Der Konservatismus befindet sich gegenwärtig in Deutschland in einer kulturellen Transformation. Wieder einmal wird die Werteperspektive dessen, was "konservativ" ist, angepasst an die gesellschaftlichen Veränderungen. Hierbei nimmt der Konservatismus pragmatisch eine Mittelposition zwischen Liberalismus und Sozialismus ein. Das zeigt sich in der aktuellen Konstellation sowohl in den nachhaltigen Wertepräferenzen als auch in den modifizierten Inhalten.
Tilman Mayer Reihenfolge der Bücher






- 2022
- 2021
150 Jahre Nationalstaatlichkeit in Deutschland
Essays, Reflexionen, Kontroversen
- 338 Seiten
- 12 Lesestunden
- 2017
Über Bonn hinaus weisen viele Spuren aus Vergangenheit und Gegenwart. Anliegen dieses Bandes ist es, sie sichtbar zu machen, ihrer Herkunft, Wirkung und möglichen Zukunft nachzugehen. Aus den unterschiedlichsten Mosaiksteinen, die in diesem Band versammelt sind, setzt sich so ein überaus vielfältiges Bild nicht nur der Stadt Bonn, sondern auch der Rolle Bonns in der deutschen Geschichte zusammen. Mit Beiträgen von: Thomas Becker | Klaus Borchard | Claus J. Duisberg | Corinna Franz | Helmut Herles | Maria Hohn-Berghorn | Bodo Hombach | Hans Walter Hütter | Ilko-Sascha Kowalczuk | Volker Kronenberg | Anja Kruke | Detlef Kühn | Hermann Lübbe | Peter März | Tilman Mayer | Julia Reuschenbach | Norbert Schloßmacher | Dagmar Schulze Heuling | Brigitte Seebacher | Hermann Simon
- 2017
Das kurze 20. Jahrhundert ist im St. Petersburg des Roten Oktober 1917 entstanden und endete mit der Friedlichen Revolution in Deutschland. Dazwischen entfaltete sich der Kommunismus – gescheitert in Theorie und Praxis – allzu nachhaltig und geschichtsträchtig auch in Deutschland. Anlass, die Auswirkungen und Zumutungen – nicht nur für Russen und Deutsche – nachzuzeichnen und kritisch zu bedenken. In der Geschichte des Kommunismus spielt Deutschland, nicht nur wegen Marx und Engels, eine große Rolle. Die Revolutionserwartungen richteten sich Anfang der 1920er Jahre auch stark auf Deutschland. „Weimar“ wurde durch die KPD erodiert. Der Stalinismus hat zur Teilung Deutschlands beigetragen. Die DDR lebte vom Schutz der KPdSU. Wie wird in Russland heute zurückgeblickt? Was wurde aus den „sozialistischen Nationen“? Ist eine Geschichte der Kollaboration zu schreiben? Spielt die sowjetische Dissidenz in der Literatur eine Rolle? Fragen stellen sich viele – der vorliegende Band versucht einige Antworten auf sie zu geben. Mit Beiträgen von: Jan Behrends, Egon Flaig, Markus Gloe, Xuewu Gu, Lutz Haarmann, Anna Kaminsky, Leonid Luks, Ekaterina Makhotina, Michael Mayer, Tilman Mayer, Günther Rüther, Gerhard Simon und Manfred Wilke, sowie einer Dokumentation mit Beiträgen von Martin Kriele und Richard Löwenthal.
- 2017
Deutschlandforschung - revisited
- 706 Seiten
- 25 Lesestunden
- 2017
Demografische Erkenntnisse, vorgetragen von einigen der namhaftesten Vertreter aus der Bevölkerungswissenschaft, fundieren die Grundkenntnisse von Sozial- und Wirtschaftswissenschaft, Soziologie, Politikwissenschaft, Geschichtswissenschaft. Das Buch ist ein Plädoyer für eine noch stärkere Beachtung der Demografie in der Politik. Es reflektiert dabei sechs Jahrestagungen der Deutschen Gesellschaft für Demografie zwischen den Jahren 2010 und 2016.Der demografische Wandel ist sicherlich nicht unser Schicksal, aber er erfasst uns alle. Weder kann man sich dem Umbruch der ganzen Gesellschaft noch den Veränderungen im Mikroprozess der Familie entziehen. Die elementaren Veränderungsprozesse haben gesellschaftliche wie politische Folgewirkungen.
- 2016
In der Mitte Europas
- 188 Seiten
- 7 Lesestunden
In den Jahren 2014 und 2015 konnte man auf 25 Jahre Wiedervereinigung zurückschauen – Deutschlandforschung aktuell: So zum Beispiel den Euro analysieren, dessen Karriere – aller Dementi zum Trotz – mit der Wiedervereinigung zu tun hat. Feststellen, dass auf Deutschland eine kohäsive Aufgabe zukommt, von der Mitte aus für den Zusammenhalt in Europa zu sorgen. Erwartungen richten sich auch nach der Bonn-Ära – aus der die Wiedervereinigung hervorging und die von ihr gemanagt wurde! – auf die »Berliner Republik«, die jedenfalls unter besseren Auspizien existiert als die wortähnliche »Weimarer Republik«. Und aus österreichischer, Wiener Perspektive erklärt zu bekommen, warum Berlin nicht Bonn ist, ist apart. Sachsen z. B. ist ein Bundesland, das eine leistungs- und konkurrenzfähige Region wurde. Welches geschichtspolitische Selbstverständnis gibt es im »neuen Deutschland«? Und abschließend wird aus Perspektiven dreier Länder eruiert, wie im 25-Jahre-Zeitraum retrospektiv wie prospektiv Neues zu Tage gefördert wurde.
