, Das Buch der Bilder, Das Stunden-Buch, Das Marien-Leben, Requiem, Neue Gedichte, Duineser Elegien, Die Sonette an Orpheus und Fragmentarisches, (ergänzt um die erst posthum erschienenen erotischen "Sieben Gedichte"), Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke
Der Mann ohne Eigenschaften. Tl.4
- 472 Seiten
- 17 Lesestunden
Nur sagte er öfters, daß er nichts Unfertiges herausgeben möchte; aber manchmal sagte er auch: später einmal werden sich Literarhistoriker an meinen Notizen den Kopf zerbrechen. (Martha Musil)
Edition Information: Neu durchgesehene und erg. Aufl. Published/Created: Reinbeck bei Hamburg : Rowohlt, 1983. Description: 2 v. : facsims. ; 20 cm.
Der gewaltige literarische Bilderbogen einer untergehenden Epoche. «Der Mann ohne Eigenschaften», Musils unvollendetes Opus magnum, ist eines der wirkungsmächtigsten Werke der modernen Literatur, «ein letztes Prunkstück österreichischen Barocks, strotzend von Überfülle, Fleisch und Kostüm, Vorhang und Hintergrund, Sinnlichkeit und Reflexion». (Ernst Fischer)
„Musils Buch besitzt die hinreißendsten Romaneigenschaften: Anschaulichkeit noch in der unsinnlichsten Reflexion, Heiterkeit bis zu tanzendem Übermut, gründlichen Humor, der kaum an ein oder zwei Stellen geringere Humoristika passieren läßt, und vor allem einen Reichtum und Witz des Vergleichs und der Bilder, wie er in der deutschen Literatur, mindestens seit Gottfried Keller, nicht seinesgleichen hat.“
Mit Musils frühestem erzählerischem Werk, Die Verwirrungen des Zöglings Törleß, vereinigt dieser Sammelband die novellistische Prosa. Darunter befinden sich Die Vollendung der Liebe und Die Versuchung der stillen Veronika, psychologisch bis an die äußerste Grenze vorstoßende Experimente; sowie Drei Frauen, die letzten größeren erzählerischen Versuche, bevor die Konzentration auf das Lebenswerk Der Mann ohne Eigenschaften alles andere ausschloß.Inhalt:- Die Verwirrungen des Zöglings Törleß (1906)- Vereinigungen (1911)- Drei Frauen (1924)- Nachlaß zu Lebzeiten (1936)
Der Mann ohne Eigenschaften, Roman 1.-2.
- 1040 Seiten
- 37 Lesestunden
«Musils Buch besitzt die hinreißendsten Romaneigenschaften: Anschaulichkeit noch in der unsinnlichsten Reflexion, Heiterkeit bis zu tanzendem Übermut, gründlichen Humor, der kaum an ein oder zwei Stellen geringere Humostika passieren lässt, und vor allem einen Reichtum und Witz des Vergleichs und der Bilder, wie er in der deutschen Literatur, mindestens seit Gottfried Keller, nicht seinesgleichen hat.»
Nachlaß zu Lebzeiten
- 153 Seiten
- 6 Lesestunden
Meisterliche Prosastücke von Robert Musil, den die Londoner „Times“ den „bedeutendsten deutschschreibenden Romancier der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts und zugleich unbekanntesten Schriftsteller dieses Zeitalters“ nannte. Dieser zuerst 1936 veröffentlichte Band enthält Bilder, Betrachtungen und Geschichten, darunter die berühmte Erzählung „Die Amsel“. Die meisten dieser Stücke sind zwischen 1920 und 1929 entstanden, Nebenprodukte bei der Arbeit am „Mann ohne Eigenschaften“.
Buch UND Hörbuch In seinen berühmten «Zwei Erzählungen» – die Vollendung der Liebe und Die Versuchung der Stillen Veronika – gibt Musil einen profunden Einblick in die Abgründe der Liebe. und Sexualität.
