Erläuterungen zu Thomas Mann, Tristan, Tonio Kröger, Mario und der Zauberer
- 85 Seiten
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Die bürgerliche Emilia Galotti steht kurz vor ihrer Hochzeit mit dem Grafen Appiani, als sich der Prinz Gonzaga in sie verliebt. Um diese Heirat, die überdies eine Liebesheirat ist, zu verhindern, ist ihm und seinem Diener Marinelli jedes Mittel recht, und so lässt Marinelli das Paar auf dem Wege zur Trauung überfallen. Während Appiani im Kampf tödlich verwundet wird, werden Emilia und ihre Mutter auf Gonzagas Schloss gebracht. Doch Emilia möchte sich lieber das Leben nehmen, als der Verführung des Prinzen zu erliegen und ihre Unschuld zu verlieren. Ihr Vater kommt ihr jedoch zuvor und ersticht seine Tochter. In seinem 1772 vollendeten Drama griff Lessing ein bei Livius überliefertes sagenhaftes Ereignis auf, wonach die bereits verlobte Römerin Virginia von ihrem Vater ermordet wurde, weil er glaubte, sie nur so vor den Nachstellungen des Decemvir Appius Claudius schützen zu können. Neben der Gegenüberstellung der unterschiedlichen Auffassungen von Liebe ist "Emilia Galotti" auch ein politisches Stück: Indem sich die bürgerliche Familie Galotti dem Willen des Prinzen widersetzt, rebelliert sie gegen den Adel und hat die Moral auf ihrer Seite. Daher wird das Stück heute auch als Drama der bürgerlichen Emanzipation verstanden.
Schülergerechte Interpretation mit Angaben zum literarischen Hintergrund der Epoche, zu Quellen, Entstehung, Inhalt und Rezeption.
Der gute Mensch von Sezuan, geschrieben während Brechts Exil und im vorkommunistischen China angesiedelt, ist eine Parabel über eine junge Frau, die zwischen Pflicht und Realität, zwischen Liebe und Praktikabilität sowie zwischen ihren eigenen Bedürfnissen und denen ihrer Freunde und Nachbarn hin- und hergerissen ist.
Von Paintner, Peter Mit Übers. 109 S. 4., überarb. A.
und andere frühe Texte