Bad Hersfeld
- 224 Seiten
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Ludwig Pappenheim (1887–1934) gehörte aufgrund seiner familiären Herkunft und seiner politischen Tätigkeit zu den Ersten, die bereits kurz nach der nationalsozialistischen Machtübernahme im März 1933 verhaftet und wenig später ermordet wurden. Die Autoren zeichnen den Lebensweg dieses aufrechten Demokraten nach, der schon früh zur SPD gestoßen war. Seine aktive politische Laufbahn beginnt in der Stadtverordnetenversammlung seiner hessischen Heimatstadt Eschwege. Allerdings entscheidet er sich schon bald für das damals ebenfalls noch hessische Schmalkalden am südlichen Rand des Thüringer Waldes, wo er neben seinem kommunal- und sozialpolitischen Engagement noch die Leitung einer Tageszeitung übernimmt.
Lisa Heise (1893-1969) hat durch ihren Briefwechsel mit Rilke Eingang in die Literaturgeschichte gefunden. Dass sie jedoch nicht nur Gesprächspartnerin Rilkes, sondern auch eine eigenständige Schriftstellerin von Format war, zeigen ihre vor einigen Jahren unter dem Titel „Scherzo in Moll“ herausgegebenen autobiografisch gehaltenen Prosatexte. Heises Briefe an Rilke werden hier nun zusammen mit einem weiteren längeren Kapitel aus dem Nachlass, mit Kindheitserinnerungen, ihrer sprachlich meisterhaften Erzählung „Der Brunnen“ und einer kleinen Sammlung bislang unbekannter Gedichte präsentiert.