Die Schwärmer : Schauspiel
- 138 Seiten
- 5 Lesestunden
Dieses Schauspiel Robert Musils, von Kennern und Kritikern geschätzt und gerühmt, galt lange Zeit als unspielbar. In Berlin endete 1929 die Inszenierung einer von Musil bekämpften gekürzten Fassung mit dem „Schwärmer-Skandal“, der im Anhang zu diesem Buch dokumentiert wird. Erst 1955 kamen „Die Schwärmer“ in Darmstadt wieder auf die Bühne; im 100. Geburtsjahr Robert Musils, 1980, erlebte das Stück am Akademietheater des Wiener Burgtheaters unter Erwin Axer und am Schloßpark-Theater Berlin unter Hans Neuenfels Triumphe und bewies seine ungebrochene Aktualität.
Der Fall Moosbrugger
- 128 Seiten
- 5 Lesestunden
Im Jahr 1910 brachte ein bereits zuvor wegen Mordes verurteilter Täter in Wien eine Frau auf brutalste Weise ums Leben. Der Mörder Christian Voigt ging – wie Jack the Ripper – in die Kriminalgeschichte und als Moosbrugger mit Robert Musil in die Literaturgeschichte ein. Musil, seit Anfang 1911 in Wien, verfolgte den Prozess mit großem Interesse und baute ihn in die Architektur seines komplexen Romans Der Mann ohne Eigenschaften ein. Die handelnden Figuren – Ulrich, Agathe, Clarisse – sehen in Moosbrugger einen Unverstandenen, dem man helfen müsse. Die geistig verwirrte Clarisse will in Moosbrugger, da er Zimmermann ist, sogar eine Reinkarnation des Erlösers erkennen. Der Mörder wird aus dem Gefängnis befreit und in einer als Versteck angemieteten Wohnung untergebracht, wo sich die Bedienstete Rachel um ihn kümmert. Hier nun entfaltet sich ein Kammerspiel am Rande des Schreckens, das ständig in die Katastrophe abzukippen droht. Das beklemmende Psychogramm Moosbruggers, das den Autor auf der Höhe seiner Kunst zeigt, ist nicht nur eine atemberaubende Lektüre, es eröffnet den Leser*innen auch einen faszinierenden Zugang zu Musils oft als unzugänglich empfundenen Roman.
In einem Militärinternat in der österreichischen Provinz wird ein Schüler erpresst, gedemütigt und gequält. Der junge Törleß beteiligt sich an diesem sadistischen Spiel seiner Kameraden, fasziniert von der Macht, die er auf Schwächere auszuüben vermag. Seine 'Verwirrungen' beschreiben einen schmerzhaft durchlebten Prozess der Entwicklung und Erkenntnis: die Pubertät. Wohl kein Werk der Literatur hat diese so schmerzlich-intensiv geschildert wie Robert Musils Roman.
Die Amsel
- 79 Seiten
- 3 Lesestunden
Die hier versammelte Prosa entstammt Musils 1936 erschienenem Band »Nachlaß zu Lebzeiten«.
"Wenn die Dummheit nicht dem Fortschritt, dem Talent, der Hoffnung oder der Verbesserung zum Verwechseln ähnlich sähe, würde niemand dumm sein wollen. Das habe ich 1931 gesagt; und niemand wird zu bezweifeln wagen, daß die Welt auch seither noch Fortschritte und Verbesserungen gesehen hat!" Robert Musil Robert Musil hält seinen legendären Vortrag »Über die Dummheit« erstmals am 11. März 1937 in Wien – auf den Tag genau ein Jahr vor dem »Anschluss« Österreichs an Nazi-Deutschland. In seiner Rede formuliert er das Paradox der Dummheit, »dass jeder, der über Dummheit sprechen oder solch einem Gespräch mit Nutzen beiwohnen will, von sich voraussetzen muss, dass er nicht dumm sei und also zur Schau trägt, dass er sich für klug halte, obwohl es allgemein für ein Zeichen von Dummheit gilt, das zu tun!« Das Phänomen, von dem er spricht, ist nicht zu beseitigen und durchzieht alle Kreise.
Die Portugiesin
- 39 Seiten
- 2 Lesestunden
Robert Musil (1880-1942) war ein österreichischer Schriftsteller, dessen Werk durch den Ersten Weltkrieg und die nationalsozialistische Herrschaft geprägt wurde. Er schrieb Novellen, Dramen, Essays und zwei Romane, darunter «Die Verwirrungen des Zöglings Törleß» und das unvollendete Hauptwerk «Der Mann ohne Eigenschaften».
