Andreas Scholl Bücher






Der attische Grabbau
Entwicklung und Bedeutung freistehender Grabarchitektur in Athen und Attika von der archaischen Epoche bis in die römische Kaiserzeit
Anders als in der Forschung bislang dargestellt, besteht zwischen den klassischen Grabbezirken und den seit der Zeit um 600 v. Chr. im Athener Kerameikos nachweisbaren freistehenden, quaderförmigen Grabbauten aus Lehmziegeln ein kategorialer Unterschied. Die attischen Grabbauten besitzen eine eigene Tradition, die bis weit in die Kaiserzeit reicht. Im Laufe seiner langen Entwicklung hat der archaische, klassische, hellenistische und kaiserzeitliche Grabbau beständig neue Metamorphosen seiner blockartigen Grundform angenommen. Bereits vor dem Aufkommen größerer Grabbezirke im Jahrzehnt 440/430 v. Chr. wurden im Kerameikos erste Anlagen errichtet, die den monumentalen Podiumscharakter des Grabbaus mit der neuen Konzeption eines ummauerten Grabbezirks zur Aufnahme von Mehrfachbestattungen verbanden. Im 4. Jh. v. Chr. wird die Tradition des archaischen Grabbaus vor allem im bescheideneren Format der sog. Grabtische (trapezai) fortgeführt, deren Charakter als in Marmor umgesetzte Einzelgrabmäler nach architektonischem Vorbild evident ist. Sowohl in hellenistischer Zeit als auch unter römischer Herrschaft erfährt der Grabbau dann erneut eine Monumentalisierung in Gestalt der kaiserzeitlichen Stuckgrabbauten.
Die Antikensammlung
Altes Museum, Neues Museum, Pergamonmuseum
Antikensammlung Berlin
Meisterwerke antiker Skulptur
Antikensammlung Staatliche Museen zu Berlin: ZeitRäume
Milet in Kaiserzeit und Spätantike (German Edition)
- 228 Seiten
- 8 Lesestunden
Theater, Nymphäum, Markttor und Faustinathermen sind Zeugnisse dieser späten Blüte. Ihre Baugeschichte, Ausstattung und Nutzung im Laufe der Zeit, vor allem im Zuge der Christianisierung und des damit einhergehenden Wertewandels, werden ebenso beleuchtet wie grundlegende Fragen nach der Funktion und Wirkung von Skulpturen im öffentlichen Raum. Die für die Entwicklung der abendländischen Wissenschaft, Philosophie und Kunst so wichtige Metropole Milet wird seit über 100 Jahren vom Deutschen Archäologischen Institut (DAI) systematisch erforscht. Derzeit arbeitet dort im Auftrag des DAI ein interdisziplinäres Team aus Archäologen, Historikern, Architekten, Naturwissenschaftlern, Informatikern und Restauratoren. Begleitband zur Ausstellung im Pergamonmuseum auf der Berliner Museumsinsel vom 06.05.2009-10.01.2010.