DIE JÜNGSTEN WIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNGEN zeigen es überdeutlich: Ein tief greifender Wandel des neoliberalen Systems ist im Gange. So tief greifend, dass selbst die überzeugtesten Anhänger der freien Wirtschaft den Staat zu Hilfe rufen und erkennen, dass sie ihre Strategien überdenken müssen. Aber nicht nur Spekulation und Betrug haben den Neoliberalismus unter miniert. Die Wurzeln der Krise liegen viel tiefer und die Kernfrage lautet: Welche Ziel- und Steuerungsgrößen müssen weltweit in das Werte- und Wirtschaftssystem eingebaut werden, um ein neues Gleichgewicht herzustellen? Nicht nur staatliche Hilfspakete, sondern die Fragen nach Transparenz, nach langfristiger Planung und Verantwortung für die Zukunft müssen auf den Tisch, ebenso wie ein funktionierender Mechanismus, der die Kosten von Leichtsinn und Kurzsichtigkeit nicht dem Steuerzahler, sondern dem Verursacher aufbürdet. Klaus Woltron hat eine fundierte Antwort auf die bestehende Finanzkrise gegeben und zeigt humane Lösungen auf: Denn Wirtschaft benötigt Ethik und langfristiges Denken.
Klaus Woltron Bücher




Die Auster
- 215 Seiten
- 8 Lesestunden
Der Wald, die Bäume und dazwischen
- 208 Seiten
- 8 Lesestunden
Wohin die Reise geht. Eine Prognose des Unvorhersagbaren
- 238 Seiten
- 9 Lesestunden
Seit jeher erwarten Menschen den Untergang der Welt. Gilgamesch beschrieb vor 3500 Jahren die alles zerstörende Flut, während die alten Germanen von Ragnarök sprachen, dem Tag, an dem die Midgardschlange alles verschlingen würde. Christen erwarten das Jüngste Gericht, bei dem der Herr die Guten von den Bösen scheiden wird. Der Weltuntergang wurde unzählige Male vorhergesagt und immer wieder verschoben. Der Autor hat in der Vergangenheit seine Ansichten über den Zustand der Welt niedergeschrieben, und seit seiner letzten Buchveröffentlichung ist die Erde zehnmal um die Sonne gewandert. In dieser Zeit ist der Autor auch um zehn Jahre älter geworden. Es ist viel geschehen: Massive Wanderungsbewegungen destabilisierten das politische Gefüge Europas, und einige EU-Staaten mussten finanziell stabilisiert werden. In den USA negiert ein Präsident viele als unantastbar geltende Doktrinen. Großbritannien hat die EU verlassen, während China auf der internationalen Bühne an Einfluss gewinnt. Unter US-Führung wurden Sanktionen gegen Russland verhängt, und Nordkorea entwickelte sich zur Atommacht. Die Kriege im Mittleren Osten destabilisieren weiterhin zahlreiche Staaten. Traditionen werden zunehmend in Frage gestellt, und die Komplexität des Alltags nimmt zu. Der Optimismus des Autors hat abgenommen, da viele seiner Hoffnungen enttäuscht wurden. Diese veränderte Sichtweise motivierte ihn zu diesem Werk.