Im sächsischen Vogtland entstand seit der Gründung der Innung in Markneukirchen 1677 ein bedeutendes Zentrum des Geigenbaus mit internationaler Ausstrahlung, das noch erhebliches Forschungspotential birgt. Der Konferenzbericht fokussiert auf die konstruktiven und stilistischen Merkmale historischer vogtländischer Streichinstrumente. Bis ins 20. Jahrhundert war der traditionelle Geigenbau im vogtländisch-westböhmischen Musikwinkel durch die Bauweise ohne Verwendung einer Form (freies Aufschachteln) geprägt, eine Methode, die in der Frühzeit der Geigenentwicklung in Europa verbreitet war. Streichinstrumente aus dem späten 16. Jahrhundert in der Begräbniskapelle des Freiberger Doms zeigen Kopien italienischer Vorbilder und wurden ebenfalls in dieser Technik gefertigt. Der Bericht präsentiert Ergebnisse von Untersuchungen vogtländischer Instrumente aus Sammlungen in Leipzig, Markneukirchen, Michaelstein und Nürnberg. Moderne Methoden wie Dendrochronologie, Computertomographie und Holzstärkenmessungen gewinnen zunehmend an Bedeutung in der Forschung. Musikalische und klangliche Aspekte werden in den Beiträgen zur Akustik sowie zum Einsatz der Viola in der Musik bis ca. 1750 behandelt. Darüber hinaus werden die Forschungs- und Überlieferungsgeschichte des Geigenbaus, die Kooperation mit dem Geigenbauzentrum in Mittenwald und das Wirken vogtländischer Geigenbauer in Dresden thematisiert.
Monika Lustig Reihenfolge der Bücher (Chronologisch)






- 2023
- 2017
Ich, der ich zu Euch spreche. Ein Gespräch mit Giovanni Tesio
- 176 Seiten
- 7 Lesestunden
Im Januar 1987 nahm Primo Levi den Vorschlag des Kritikers Giovanni Tesio an, gemeinsam eine Biografie zu schreiben. Beide waren sich der Herausforderungen bewusst, die vor ihnen lagen, als sie zu ihrem ersten Gespräch zusammentrafen. Levi, der unter Depressionen litt und sich auf eine Operation vorbereitete, bat Tesio, seine „Geständnisse“ zu „übersetzen“ und die Gedanken des Auschwitz-Zeugen zu deuten. Es fanden nur zwei weitere Treffen statt, bevor Levi am 11. April 1987 aus seiner Wohnung stürzte. Die Umstände seines Todes – ob Unfall oder Suizid – sind bis heute umstritten. Seine Witwe schloss einen Freitod aus und verhinderte die Veröffentlichung der Gespräche. In diesen Äußerungen zeigt sich Levi so offen wie selten zuvor und spricht über seine Universitätszeit, Beziehungsprobleme, den Faschismus und den Widerstand. Dabei sucht er oft die Schuld bei sich selbst und reflektiert über seine politische Naivität. Obwohl die Biografie nicht zustande kam, bietet dieses Protokoll einen tiefen, persönlichen Einblick in Levis Selbstverständnis als Autor, der das Schreiben als Pflicht betrachtete. Maike Albath, die das Nachwort verfasst hat, ist Journalistin und hat mehrere Bücher veröffentlicht. Sie lebt in Berlin.
- 2002
Harmonium und Handharmonika
20. Musikinstrumentenbau-Symposium, Michaelstein, 19. bis 21. November 1999
- 272 Seiten
- 10 Lesestunden
- 1998
Glocken und Glockenspiele
17. Musikinstrumentenbau-Symposium in Michaelstein 8. bis 10. November 1996
- 278 Seiten
- 10 Lesestunden