Reisen ins UngewisseDie fünf Erzählungen von Robert Musil, die dieser Band versammelt, versuchen die Grenzen menschlicher Erfahrung auszuloten und geraten damit an die Grenzen von Sprache und Moral. Es geht um Liebe und Ehebruch, um Wahrheit und Identitätsverlust und die Frage, wie sich von unserem so verwirrenden Leben, von unseren geheimen Wünschen und inneren Zuständen überhaupt noch erzählen lässt. Fünf bahnbrechende Texte der literarischen Moderne.
Robert Musils Reflektion über die Dummheit verweist auf die Aporie, diese gültig zu fassen, und findet doch Rat. Franz Schuh bemerkt, „es gibt Spezialdummheiten, die man mit relativer Intelligenz durchaus benennen kann, ohne dass man dabei dem Paradox der Dummheit verfällt.“ Mit dieser kolorierten Fassung wird der immer noch aktuelle Text verändert, ohne aber diesen zu ändern. Eine Dummheit?
Gesammelte Werke 4
Der Mann ohne Eigenschaften
Gesammelte Werke 2. Essays und Reden. Kritik
- 974 Seiten
- 35 Lesestunden
Obdachlosigkeit, Wohnungslosigkeit und prekäres Wohnen
Aktuelle Datenlage und Vorschläge für eine österreichweite Erhebung
- 159 Seiten
- 6 Lesestunden
Das Forschungsprojekt untersucht die Datenlage zu Obdachlosigkeit, Wohnungslosigkeit und prekär Wohnenden in Österreich. Ziel ist es, bestehende Datenquellen zu identifizieren und deren Qualität für eine umfassende Erhebung zu bewerten. Dazu wurden Literaturrecherchen, Interviews mit Fachleuten und Workshops mit Stakeholder:innen durchgeführt. Auf dieser Basis entstanden Vorschläge zur Kombination von Datenquellen in einem Multi-Method-Design sowie drei Modelle, die die Anforderungen und Herausforderungen einer österreichweiten Erhebung im föderalen System beleuchten.
Die Verwirrungen des Zöglings Törleß. EinFach Deutsch ... verstehen
Robert Musil: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß
- 120 Seiten
- 5 Lesestunden
Die Reihe bietet eine spannende und abwechslungsreiche Sammlung von Geschichten, die verschiedene Themen und Genres abdecken. Jeder Band entführt die Leser in neue Welten, mit einzigartigen Charakteren und fesselnden Handlungen. Die Bücher zeichnen sich durch ihren kreativen Erzählstil und tiefgründige Themen aus, die zum Nachdenken anregen. Die Illustrationen und das ansprechende Layout machen das Lesen zu einem visuellen Erlebnis. Diese Reihe ist ideal für Leser, die Vielfalt und Qualität schätzen.
Der Mann ohne Eigenschaften 2. Erstes Buch
- 576 Seiten
- 21 Lesestunden
Robert Musil, einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts, vereint in seinem Werk "Der Mann ohne Eigenschaften" Erzählen und essayistische Welterfassung. Die Musil-Gesamtausgabe bietet dieses Meisterwerk erstmals in einer besonders leserfreundlichen und originalnahen Buchausgabe.
Der Mann ohne Eigenschaften 1. Erstes Buch
- 560 Seiten
- 20 Lesestunden
Robert Musil, einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts, vereint in seinem Werk "Der Mann ohne Eigenschaften" Erzählen und essayistische Welterfassung. Die Musil-Gesamtausgabe bietet dieses Meisterwerk erstmals in einer besonders leserfreundlichen und originalnahen Buchausgabe.