- 2015
Am 1. April 2015 würde Bismarck 200. Anlass, kritisch Bilanz zu ziehen. Zehn namhafte Wissenschaftler untersuchen, inwieweit sein Erbe die politische Landschaft bis heute beeinflusst hat. Wie kann man zum Beispiel erklären, dass das Bismarck-Reich seine Größe so schnell und gründlich verspielte? War dieses Verhängnis von Beginn an angelegt, hat es gar mit Bismarck zu tun? Wie können wir heute in der Mitte Europas den Ton angeben, ohne anderen Mächten zu viel zuzumuten? Wie halten wir es mit Russland? Innenpolitisch: Wie sieht eine zeitangemessene Sozialgesetzgebung aus? Was erwarten wir von einer anspruchsvollen Kanzlerschaft? In dem vorliegenden Buch wird weder Bismarck-Bashing betrieben noch eine Bismarck-Begeisterung kultiviert, sondern reflektiert, was von ihm geblieben ist. Wir müssen die Größe dieses Staatsmanns anerkennen, aber uns auch die Schwächen seines Reiches drastisch vor Augen führen.
- 2014
Im "Wartesaal der Geschichte"
- 184 Seiten
- 7 Lesestunden
Eine Freiheitsdeklaration von Bürgermut und Arbeiterstolz gegen den Totalitarismus eines Unrechtsregimes war der Aufstand am 17. Juni 1953. Die Illegitimität eines Regimes wurde weltweit wahrnehmbar manifest. Dazu nach 60 Jahren eine interdisziplinäre Bilanz zu ziehen ist der Anspruch des Bandes. Hilft die Totalitarismustheorie die DDR zu verstehen? Kann heute demoskopische Forschung noch Aufklärung liefern? Kann die mediale Wahrnehmung des Aufstandes vom 17. Juni auch nach 60 Jahren erwartet werden? Welche politischen Konsequenzen zogen die beiden Weltmächte nach diesem Ereignis? Für die USA gefragt: Erschöpfte sich die „roll-back strategy“ der neuen US-Regierung nur in Befreiungsrhetorik? Welchen Wandlungen regimekritischen Typs war die SED im Lauf der Jahrzehnte ausgesetzt? Ist der Wartesaal-Attentismus, also unbotmäßiges Verhalten der Bürger, in Regimen sowjetischen Typs nachweisbar? Aufgeworfene Fragen dieser Art zur Aufarbeitung der Vergangenheit und zur Bestimmung der Debatten der Gegenwart werden über den Band hinaus ihre Wirkung haben. Mit Beiträgen von: Sven Felix Kellerhoff | Peter Graf von Kielmansegg | Leonid Luks | Ehrhart Neubert | Thomas Petersen | Jens Schöne | Rudolf Seiters | Rolf Steininger | Gerhard Wettig
- 2014
Von der Mitte her denken Das bürgerliche Lager und das Potential der Volksparteien Die erweiterte Volkspartei – Arbeitsteilung auf bürgerlich Zu Phantasie und Realität einer Patchworkkoalition Ist die CDU pensionsreif? Jenseits von rechts und links: Die Mitte in Bewegung Die 18. Wahl zum Deutschen Bundestag – Sondierungen im Wahlkampffeld Reicht ein Regieren auf Sicht, eine „Schritt für-Schritt“-Strategie aus, um Deutschlands Regierbarkeit zu gewährleisten? Die Bundestagswahl 2013 hat jedenfalls den geschmähten Kanzlerwahlverein CDU/CSU fast zur Alleinregierung gebracht. Und die Volksparteien zu neuer Geltung. Keine Rede mehr vom Abstieg dieses Parteityps. Aber eine Acht-Euro-Fünfzig-SPD war mit dieser Parole schlecht beraten, erreichte ihren Markenkern damit sicher nicht. Die Erststimmen-Siegestour der Union färbte die Republik fast schwarz, aber trotzdem ist sie in eine Koalition über Lagergrenzen hinweg gezwungen. Wie sicher trägt diese Kanzlerschaft? Die europäische Navigationskünstlerin im Kanzleramt, vor der sich kurioserweise SPD und Grüne nach der Wahl fürchteten, mobilisierte im Wahljahr 2013 die Mitte der Gesellschaft für sich besser als alle anderen Parteien. Ihr Gegenkandidat machte ihr das leichter, eine reideologisierte, trittinisierte grüne Partei ebenfalls. Aber nichts bleibt wie es ist. Sicherheit dürfte geben, wenn man aus der Mitte der Gesellschaft heraus denkt.