14 Bücher hat Robert Musil zu seinen Lebzeiten veröffentlicht. Außer den beiden Bänden des Romans Der Mann ohne Eigenschaften werden hier, in Band 7 und Band 8 der Gesamtausgabe, alle dargeboten, das erste Mal gemeinsam und in chronologischer Abfolge: ein Panoptikum von Textgattungen und Publikationsformen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Es reicht von Musils erzählerischen Meisterwerken, dem berühmten Erstlingsroman Die Verwirrungen des Zöglings Törleß (1907), dem esoterischen Novellenband Vereinigungen (1911), den Drei Frauen (1924) und der Sammlung Nachlaß zu Lebzeiten (1935), bis zu den Textfassungen der Stücke, die Musil für das Theater geschrieben hat, dem Schauspiel Die Schwärmer (1921) und der Posse Vinzenz und die Freundin bedeutender Männer (1924). Zwei öffentliche Vorträge Musils, die Rede zur Rilke-Feier (1927) und die legendäre Rede Über die Dummheit (1937), wurden jeweils als Broschüren gedruckt und sind als eigenständige Publikationen ebenso enthalten wie seine 1908 gedruckte Dissertation Beitrag zur Beurteilung der Lehren Machs.
Musil war 18, als er für das Feuilleton zu schreiben begann. Er veröffentlichte neben Essays und Kritiken seine ersten Erzählungen in Zeitschriften und wirkte im Krieg selbst als Redakteur. Später trat er als Publizist noch stärker hervor und lebte bis 1924 ausschließlich von Zeitungshonoraren. Er publizierte im gesamten deutschsprachigen Feuilleton, von Glossen über Kurzprosastücke bis zu seinen großen zeitkritischen Essays. Auch wenn es für ihn v.a. ums Überleben ging, ergibt sich aus dieser vielfältigen Publizistik eine überaus hellsichtige Diagnose für die Zeit vor und nach dem ruinösen Krieg. In diesem Sinne wird das vermeintlich Disparate hier erstmals, nach Veröffentlichungsdatum geordnet, als Einheit geboten.
Robert Musil, Gesammelte Werke
Gebunden in feingeprägter Leinenstruktur auf Naturpapier. Mit goldener Schmuckprägung. Prosa, Theater, Essays, Reden
- 800 Seiten
- 28 Lesestunden
Ein brillanter Kopf, Stilist von hohen Gnaden, vom Leben gebeutelt und bald völlig vereinnahmt von einem ausufernden Romanprojekt: Robert Musil, der große Unvollendete der modernen Literatur, hat zahlreiche vollendete Werke geschrieben. Der Roman Die Verwirrungen des Zöglings Törleß zeigte früh sein Ausnahmetalent. Er schrieb Theaterstücke wie Die Schwärmer, die sprachmagische Novellensammlung Drei Frauen und versammelte im Nachlass zu Lebzeiten selbst seine beste Kurzprosa. Eine Auswahl von Musils Essays und Reden rundet diesen Band ab.
Robert Musils Werk ist ein komplexer Roman, der in der Zeit des Austro-Hungarischen Kaiserreichs spielt und die gesellschaftlichen und politischen Umwälzungen dieser Epoche reflektiert. Im Mittelpunkt steht die Figur des Ulrich, ein intellektueller und skeptischer Mann, der als „Mann ohne Eigenschaften“ bezeichnet wird. Ulrich ist auf der Suche nach Sinn und Identität in einer Welt, die von Unsicherheit und Widersprüchlichkeit geprägt ist. Die Handlung entfaltet sich vor dem Hintergrund der Vorbereitungen zur Feier des 70. Jahrestages des Kaisers, was als Symbol für den Zerfall der alten Ordnung dient. Musil thematisiert die Spannungen zwischen Individuum und Gesellschaft, die Suche nach Wahrheit und die Unmöglichkeit, klare Antworten zu finden. Neben Ulrich treten zahlreiche weitere Charaktere auf, die unterschiedliche gesellschaftliche Schichten und Ideologien repräsentieren. Dazu gehören seine Geliebte Agathe, die als Spiegel seiner inneren Konflikte fungiert, sowie eine Vielzahl von Nebenfiguren, die die Vielfalt der menschlichen Erfahrungen und Perspektiven darstellen. Insgesamt bietet der Roman eine tiefgehende Analyse der menschlichen Existenz und der Herausforderungen, die mit der modernen Welt verbunden sind. Musils Stil ist geprägt von philosophischen Überlegungen und einer detaillierten Beobachtung der zwischenmenschlichen Beziehungen.
Adolf Frisé, geboren 1910, gestorben 2003, ist Autor von Theaterstücken und Romanen. Nach 1945 Zeitungsredakteur (Politik und Feuilleton) in Hamburg, zuletzt Kulturredakteur beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt als Leiter der Literaturredaktion. (seit 1917 Edler von M.), geboren am 6.11.1880 in Klagenfurt, stammte aus einer altösterreichischen Beamten- , Gelehrten- , Ingenieurs- und Offiziersfamilie. Er studierte an der technischen Militärakademie in Wien, brach seine Militärsausbildung ab und wurde Maschinenbauingenieur. Nach einer Tätigkeit als Assistent an der TH Stuttgart studierte er 1903-08 in Berlin Philosophie, Psychologie, Mathematik und Physik und promovierte mit einer Arbeit über den Theoretiker des naturwissenschaftlichen Positivismus Ernst Mach zum Dr. phil. Auf eine Universitätslaufbahn verzichtete er, um freier Schriftsteller zu werden. 1911-14 war er Bibliothekar, 1914 Redakteur der «Neuen Rundschau». Im 1. Weltkrieg war er Landsturmhauptmann, Herausgeber der «Soldatenzeitung» und zuletzt im Kriegspressequartier. 1918-22 lebte er als Beamter in Wien, danach als freier Schriftsteller, Theaterkritiker und Essayist in Wien und Berlin. Nach der faschistischen Besetzung Österreichs emigrierte er nach Zürich. Die letzten Lebensjahre verbrachte er fast mittellos in Genf, wo er am 15.04.1942 starb.
Moderne Erzähler 18
- 92 Seiten
- 4 Lesestunden
Robert Musil
- 410 Seiten
- 15 Lesestunden
Briefe nach Prag
- 135 Seiten
- 5 Lesestunden
(seit 1917 Edler von M.), geboren am 6.11.1880 in Klagenfurt, stammte aus einer altösterreichischen Beamten- , Gelehrten- , Ingenieurs- und Offiziersfamilie. Er studierte an der technischen Militärakademie in Wien, brach seine Militärsausbildung ab und wurde Maschinenbauingenieur. Nach einer Tätigkeit als Assistent an der TH Stuttgart studierte er 1903-08 in Berlin Philosophie, Psychologie, Mathematik und Physik und promovierte mit einer Arbeit über den Theoretiker des naturwissenschaftlichen Positivismus Ernst Mach zum Dr. phil. Auf eine Universitätslaufbahn verzichtete er, um freier Schriftsteller zu werden. 1911-14 war er Bibliothekar, 1914 Redakteur der «Neuen Rundschau». Im 1. Weltkrieg war er Landsturmhauptmann, Herausgeber der «Soldatenzeitung» und zuletzt im Kriegspressequartier. 1918-22 lebte er als Beamter in Wien, danach als freier Schriftsteller, Theaterkritiker und Essayist in Wien und Berlin. Nach der faschistischen Besetzung Österreichs emigrierte er nach Zürich. Die letzten Lebensjahre verbrachte er fast mittellos in Genf, wo er am 15.04.1942 starb.
Allerhand Fragliches : Aphorismen
- 125 Seiten
- 5 Lesestunden
Krieg. Wahn. Sex. Liebe
Das Finale des Romans "Der Mann ohne Eigenschaften" von Robert Musil
- 350 Seiten
- 13 Lesestunden
Warum blieb Musils Roman unvollendet? Welche möglichen Enden existieren und was offenbaren seine Konzepte? Oder gibt es vielleicht doch ein verborgenes Finale in den Bergen von Manuskripten, die er hinterließ? Die Frage nach dem Abschluss des Werkes bleibt rätselhaft. Walter Fanta, Herausgeber der digitalen Musil-Edition, hat zwei Jahrzehnte damit verbracht, Musils Manuskripte zu entschlüsseln und textgenetisch zu erforschen. Er hat aus den halb verschriftlichten Notizen, die Gedachtes skizzieren, Lösungen entwickelt. Musils Nachlass ist ein Labyrinth, ein prä-digitaler Hypertext, in dem der Autor als „Herr des Spiels“ agiert, während er gleichzeitig den verschiedenen, sich verselbstständigenden Spielverläufen unterworfen ist. In den vielen Phasen des Schreibens von 1919 bis 1942 entwarf Musil zahlreiche mögliche Enden, konnte sich jedoch für keines entscheiden. Die Interpretation seiner Konzepte identifiziert vier Fluchtlinien, die der Roman verfolgt: 1. Der unvermeidliche Krieg als Summe widerstrebender Strömungen. 2. Der Einzelne versinkt im Wahn, während die Welt zerfällt. 3. Sexuelle Entladung als Erlösung, verbunden mit Karneval und Apokalypse. 4. Die letzte Liebesgeschichte führt in asexuelle Entropie, während der Inzest aus dem Roman hinauswandert.
Königs Erläuterungen und Materialien
Interpretation zu Arthur Schnitzler. Traumnovelle
- 126 Seiten
- 5 Lesestunden
Die Reihe Königs Erläuterungen existiert seit 1896 und ist die umfangreichste Sammlung von Interpretationshilfen in deutscher Sprache. Jedes Jahr wird die Reihe überarbeitet, erweitert und den heutigen Bedürfnissen der Schüler angeglichen. Königs Erläuterungen bieten Band für Band verlässliche Lernhilfen für Schüler und weiterführende Informationsquellen für Lehrer und andere Interessierte, sie sind verständlich und prägnant geschrieben und in unserem neuen Layout noch übersichtlicher gestaltet. Schematische Darstellungen, Hinweise in Textkästchen am Rand der Erläuterungen und in Kopf- und Fussleisten ermöglichen eine schnelle Orientierung, d.h. grosse Zeitersparnis bei der Unterrichtsvorbereitung.
Interpretationshilfe Deutsch: Robert Musil Die Verwirrungen des Zöglings Törleß
- 110 Seiten
- 4 Lesestunden
Diese Interpretationshilfe erleichtert Ihnen die Lektüre des Romans und vertieft das Textverständnis. Sie ermöglicht eine optimale Vorbereitung auf Unterricht und Klausuren. Der Band enthält Hintergrundinformationen zu Autor und Werk, eine ausführliche Inhaltsangabe und eine systematische Interpretation des Romans unter folgenden Gesichtspunkten: Struktur und Konzeption des Romans - Aufbau und zeitliche Gliederung, Erzähler, Vorhaben und Thematik Musils; die Figurenkonstellation; die Lebenskrise des jungen Törleß; Interpretation von Schlüsselstellen.
Alpen - Lebensraum im Wandel
Die österreichischen Alpen im Blickpunkt der Geographie
- 135 Seiten
- 5 Lesestunden
Utopie Kakanien
ein Querschnitt durch den Roman "Der Mann ohne Eigenschaften"
Contains: A Sort of Introduction The Like of it Now Happens (I)"It would be useless to attempt a synopsis of Der Mann ohne Eigenschaften, not only because of its length and complexity, but also because the real action lies not on the surface, in what the characters do (though that is often dramatic enough), but within, in their states of mind, the fluctuations of their emotions, their theories, and the counterpoint between the thoughts and the behaviour of them all, in themselves and in relation to each other, especially to the Man without Qualities himself, who is the nucleus, and in relation to the demands of the indefinable pattern of this world we live in."(From the Foreword by the translators)
The Confusions of Young Toerless
- 272 Seiten
- 10 Lesestunden
One of the great short novels of the early twentieth century. It is a novel of youth; a novel of growing up; and it casts an unflinching look at the world.
Five Women
- 288 Seiten
- 11 Lesestunden
A stunning collection of Musil's vivid and enticing stories, looking at love, desire and the heart of humanity.
Robert Musil, primarily recognized for his modernist novel, also made significant contributions as a playwright and drama critic during 1921-1929. His theatrical works and critical essays are deeply intertwined with his broader literary endeavors and reflect his dedication to art as a vital social and cultural force. These plays and writings are not merely supplementary; they are essential to understanding his artistic vision and serve as a foundation for his renowned unfinished novel.



![Briefe 1901 [neunzehnhunderteins] - 1942](https://rezised-images.knhbt.cz/1920x1920/51384780.jpg)






















































